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Beschreibung
vor 11 Stunden
Als er Kind war, beschwerten sich seine Schwester und
Mitschüler:innen manchmal darüber, dass David immer
bestimmen wollte. Ganz falsch lagen sie damit nicht, gibt unser
Interviewgast David Storek heute zu, würde es allerdings
positiver formulieren: Er hat immer gerne Verantwortung
übernommen. Dass er diese Verantwortung einmal als Leiter des
Hochschulsports an der Leuphana Universität Lüneburg tragen
würde, hätte David, der zunächst Grundschullehramt mit den
Fächern Sport und Deutsch studiert hat, nicht gedacht. In dieser
Rolle kümmert er sich um ein Team von rund 35 Mitarbeitenden,
koordiniert ein Angebot von über 150 Sport- und Fitnessangeboten
und vertritt den Hochschulsport auch nach außen.
Wie er im Gespräch mit Ulrike verrät, wurde seine Begeisterung
für den Sport schon früh geweckt: Aufgewachsen in Berlin, spielte
er zunächst Fußball in den sogenannten „Käfigen“, später dann im
Verein, wo er schließlich auch selbst Kinder trainierte. Dass es
ihn zum Studieren nach Lüneburg verschlagen würden, hätte er sich
lange nicht träumen lassen, zu groß war der Berliner
Lokalpatriotismus in ihm, wie er lachend erklärt. Nachdem er nach
dem Abi einige Monate als Fußballtrainer auf Sansibar (Tansania)
verbracht hatte, erschien ihm der Umzug in die norddeutsche
Kleinstadt aber nicht mehr als so großer Schritt, zumal er
mittlerweile durch eine Freundin ganz „angefixt“ vom flexiblen
Studienmodell an der Leuphana war, wie er es selbst beschreibt.
Ausführlich gibt er Einblicke in die Inhalte seines Studiengangs
Grundschullehramt mit den Fächern Sport und Deutsch, einem
abwechslungsreichen Mix aus fachlichen Inhalten wie Literatur-
und Sprachwissenschaft, didaktischen Methoden und
Hintergrundwissen aus Bereichen wie Erziehungstheorie und
Psychologie. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm zudem die
sportpraktischen Prüfungen, die er teils in so exotischen
Disziplinen wie Einradfahren ablegte.
Obwohl David sein Studium genauso wie die Arbeit mit Kindern an
sich gut gefielen, ahnte er bald nach einem Praktikum an einer
Dorfgrundschule, dass er nicht bis zur Rente als Grundschullehrer
würde arbeiten wollen. Dass er sein Studium trotzdem beendet hat,
war, wie er findet, eine gute Entscheidung, da es ihm neben den
fachlichen Kenntnissen auch viele „soft-skills“ mit auf den Weg
gegeben hat, die er auch heute als Leiter des Hochschulsports an
der Leuphana gut einsetzen kann. Hinzu kamen die Erfahrungen, die
er bereits als studentischer Mitarbeiter beim Unisport gesammelt
hatte, einem Job, der nicht unmittelbar mit seinem
Lehramtsstudium zu tun hatte, aber umso bereichernder war, da er
ihm viele neue Perspektiven geöffnet hat. So bot sich ihm
beispielsweise die Möglichkeit, das deutsche Team bei
den FISU University Games 2019 in Neapel zu unterstützen,
einer Art Olympischer Spiele für Studierende.
Für ihn sind es solche Erlebnisse jenseits des
Erwarteten, die den Lebenslauf jedes Bewerbers erst richtig
interessant machen. Wer nur mit starrem Blick auf die
Regelstudienzeit studiert und stets nur macht, was von ihm in
seiner Position verlangt wird, verpasst vielleicht
die Erfahrungen, die später anstelle des perfekten,
glattgebügelten Lebenslaufs wirklich zählen.
Hört rein und bekommt Antworten auf folgende Fragen:
Worauf muss man bei Stellenanzeigen besonders achten, wenn man
Quereinsteiger:in ist? Welche Vorteile und Chancen bietet die
Arbeit im öffentlichen Dienst, wenn man plant, eine eigene
Familie zu gründen? Und warum hat die Geschichte einer
nigerianischen Schwimmerin bei den FISU World University Games
David tief beeindruckt?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Ulrike Linhardt
Das Gespräch fand statt im März 2026
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/?p=26870
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