Warum China Europa braucht

Warum China Europa braucht

vor 2 Wochen
Chinas Wirtschaftswachstum schwächelt, deshalb setzt Bejing auf Export. Europa ist ein willkommener Handelspartner, sagt der Politologe Tim Rühlig, doch die EU sollte das Machtspiel lernen. Ein Podcast von https://www.derpragmaticus.com/. Das Thema:...
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Unabhängige Experten besprechen die großen Fragen unserer Zeit. Unverfälscht. Im Originalton.

Beschreibung

vor 2 Wochen
Chinas Wirtschaftswachstum schwächelt, deshalb setzt Bejing auf
Export. Europa ist ein willkommener Handelspartner, sagt der
Politologe Tim Rühlig, doch die EU sollte das Machtspiel lernen.
Ein Podcast von Pragmaticus.

Das Thema:
Wenn Wirtschaftsmacht zählt, hat sich China in den letzten beiden
Jahrzehnten an die Weltspitze gearbeitet. Das Land ist längst nicht
mehr nur die Werkbank der globalisierten Wirtschaft, sondern
übernimmt in vielen Feldern bereits die Technologieführerschaft.
Die Welt braucht eine Vielzahl von Produkten aus China, daraus hat
sich geopolitisch ein Wettkampf mit den USA gebildet. Die
Bedingungen auf dem Weltmarkt sind rau, nicht zuletzt auch wegen
Donald Trumps rigider Zollpolitik. Wo steht in diesem Match
allerdings Europa? Diese Frage beantwortet der deutschen
Politikwissenschafter Tim Rühlig vom European Union Institute of
Security Studies (EUISS). Er weigert sich ins allgemeine Lamento um
die Schwächen Europas einzusteigen, sondern identifiziert die
Stärken der Europäischen Union. Die gute Nachricht für Europa:
Chinesen und Chinesinnen konsumieren zu wenig, deshalb ist Europas
integrierter Binnenmarkt hochattraktiv. Rühlig würde sich wünschen,
dass sich die EU ihrer Stärken vielmehr bewusst wird und sie
strategisch einsetzen lernt. Denn im Umfeld von autoritären Staaten
ist Stärke die einzige Währung, die zählt. Sich gegen die
Bully-Methoden der Großmächte zur Wehr zu setzen und trotzdem an
den Grundwerten der Demokratie festzuhalten ist ein Spagat, der auf
lange Sicht betrachtet Europas Lebensstil sichert. Und eine
Voraussetzung zum Überleben ist.
 
Unser Gast in dieser Folge: 
Tim Rühlig ist Senior Analyst beim Think Tank European
Union Institute for Security Studies mit Sitz in Paris. Seine
Schwerpunkte als Forscher liegen in der Außen-, Wirtschafts- und
Technologiepolitik Chinas und hat einen besonderen Fokus auf der
Politisierung von technischen Standards im globalen Kontext. Seine
bisherige Laufbahn: Rühlig war davor bei der Europäischen
Kommission (DG I.D.E.A), bei der Deutschen Gesellschaft für
Auswärtige Politik und am Swedish Institute of International
Affairs beschäftigt. Seine jüngste Publikation: „China a fragile
power“.

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