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Was seht ihr vor eurem inneren Auge, wenn ihr an Mikroben denkt?
Wahrscheinlich etwas kugeliges, rundes oder bohnenförmiges. Umso
überraschter waren Forschende im Jahre 1980, als sie in einer
Wasserprobe aus einem Salzwasserbecken auf ein kleines,
lebendiges Quadrat trafen. 25 Jahre sollte es dauern bis Walsby’s
square bacterium im Labor kultiviert werden konnte. In der
heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
finden wir heraus, warum Haloquadratum walsbyi eigentlich gar
kein Bakterium ist, wie es sich vor Austrocknung in extrem
salzhaltigen Wasserbecken schützt und wie ihm seine quadratische
Form und winzige Gasbläschen bei der Energiegewinnung helfen.

Kapitel

00:00 – Intro

01:17 – Die Entdeckung von Hqr. walsbyi

03:17 – Kultivierungserfolg nach 25 Jahren

04:02 – Die Domänen des Lebens

05:12 – Wie Hqr. walsbyi hohen Salzkonzentrationen widersteht

06:48 – Warum das Quadrat praktisch und gut ist

09:20 – Fazit & Verabschiedung

Was ihr in dieser Folge lernen konntet…

Mit seiner ungewöhnlichen quadratischen Form überraschte
Haloquadratum walsbyi Forschende in den 1980er. Dieser Mikrobe
lebt in sehr salzhaltigen Gewässern und gehört zur Domäne der
Archaeen, die erst in den 1990er Jahren neben den Eukaryoten (zu
denen auch Menschen gehören) und den Bakterien anerkannt wurde.

Über 25 Jahre vergingen zwischen der ersten Beschreibung und
der erfolgreichen Isolation und Kultivierung der kleinen
Quadrate. Heute wissen wir, wie sie es schaffen, die salzigen
Bedingungen zu überleben und wie ihnen dabei auch ihre
quadratische Form hilft.

Halomucin, ein archaeles Protein schützt vor Austrocknung und
Phagen. Die flache Form mit großer Oberfläche erlaubt eine
effiziente Nährstoffaufnahme und Lichtabsorption. Gleichzeitig
helfen gasgefüllte Vakuolen den Zellen bei der idealen
Positionierung im Wasser.

Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.

Links & weitere Infos

Übersichtsseite zu Haloquadratum walsbyi inkl. Bildern

Erstbeschreibung von Hqr. walsbyi

Walsby, A.E. (1980), Nature, 283(5742), pp. 69–71.

Erste Erfolgreiche Kultivierung von Hqr. walsbyi

Bolhuis, H., Poele, E.M.T. and Rodriguez-Valera, F. (2004),
Environmental Microbiology, 6(12), pp. 1287–1291.

Genomanalyse, formale Beschreibung und Details zur Lebensweise

Bolhuis, H. et al. (2006), BMC Genomics, 7, p. 169

Burns, D.G. et al. (2007), Int J Syst Evol Microbiol, 57(2), pp.
387–392.

Funktionsweise von Halomucin

Zenke, R. et al. (2015), Front Microbiol, 6, p. 249.

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„MTM 15 - Haloquadratum walsbyi“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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