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Beschreibung
vor 5 Tagen
Bakterien, die sich am Erdmagnetfeld orientieren? Ja, die gibt es
wirklich. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro
beschäftigen wir uns mit Magnetospirillum gryphiswaldense. Hört
gerne rein und lernt, wie das Bakterium entdeckt wurde, warum es
magnetisch ist und was das alles mit Leben auf dem Mars und der
Medizintechnologie der Zukunft zu tun hat.
Dieser Beitrag nimmt am Wettbewerb Fast Forward Science 2026
teil. #AudioAward #BestesDebutAudio
Kapitel
00:00 – Intro
01:27 – Erste Beschreibungen von Magnetospirillum
03:56 – Die Entdeckung von M. gryphiswaldense
05:00 – Magnetosomen – Wie der Magnetsinn in Bakterien
funktioniert
08:07 – Magnetosomen als Zeichen von Leben im All?
09:26 – Magnetospirillum in der aktuellen Forschung
11:02 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
M. gryphiswaldense ist ein Bakterium, dass sich entlang des
Erdmagnetfelds ausrichtet. Die korkenzieherförmige Mikrobe nutzt
dafür eisenhaltige Magnetitkristalle, die in sogenannten
Magnetosomen zu Stabmagneten werden.
Entlang der Feldlinien kann sich Magnetospirillum in
Gewässern in weniger sauerstoffhaltige Schichten bewegen. Hier
findet es ideale Wachstumsbedingungen.
Magnetosomen finden vielseitige Anwendung in der
medizinischen Forschung - ob als Kontrastmittel, zur Steuerung
von Mikrorobotern, oder in der Tumortherapie. Sogar im Gestein
eines Marsmeteoriten wurden schon Magnetosomen-ähnliche
Strukturen gefunden.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Mikrobe des Jahres 2019 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und
Angewandte Mikrobiologie e.V.
Video von Magnetospirillen unter dem Mikroskop
Entdeckung und Erstbeschreibung von Magnetospirillum
Bellini, S. (2009), Chinese J. Oceanol. Limnol., 27(1), pp. 3–5.
Blakemore, R. (1975), Science, 190(4212), pp. 377–379.
Maratea, D. and Blakemore, R.P. (1981), Int. J. Syst. Evol.
Microbiol., 31(4), pp. 452–455.
Schleifer, K.H. et al. (1991), Syst. Appl. Microbiol., 14(4), pp.
379–385.
Bildung und Funktionsweise der Magnetosomen
Schüler, D. (1999), J. Mol. Microb. Biotech., 1(1), pp. 79–86.
Blakemore, R.P. and Frankel, R.B. (1981), Sci. Am., 245(6), pp.
58–65.
Magnetosomen in Marsgestein
Friedmann, E.I. et al. (2001), Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A.,
98(5), pp. 2176–2181.
Magnetospirillum in der Bioremediation
Krawczyk-Bärsch, E. et al. (2022), J. Hazard. Mater., 437, p.
129376.
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