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Beschreibung
vor 1 Woche
Als Kind hat Luise Wiesalla jede Folge von „Wissen macht Ah!"
geschaut. Wie werden Nudeln hergestellt? Wie kommt der Deckel auf
die Dose? Antworten, die andere vielleicht schnell vergessen. Bei
ihr haben sie etwas in Gang gesetzt. Heute arbeitet sie als Data
Platform Engineer in Hamburg und kümmert sich darum, dass ganze
Datenabteilungen reibungslos funktionieren. Der Weg dorthin war
alles andere als geradlinig. Und genau das macht ihn so
hörenswert.
Luise ist die Erste in ihrer Familie, die studiert hat. Einen
Finger, der ihr hätte zeigen können, in welche Richtung es geht,
gab es nicht. Also hat sie sich selbst vorgetastet. Zuerst
studierte sie Physik an der TU Darmstadt, dann wechselte sie in
einen Bachelor of Engineering in Kunststofftechnik an der
Hochschule Darmstadt. Ein Ingenieurstudiengang, der ihr das gab,
was sie suchte: ein Verstehen, wie die Welt zusammenhängt.
Schon früh arbeitete sie als Werkstudentin, schnupperte in
Konzerne, Start-ups und kleine Unternehmen und lernte dabei, wie
unterschiedlich Arbeitswelten sein können. Ihre Bachelorarbeit
schrieb sie in Kooperation mit einem Unternehmen aus dem Bereich
Automobilzulieferung. Ihr Thema: eine statistische Analyse von
Prozessparametern bei der Herstellung von
Head-up-Display-Spiegeln, jenen Bauteilen, die im Fahrzeug
Informationen direkt in die Windschutzscheibe projizieren. Ein
Projekt, das ihr nicht nur erste Programmiererfahrung in Python
brachte, sondern auch zeigte, womit sie akademisch als nächstes
arbeiten wollte: mit Daten, Code und Mustern in Zahlen.
Für den Master wechselte sie daher innerhalb der Hochschule
Darmstadt in den Studiengang Data Science. Besonders prägend war
für sie das Seminar einer Professorin, die komplexe Themen wie
Deep Learning und Computer Vision so vermittelte, dass Barrieren
verschwanden statt aufgebaut wurden. Ein Prinzip, das Luise bis
heute antreibt und das, wie sie findet, auch in ihrer eigenen
Arbeit sichtbar sein sollte.
Nach dem Studium begann Luise als Junior Analytics Engineer zu
arbeiten. Den Sprung in die Vollzeit empfand sie kaum als Bruch.
Zu fließend war der Übergang durch all die Werkstudentenjahre.
Was sich veränderte: die Tiefe. Sie arbeitete viel intensiver an
bestimmten Aufgabengebieten. Vieles, was im Studium strukturell
kaum zu vermitteln ist, lernte sie schlicht on the job. Stationen
im Consulting und bei einem weiteren Unternehmen folgten, mit
jeweils neuen technischen Schwerpunkten von Cloud-Infrastruktur
bis zu On-Premise-Systemen. Diese Vielfalt an Erfahrungen ist es,
die Luise heute ausmacht. Kein Tag ist wie der andere: mal geht
es darum, tief in ein technisches Problem einzutauchen, mal
darum, mit Kolleginnen und Kollegen gemeinsam zu klären, was ein
Datensatz eigentlich aussagen soll. Denn IT und besonders
Datenthemen sind aus ihrer Sicht ausgesprochen
kommunikationsintensiv. Etwas, das viele überrascht.
Darüber spricht Luise in dieser Episode und gibt Antworten auf
Fragen wie: Wie hat sie als erste Person in der Familie den Weg
ins Studium gefunden? Warum ist ein Fachwechsel mitten im Studium
kein Scheitern, sondern kann genau der richtige Schritt sein? Und
welche Rolle spielte ihr Informatik-Tutor dabei, dass Luise heute
in der IT arbeitet? Hört rein und lasst euch von Luises
Geschichte zeigen, was möglich ist, wenn man neugierig bleibt und
sich traut, immer wieder neu anzufangen.
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Helena Minner
Das Gespräch fand statt im Februar 2026
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/?p=26865
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