Podcaster
Episoden
07.07.2026
11 Minuten
Sommerzeit ist Ferienzeit! Und nach ein paar warmen Tagen am Meer, kann es durchaus sein, dass man in das Vergnügen kommt, Meeresleuchten beobachten zu können. Wie dieses besondere Phänomen entsteht und welche Geheimnisse eine der verantwortlichen Mikroben, Noctiluca scintillans, noch so birgt – das erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
02:02 – Noctiluca scintillans – ein ungewöhnlicher Dinoflagellat
03:09 – Die Entstehung des Leuchtens und wie es vor Fressfeinden schützt
06:31 – N. scintillans, die Planktonangel und grüne Endosymbionten
09:51 – Red Tides, Gefahr durch N. scintillans
10:33 – Fazit und Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Noctiluca scintillans ist mitverantwortlich für die Entstehung des Meeresleuchtens. Zur Verteidigung gegen Fressfeinde besitzt der Dinoflagellat Scintillons, Organellen, in denen Luciferin oxidiert wird. Dabei wird Licht frei, dass Fressfeinde abschrecken, deren Fressfeinde anlocken oder eben durch Menschen als Meeresleuchten wahrgenommen werden kann. Noctiluca scintillans gehört zu den Dinoflagellaten und schwimmt als Plankton relativ passiv im Meer herum. Seine Nahrung, ebenfalls Plankton, fischt es mithilfe klebriger Mucusfäden aus dem Wasser. Einige Zellen von Noctiluca scintillans gehen auch eine Symbiose mit photosynthesefähige Pedinomonas noctiluca ein. Dann werden die eigentlich rot pigmentierten Zellen grün. Grüne und rote Noctiluca scintillans unterscheiden sich in ihrer globalen Verteilung. In hohen Konzentrationen lösen sie nicht nur Meeresleuchten auch, sondern auch „rote Tiden“, die durch erhöhte Ammonium- und niedrige Sauerstoffkonzentrationen zu Fisch- und Korallensterben führen.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Taxonomie, Morphologie und Verbreitung
Harrison, P.J. et al. (2011), Chinese Journal of Oceanology and Limnology, 29(4), pp. 807–831. Ollevier, A. et al. (2021), Frontiers in Marine Science, 8.
Ernährung und Endosymbiose
Kiϕrboe, T. and Titelman, J. (1998), Journal of Plankton Research, 20(8), pp. 1615–1636. Saito, H., Furuya, K. and Lirdwitayaprasit, T. (2006), Plankton and Benthos Research, 1(2), pp. 97–101.
Biolumineszenz
Valiadi, M. and Iglesias-Rodriguez, D. (2013), Microorganisms, 1(1), pp. 3–25.
Ökologische Bedeutung
Fonda Umani, S. et al. (2004), Journal of Plankton Research, 26(5), pp. 545–561.
Hat dir diese Folge gefallen?
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Kapitel
00:00 – Intro
02:02 – Noctiluca scintillans – ein ungewöhnlicher Dinoflagellat
03:09 – Die Entstehung des Leuchtens und wie es vor Fressfeinden schützt
06:31 – N. scintillans, die Planktonangel und grüne Endosymbionten
09:51 – Red Tides, Gefahr durch N. scintillans
10:33 – Fazit und Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Noctiluca scintillans ist mitverantwortlich für die Entstehung des Meeresleuchtens. Zur Verteidigung gegen Fressfeinde besitzt der Dinoflagellat Scintillons, Organellen, in denen Luciferin oxidiert wird. Dabei wird Licht frei, dass Fressfeinde abschrecken, deren Fressfeinde anlocken oder eben durch Menschen als Meeresleuchten wahrgenommen werden kann. Noctiluca scintillans gehört zu den Dinoflagellaten und schwimmt als Plankton relativ passiv im Meer herum. Seine Nahrung, ebenfalls Plankton, fischt es mithilfe klebriger Mucusfäden aus dem Wasser. Einige Zellen von Noctiluca scintillans gehen auch eine Symbiose mit photosynthesefähige Pedinomonas noctiluca ein. Dann werden die eigentlich rot pigmentierten Zellen grün. Grüne und rote Noctiluca scintillans unterscheiden sich in ihrer globalen Verteilung. In hohen Konzentrationen lösen sie nicht nur Meeresleuchten auch, sondern auch „rote Tiden“, die durch erhöhte Ammonium- und niedrige Sauerstoffkonzentrationen zu Fisch- und Korallensterben führen.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Taxonomie, Morphologie und Verbreitung
Harrison, P.J. et al. (2011), Chinese Journal of Oceanology and Limnology, 29(4), pp. 807–831. Ollevier, A. et al. (2021), Frontiers in Marine Science, 8.
Ernährung und Endosymbiose
Kiϕrboe, T. and Titelman, J. (1998), Journal of Plankton Research, 20(8), pp. 1615–1636. Saito, H., Furuya, K. and Lirdwitayaprasit, T. (2006), Plankton and Benthos Research, 1(2), pp. 97–101.
Biolumineszenz
Valiadi, M. and Iglesias-Rodriguez, D. (2013), Microorganisms, 1(1), pp. 3–25.
Ökologische Bedeutung
Fonda Umani, S. et al. (2004), Journal of Plankton Research, 26(5), pp. 545–561.
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23.06.2026
19 Minuten
Es sieht aus, als hätte ein Regenschauer grüne Gallerte vom Himmel fallen lassen. Kein Wunder also, dass Nostoc commune über Jahrhunderte Namen wie „Sternenrotz“ oder „Hexenspei“ erhielt. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! erkunden wir die Facetten dieses außergewöhnlichen Cyanobakteriums, von seinen spezialisierten Zelltypen, seinen Fähigkeiten zur interzellulären Kommunikation und seiner Zusammenarbeit mit Pflanzen bis hin zu seiner Rolle in der Evolution des Lebens und modernen biotechnologischen Anwendungen.
Kapitel
00:00 – Intro
01:02 – Nostoc commune – der rätselhafte Sternenrotz
04:17 – Exkurs: Cyanobakterien und ihre Bedeutung in der Erdgeschichte
08:36 – Arbeitsteilung bei Nostoc commune
13:19 – Nostoc als Symbiont für Pflanzen
15:02 – Die Teichpflaume und Nostoc als Delikatesse
16:58 – Nostoc in Forschung und Biotechnologie
18:18 – Zusammenfassung und Fazit
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Nostoc commune wirkt wie ein geheimnisvoller Schleimklumpen, ist aber tatsächlich ein Cyanobakterium, das bereits vor dem Regen auf dem Boden lebt. Erst wenn seine wasserbindende Schleimschicht aufquillt, wird die Kolonie als gallertartige Masse sichtbar. Nostoc commune zeigt komplexe Formen der Zusammenarbeit. Innerhalb langer Zellketten übernehmen verschiedene Zelltypen unterschiedliche Aufgaben wie Photosynthese, Stickstofffixierung oder das Überdauern extremer Umweltbedingungen. Cyanobakterien gehören zu den wichtigsten Organismen der Erdgeschichte. Sie trugen zur Anreicherung von Sauerstoff in der Atmosphäre bei, stehen vermutlich am Ursprung der Chloroplasten in Pflanzen und sind bis heute wichtige Akteure in vielen Ökosystemen.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Allgemeines und Pressemitteilung der VAAM
Mikrobe des Jahres 2014 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V.
Dersch, P. et al. (2022) Allgemeine Mikrobiologie. 11., vollständig überarbeitete Auflage. Edited by G. Fuchs, M. Bramkamp, and H.G. Schlegel. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag (Thieme eRef).
Engelhardt, H. (2014), BIOspektrum, 20(2), pp. 234–235.
Potts, M. (1997) , International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, 47(2), pp. 584–584.
Ausdifferenzierung verschiedener Zelltypen
Flores, E. and Herrero, A. (2010), Nature Reviews Microbiology, 8(1), pp. 39–50.
Symbiose mit Pflanzen
Álvarez, C. et al. (2023), Journal of Experimental Botany, 74(19), pp. 6145–6157.
Biotechnologie und Zukunftsaussichten
Onyeaka, H. et al. (2025), Sustainable Microbiology, 2(4), p. qvaf025.
Kimura, Y. et al. (2016), Eco-Engineering, 28(2), pp. 43–51.
Kapitel
00:00 – Intro
01:02 – Nostoc commune – der rätselhafte Sternenrotz
04:17 – Exkurs: Cyanobakterien und ihre Bedeutung in der Erdgeschichte
08:36 – Arbeitsteilung bei Nostoc commune
13:19 – Nostoc als Symbiont für Pflanzen
15:02 – Die Teichpflaume und Nostoc als Delikatesse
16:58 – Nostoc in Forschung und Biotechnologie
18:18 – Zusammenfassung und Fazit
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Nostoc commune wirkt wie ein geheimnisvoller Schleimklumpen, ist aber tatsächlich ein Cyanobakterium, das bereits vor dem Regen auf dem Boden lebt. Erst wenn seine wasserbindende Schleimschicht aufquillt, wird die Kolonie als gallertartige Masse sichtbar. Nostoc commune zeigt komplexe Formen der Zusammenarbeit. Innerhalb langer Zellketten übernehmen verschiedene Zelltypen unterschiedliche Aufgaben wie Photosynthese, Stickstofffixierung oder das Überdauern extremer Umweltbedingungen. Cyanobakterien gehören zu den wichtigsten Organismen der Erdgeschichte. Sie trugen zur Anreicherung von Sauerstoff in der Atmosphäre bei, stehen vermutlich am Ursprung der Chloroplasten in Pflanzen und sind bis heute wichtige Akteure in vielen Ökosystemen.
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Allgemeines und Pressemitteilung der VAAM
Mikrobe des Jahres 2014 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V.
Dersch, P. et al. (2022) Allgemeine Mikrobiologie. 11., vollständig überarbeitete Auflage. Edited by G. Fuchs, M. Bramkamp, and H.G. Schlegel. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag (Thieme eRef).
Engelhardt, H. (2014), BIOspektrum, 20(2), pp. 234–235.
Potts, M. (1997) , International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, 47(2), pp. 584–584.
Ausdifferenzierung verschiedener Zelltypen
Flores, E. and Herrero, A. (2010), Nature Reviews Microbiology, 8(1), pp. 39–50.
Symbiose mit Pflanzen
Álvarez, C. et al. (2023), Journal of Experimental Botany, 74(19), pp. 6145–6157.
Biotechnologie und Zukunftsaussichten
Onyeaka, H. et al. (2025), Sustainable Microbiology, 2(4), p. qvaf025.
Kimura, Y. et al. (2016), Eco-Engineering, 28(2), pp. 43–51.
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09.06.2026
12 Minuten
Eine Mikrobe, die Käfer befällt und ihnen dadurch nicht schadet, sondern sie stärker, größer und ausdernder macht? Was nach Katastrophenfilm klingt, ist tatsächlich Wirklichkeit. Caballeronia insecticola lebt ihm Darm des Bohnenkäfers Riptortus pedestris und hilft diesem bei der Vermehrung und Ausbreitung. Um das zu bewerkstelligen, wendet das Bakterium eine ungewöhnliche Fortbewegungsmethode an. Die Flagellen eng um den Leib geschlungen, dreht sich das Bakterium wie ein kleiner Bohrkopf durch enge Passagen im Darm des Käfers. Wie genau das funktioniert und was die Beziehung zwischen Bakterium und Käfer noch so bereithält, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
02:06 – R. pedestris, der Bohnenkäfer und die Auswirkungen von C. insecticola
05:29 – Wie C. insecticola seinen Wirt besiedelt
08:07 – C. insecticola und seine ungewöhnliche Fortbewegung
10:47 – Zusammenfassung und Fazit
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
· Caballeronia insecticola lebt in einer symbiontischen Beziehung mit dem Bohnenkäfer Riptortus pedestris. Die Käfer profitieren durch eine bessere Ausbreitung und Vermehrung.
· C. insecticola besidelt den Darm des Käfers. Um in die spezialiserten Darmkrypten vordingen zu können, muss die Mikrobe eine enge Passage überwinden. Dafür wickelt sich das Bakterium die Flagellen um den Leib und dreht sich wie ein Bohrkopf durch den engen Durchgang.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Erstbeschreibung und Reklassifizierung
Takeshita, K. et al. (2018), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 68(7), pp. 2370–2374.
Dobritsa, A.P. and Samadpour, M. (2019), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 69(7), pp. 2057–2063.
Auswirkungen von C. insecticola auf R. pedestris
Jung, M. and Lee, D.-H. (2023), J. Asia-Pac. Entomol., 26(2), p. 102085.
Kho, J.-W., Jung, M. and Lee, D.-H. (2024), J. Insect Sci., 24(5), p. 5.
Entwicklung der Darmkrypten
Kikuchi, Y. et al. (2020), The ISME J., 14(7), pp. 1627–1638.
Flagellare Umwicklung zur Fortbewegung
Yoshioka, A. et al. (2026), Nat. Commun., 17(1), p. 713.
Kapitel
00:00 – Intro
02:06 – R. pedestris, der Bohnenkäfer und die Auswirkungen von C. insecticola
05:29 – Wie C. insecticola seinen Wirt besiedelt
08:07 – C. insecticola und seine ungewöhnliche Fortbewegung
10:47 – Zusammenfassung und Fazit
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
· Caballeronia insecticola lebt in einer symbiontischen Beziehung mit dem Bohnenkäfer Riptortus pedestris. Die Käfer profitieren durch eine bessere Ausbreitung und Vermehrung.
· C. insecticola besidelt den Darm des Käfers. Um in die spezialiserten Darmkrypten vordingen zu können, muss die Mikrobe eine enge Passage überwinden. Dafür wickelt sich das Bakterium die Flagellen um den Leib und dreht sich wie ein Bohrkopf durch den engen Durchgang.
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Erstbeschreibung und Reklassifizierung
Takeshita, K. et al. (2018), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 68(7), pp. 2370–2374.
Dobritsa, A.P. and Samadpour, M. (2019), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 69(7), pp. 2057–2063.
Auswirkungen von C. insecticola auf R. pedestris
Jung, M. and Lee, D.-H. (2023), J. Asia-Pac. Entomol., 26(2), p. 102085.
Kho, J.-W., Jung, M. and Lee, D.-H. (2024), J. Insect Sci., 24(5), p. 5.
Entwicklung der Darmkrypten
Kikuchi, Y. et al. (2020), The ISME J., 14(7), pp. 1627–1638.
Flagellare Umwicklung zur Fortbewegung
Yoshioka, A. et al. (2026), Nat. Commun., 17(1), p. 713.
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26.05.2026
18 Minuten
Es ist wohl einer der bekanntesten und wichtigsten Mikroorganismen der Wissenschaftsgeschichte: Escherichia coli. Millionen dieser Bakterien leben in unserem Darm und spielen dort eine wichtige Rolle für das mikrobielle Gleichgewicht. Gleichzeitig ist E. coli ein absolutes Arbeitspferd der modernen Molekularbiologie und prägt bis heute Forschung, Gentechnik und Biotechnologie. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! sprechen wir über die Entdeckung des Bakteriums, seinen Weg zum Modellorganismus und seine vielfältige Anwendung.
Kapitel
00:00 – Intro
01:19 – Erstbeschreibung von Escherichia coli
03:32 – E. coli und Homo sapiens – eine lebenslange Beziehung
04:41 – E. coli als Krankheitserreger
08:11 – Der Weg E. colis zum Star der Molekularbiologie
15:18 – Zusammenfassung und Fazit
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
E. coli ist eines der bedeutendsten Bakterien in der Forschungslandschaft. Seine Verfügbarkeit, leichte Kultivierbarkeit und Fähigkeit Fremd-DNA aufzunehmen und zu nutzen, machten das Bakterium in den vergangenen 100 Jahren zu einem wahren Arbeitspferd der Molekularbiologie und Biotechnologie. Insgesamt gibt es mehrere hundert verschiedene Stämme, die in der Spezies E. coli zusammengefasst sind. Als Darmbakterium ist E. coli ein bedeutender Bestandteil der Darmflora, hilft vermutlich bei der Erstkolonisierung von Neugeborenen und beeinflusst unseren Alltag. Gelangt es auf Nahrungsmittel oder Gewässer, kann das Bakterium schwere Erkrankungen auslösen.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Erstbeschreibung und Benennung
Escherich, T. (1886). Enke. Castellani, A., & Chalmers, A. J. (1920). W. Wood. Migula, W. (1895). W. Engelmann. Bielaszewska, M. et al. (2011), The Lancet Infectious Diseases, 11(9), pp. 671–676.
Mikrobiologischer Überblick und historischer Rückblick
Eitinger, T. (2014) Allgemeine Mikrobiologie. 9. Edited by G. Fuchs and H.G. Schlegel. Georg Thieme Verlag. Blount, Z.D. (2015), eLife, 4, p. e05826. Ruiz, N. and Silhavy, T.J. (2022), Journal of Bacteriology, 204(9), pp. e00230-22.
Genomsequenzierung
Blattner, F.R. et al. (1997), Science, 277(5331), pp. 1453–1462.
Rolle als Darmbakterium
Eckburg, P.B. et al. (2005), Science, 308(5728), pp. 1635–1638. Foster-Nyarko, E. and Pallen, M.J. (2022), FEMS Microbiology Reviews, 46(3).
E. coli auf Münzgeld
Angelakis, E. et al. (2014), Future Microbiology, 9(2), pp. 249–261.
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00:00 – Intro
01:19 – Erstbeschreibung von Escherichia coli
03:32 – E. coli und Homo sapiens – eine lebenslange Beziehung
04:41 – E. coli als Krankheitserreger
08:11 – Der Weg E. colis zum Star der Molekularbiologie
15:18 – Zusammenfassung und Fazit
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
E. coli ist eines der bedeutendsten Bakterien in der Forschungslandschaft. Seine Verfügbarkeit, leichte Kultivierbarkeit und Fähigkeit Fremd-DNA aufzunehmen und zu nutzen, machten das Bakterium in den vergangenen 100 Jahren zu einem wahren Arbeitspferd der Molekularbiologie und Biotechnologie. Insgesamt gibt es mehrere hundert verschiedene Stämme, die in der Spezies E. coli zusammengefasst sind. Als Darmbakterium ist E. coli ein bedeutender Bestandteil der Darmflora, hilft vermutlich bei der Erstkolonisierung von Neugeborenen und beeinflusst unseren Alltag. Gelangt es auf Nahrungsmittel oder Gewässer, kann das Bakterium schwere Erkrankungen auslösen.
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Erstbeschreibung und Benennung
Escherich, T. (1886). Enke. Castellani, A., & Chalmers, A. J. (1920). W. Wood. Migula, W. (1895). W. Engelmann. Bielaszewska, M. et al. (2011), The Lancet Infectious Diseases, 11(9), pp. 671–676.
Mikrobiologischer Überblick und historischer Rückblick
Eitinger, T. (2014) Allgemeine Mikrobiologie. 9. Edited by G. Fuchs and H.G. Schlegel. Georg Thieme Verlag. Blount, Z.D. (2015), eLife, 4, p. e05826. Ruiz, N. and Silhavy, T.J. (2022), Journal of Bacteriology, 204(9), pp. e00230-22.
Genomsequenzierung
Blattner, F.R. et al. (1997), Science, 277(5331), pp. 1453–1462.
Rolle als Darmbakterium
Eckburg, P.B. et al. (2005), Science, 308(5728), pp. 1635–1638. Foster-Nyarko, E. and Pallen, M.J. (2022), FEMS Microbiology Reviews, 46(3).
E. coli auf Münzgeld
Angelakis, E. et al. (2014), Future Microbiology, 9(2), pp. 249–261.
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12.05.2026
12 Minuten
Welches ist das schnellste Lebewesen der Welt? Der Gepard, der mit bis zu 120 km/h sprinten kann? Der Wanderfalke, der im Sturzflug bis zu 350 km/h erreicht? Oder liegt die Antwort vielleicht doch in der Welt der Mikroben? In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! lernen wir Methanocaldococcus jannaschii kennen, eine Archaee, die alle Geschwindigkeitsrekorde knackt. Mit bis zu 500 Körperlängen pro Sekunde schießt sie durch die Welt der hydrothermalen Quellen am Meeresgrund. Wie das geht und warum die Archaee das braucht? Hört rein und findet es heraus!
Kapitel
00:00 – Intro
00:36 – Das schnellste Lebewesen der Welt – eine Mikrobe?
04:33 – Hydrothermale Quellen als Lebensraum
06:34 – Wie und warum Methanocaldococcus jannaschii so schnell ist
09:16 – Hydrothermale Quellen als Ursprung des Lebens
11:17 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Das schnellste Lebewesen der Welt ist die Archaee M. jannaschii. Mit 500 Körperlängen pro Sekunde erreicht es Rekordgeschwindigkeiten, zumindest wenn man die Geschwindigkeit auf die Größe des Lebewesens skaliert.
Methanocaldococcus lebt in hydrothermalen Quellen. Seine Geißeln können die Archaee in den Mineraltürmen verankern, aber auch helfen, sollte die Mikrobe ins umgebende Meer gespült werden. Dann kann sie schnell wieder zu einem Ort mit heißerem Wasser zurückschwimmen.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Pressemeldung der Uni Regensburg ‘Die schnellsten Lebewesen der Welt’
Erste Beschreibung und Genom von M. jannaschii
Jones, W.J. et al. (1983), Archives of Microbiology, 136(4), pp. 254–261.
Thennarasu, S. et al. (2013), Genome Announc, 1(4), pp. e00481-13.
Schwimmverhalten von M. jannaschii
Herzog, B. and Wirth, R. (2012), Appl. Environ. Microbiol., 78(6), pp. 1670–1674.
M. jannaschii am Ursprung des Lebens
Helmbrecht, V. et al. (2025), Nat Ecol Evol, 9(5), pp. 769–778.
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00:00 – Intro
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04:33 – Hydrothermale Quellen als Lebensraum
06:34 – Wie und warum Methanocaldococcus jannaschii so schnell ist
09:16 – Hydrothermale Quellen als Ursprung des Lebens
11:17 – Fazit & Verabschiedung
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Das schnellste Lebewesen der Welt ist die Archaee M. jannaschii. Mit 500 Körperlängen pro Sekunde erreicht es Rekordgeschwindigkeiten, zumindest wenn man die Geschwindigkeit auf die Größe des Lebewesens skaliert.
Methanocaldococcus lebt in hydrothermalen Quellen. Seine Geißeln können die Archaee in den Mineraltürmen verankern, aber auch helfen, sollte die Mikrobe ins umgebende Meer gespült werden. Dann kann sie schnell wieder zu einem Ort mit heißerem Wasser zurückschwimmen.
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Pressemeldung der Uni Regensburg ‘Die schnellsten Lebewesen der Welt’
Erste Beschreibung und Genom von M. jannaschii
Jones, W.J. et al. (1983), Archives of Microbiology, 136(4), pp. 254–261.
Thennarasu, S. et al. (2013), Genome Announc, 1(4), pp. e00481-13.
Schwimmverhalten von M. jannaschii
Herzog, B. and Wirth, R. (2012), Appl. Environ. Microbiol., 78(6), pp. 1670–1674.
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Über diesen Podcast
MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem
wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern
lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus
vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder
eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn
so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die
für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.
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