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Beschreibung
vor 2 Wochen
In den kristallklaren Wassern vor Hawaii lauert eine tödliche
Gefahr – zumindest, wenn man eine Garnele ist. Der Hawaiianische
Zwergtintenfisch Euprymna scolopes ist ein nachtaktiver Jäger,
der sich auf sehr ungewöhnliche Weise vor seinen eigenen
Fressfeinden verbirgt: in dem er leuchtet. Diese sogenannte
Gegenillumination zur Tarnung erreicht der kleine Tintenfisch
allerdings nicht allein, sondern durch eine ungewöhnliche
Symbiose mit dem lumineszenten Bakterium Aliivibrio fischeri. Wie
diese beiden Meeresbewohner zusammenarbeiten und wie Aliivibrio
fischeri dazu beigetragen hat, dass wir in Bakterien nicht nur
als einsam herumschwimmende Lebewesen wahrnehmen, erfahrt ihr in
der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Hawaiianische Zwergtintenfisch E. scolopes
02:25 – Tarnung durch Leuchten: Die Symbiose von A. fischeri und
E. scolopes
05:04 – Wie das Leuchten von A. fischeri reguliert wird (Quorum
Sensing)
08:36 – Erstbeschreibung von A. fischeri
09:20 – A. fischeri als Staatsmikrobe und Wassertester
10:23 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Der Hawaiianische Zwergtintenfisch nutzt Gegenillumination,
um sich vor Fressfeinden zu verbergen. Durch das Leuchten von
Aliivibrio fischeri, die in seinem Leuchtorgan leben, imitiert er
die Reflektionen von Mondlicht auf dem Wasser und wird dadurch
nahezu unsichtbar.
Das Leuchten von A. fischeri ist streng reguliert und an den
circadianen Rhythmus des Tintenfisches angepasst. Die Bakterien
stimmen sich untereinander durch einen Prozess ab, der sich
Quorum Sensing nennt. Nur wenn genug von ihnen am selben Ort
sind, beginnen sie zu leuchten.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder, Videos und weitere Infos zu E. scolopes
Symbiose mit E. scolopes
Nyholm, S.V. and McFall-Ngai, M.J. (2021), Nat. rev. Microbiol.,
19(10), pp. 666–679.
Visick, K.L., Stabb, E.V. and Ruby, E.G. (2021), Nat. rev.
Microbiol., 19(10), p. 654.
Quorum Sensing in A. fischeri
Mandel, M.J. et al. (2012), Appl. Env. Microbiol., 78(13), pp.
4620–4626.
Septer, A.N. and Visick, K.L. (2024), J. Bacteriol. 206(5), pp.
e00035-24.
Geschichte und Namensgebung
Urbanczyk, H. et al. (2007), Int. J. Syst. and
Evol. Microbiol., 57(12), pp. 2823–2829.
Anwendung in Wasserqualitätstests
Backhaus, T. et al. (1997), Chemosphere, 35(12), pp. 2925–2938.
Erzinger, G.S. et al. (2018), Bioassays. Elsevier, pp. 241–262.
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Kommentare (1)
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Ich höre die Folgen wirklich absolut gerne, obwohl ich gar keinen wissenschaftlichen Background habe. Jedes Thema ist gut präsentiert und natürlich inhaltlich top aufbereitet.