Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
In dieser zweiten Folge der Ausgeglaubt-Trilogie über Christentum,
Macht und neue rechte Sehnsüchte geht es um den US-amerikanischen
christlichen Nationalismus – und um die Frage, warum
apokalyptisches Denken dabei eine so starke Rolle spielt. In der
ersten Folge haben Manuel und Stephan über Tech-Apokalyptik
gesprochen: über Peter Thiel, den Antichristen, globale Kontrolle,
KI und die Angst vor einer rettenden Weltordnung, die am Ende alles
verwaltet. Nun dreht sich die Perspektive: Was passiert, wenn
Endzeitdenken nicht nur von Tech-Eliten aufgenommen wird, sondern
ganze religiös-politische Milieus prägt? Im Zentrum steht der
US-amerikanische Evangelikalismus in seinen rechten und
nationalistischen Ausprägungen. Dort ist Apokalyptik nicht einfach
ein exotisches Randthema. Sie liefert eine politische
Tiefengrammatik: Die Welt steht am Abgrund. Die Nation ist bedroht.
Die Gegner sind nicht nur Gegner, sondern Zeichen einer
endzeitlichen Gegenmacht. Kompromisse wirken nicht mehr
pragmatisch, sondern wie Verrat. Politik wird zum geistlichen
Kampf. Manuel und Stephan sprechen darüber, wie sich diese
Endzeitdeutungen historisch entwickelt haben: von
Erweckungshoffnungen über dispensationalistische Endzeitfahrpläne
bis zu Hal Lindsey, Left Behind, Trump, Deep State, Israel, Iran
und digitalen Prophetiekanälen. Dabei zeigt sich: Apokalyptik kann
Hoffnung der Bedrängten sein – sie kann aber auch zum
Brandbeschleuniger politischer Radikalisierung werden. Besonders
gefährlich wird es, wenn christlicher Nationalismus und
Endzeitdenken ineinandergreifen. Dann erscheint die Nation als
letzte Bastion Gottes, politische Gegner werden dämonisiert, starke
Männer als Werkzeuge Gottes gedeutet und Kriege als mögliche
Prophetieerfüllung gelesen. Die Offenbarung wird dann nicht mehr
als Trostbuch gegen Imperien verstanden, sondern als Munition für
imperiale Politik. Die theologische Frage dieser Folge lautet
deshalb: Wie lässt sich christliche Eschatologie von
apokalyptischer Ideologie unterscheiden? Wie kann Hoffnung wach,
widerständig und friedensethisch bleiben – ohne in
Weltuntergangslust, Verschwörung und Endkampf-Rhetorik zu kippen?
Ausserdem berichtet Manu von der Konf seines Sohnes – und davon,
was ihn daran berührt hat. Eine Folge über evangelikalen
Rechtspopulismus, christlichen Nationalismus, Trumpismus,
Endzeitfahrpläne – und die Aufgabe, die Apokalypse den
Brandstiftern zu entreissen.
Macht und neue rechte Sehnsüchte geht es um den US-amerikanischen
christlichen Nationalismus – und um die Frage, warum
apokalyptisches Denken dabei eine so starke Rolle spielt. In der
ersten Folge haben Manuel und Stephan über Tech-Apokalyptik
gesprochen: über Peter Thiel, den Antichristen, globale Kontrolle,
KI und die Angst vor einer rettenden Weltordnung, die am Ende alles
verwaltet. Nun dreht sich die Perspektive: Was passiert, wenn
Endzeitdenken nicht nur von Tech-Eliten aufgenommen wird, sondern
ganze religiös-politische Milieus prägt? Im Zentrum steht der
US-amerikanische Evangelikalismus in seinen rechten und
nationalistischen Ausprägungen. Dort ist Apokalyptik nicht einfach
ein exotisches Randthema. Sie liefert eine politische
Tiefengrammatik: Die Welt steht am Abgrund. Die Nation ist bedroht.
Die Gegner sind nicht nur Gegner, sondern Zeichen einer
endzeitlichen Gegenmacht. Kompromisse wirken nicht mehr
pragmatisch, sondern wie Verrat. Politik wird zum geistlichen
Kampf. Manuel und Stephan sprechen darüber, wie sich diese
Endzeitdeutungen historisch entwickelt haben: von
Erweckungshoffnungen über dispensationalistische Endzeitfahrpläne
bis zu Hal Lindsey, Left Behind, Trump, Deep State, Israel, Iran
und digitalen Prophetiekanälen. Dabei zeigt sich: Apokalyptik kann
Hoffnung der Bedrängten sein – sie kann aber auch zum
Brandbeschleuniger politischer Radikalisierung werden. Besonders
gefährlich wird es, wenn christlicher Nationalismus und
Endzeitdenken ineinandergreifen. Dann erscheint die Nation als
letzte Bastion Gottes, politische Gegner werden dämonisiert, starke
Männer als Werkzeuge Gottes gedeutet und Kriege als mögliche
Prophetieerfüllung gelesen. Die Offenbarung wird dann nicht mehr
als Trostbuch gegen Imperien verstanden, sondern als Munition für
imperiale Politik. Die theologische Frage dieser Folge lautet
deshalb: Wie lässt sich christliche Eschatologie von
apokalyptischer Ideologie unterscheiden? Wie kann Hoffnung wach,
widerständig und friedensethisch bleiben – ohne in
Weltuntergangslust, Verschwörung und Endkampf-Rhetorik zu kippen?
Ausserdem berichtet Manu von der Konf seines Sohnes – und davon,
was ihn daran berührt hat. Eine Folge über evangelikalen
Rechtspopulismus, christlichen Nationalismus, Trumpismus,
Endzeitfahrpläne – und die Aufgabe, die Apokalypse den
Brandstiftern zu entreissen.
Weitere Episoden
1 Stunde 11 Minuten
vor 5 Tagen
1 Stunde 6 Minuten
vor 2 Wochen
1 Stunde 4 Minuten
vor 3 Wochen
1 Stunde 12 Minuten
vor 1 Monat
1 Stunde 7 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.