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Episoden
30.03.2026
1 Minute
Was seht ihr vor eurem inneren Auge, wenn ihr an Mikroben denkt? Wahrscheinlich etwas kugeliges, rundes oder bohnenförmiges. Umso überraschter waren Forschende im Jahre 1980, als sie in einer Wasserprobe aus einem Salzwasserbecken auf ein kleines, lebendiges Quadrat trafen. 25 Jahre sollte es dauern bis Walsby’s square bacterium im Labor kultiviert werden konnte. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! finden wir heraus, warum Haloquadratum walsbyi eigentlich gar kein Bakterium ist, wie es sich vor Austrocknung in extrem salzhaltigen Wasserbecken schützt und wie ihm seine quadratische Form und winzige Gasbläschen bei der Energiegewinnung helfen.
Kapitel
00:00 – Intro
01:17 – Die Entdeckung von Hqr. walsbyi
03:17 – Kultivierungserfolg nach 25 Jahren
04:02 – Die Domänen des Lebens
05:12 – Wie Hqr. walsbyi hohen Salzkonzentrationen widersteht
06:48 – Warum das Quadrat praktisch und gut ist
09:20 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Mit seiner ungewöhnlichen quadratischen Form überraschte Haloquadratum walsbyi Forschende in den 1980er. Dieser Mikrobe lebt in sehr salzhaltigen Gewässern und gehört zur Domäne der Archaeen, die erst in den 1990er Jahren neben den Eukaryoten (zu denen auch Menschen gehören) und den Bakterien anerkannt wurde. Über 25 Jahre vergingen zwischen der ersten Beschreibung und der erfolgreichen Isolation und Kultivierung der kleinen Quadrate. Heute wissen wir, wie sie es schaffen, die salzigen Bedingungen zu überleben und wie ihnen dabei auch ihre quadratische Form hilft. Halomucin, ein archaeles Protein schützt vor Austrocknung und Phagen. Die flache Form mit großer Oberfläche erlaubt eine effiziente Nährstoffaufnahme und Lichtabsorption. Gleichzeitig helfen gasgefüllte Vakuolen den Zellen bei der idealen Positionierung im Wasser.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Übersichtsseite zu Haloquadratum walsbyi inkl. Bildern
Erstbeschreibung von Hqr. walsbyi
Walsby, A.E. (1980), Nature, 283(5742), pp. 69–71.
Erste Erfolgreiche Kultivierung von Hqr. walsbyi
Bolhuis, H., Poele, E.M.T. and Rodriguez-Valera, F. (2004), Environmental Microbiology, 6(12), pp. 1287–1291.
Genomanalyse, formale Beschreibung und Details zur Lebensweise
Bolhuis, H. et al. (2006), BMC Genomics, 7, p. 169
Burns, D.G. et al. (2007), Int J Syst Evol Microbiol, 57(2), pp. 387–392.
Funktionsweise von Halomucin
Zenke, R. et al. (2015), Front Microbiol, 6, p. 249.
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Kapitel
00:00 – Intro
01:17 – Die Entdeckung von Hqr. walsbyi
03:17 – Kultivierungserfolg nach 25 Jahren
04:02 – Die Domänen des Lebens
05:12 – Wie Hqr. walsbyi hohen Salzkonzentrationen widersteht
06:48 – Warum das Quadrat praktisch und gut ist
09:20 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Mit seiner ungewöhnlichen quadratischen Form überraschte Haloquadratum walsbyi Forschende in den 1980er. Dieser Mikrobe lebt in sehr salzhaltigen Gewässern und gehört zur Domäne der Archaeen, die erst in den 1990er Jahren neben den Eukaryoten (zu denen auch Menschen gehören) und den Bakterien anerkannt wurde. Über 25 Jahre vergingen zwischen der ersten Beschreibung und der erfolgreichen Isolation und Kultivierung der kleinen Quadrate. Heute wissen wir, wie sie es schaffen, die salzigen Bedingungen zu überleben und wie ihnen dabei auch ihre quadratische Form hilft. Halomucin, ein archaeles Protein schützt vor Austrocknung und Phagen. Die flache Form mit großer Oberfläche erlaubt eine effiziente Nährstoffaufnahme und Lichtabsorption. Gleichzeitig helfen gasgefüllte Vakuolen den Zellen bei der idealen Positionierung im Wasser.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Übersichtsseite zu Haloquadratum walsbyi inkl. Bildern
Erstbeschreibung von Hqr. walsbyi
Walsby, A.E. (1980), Nature, 283(5742), pp. 69–71.
Erste Erfolgreiche Kultivierung von Hqr. walsbyi
Bolhuis, H., Poele, E.M.T. and Rodriguez-Valera, F. (2004), Environmental Microbiology, 6(12), pp. 1287–1291.
Genomanalyse, formale Beschreibung und Details zur Lebensweise
Bolhuis, H. et al. (2006), BMC Genomics, 7, p. 169
Burns, D.G. et al. (2007), Int J Syst Evol Microbiol, 57(2), pp. 387–392.
Funktionsweise von Halomucin
Zenke, R. et al. (2015), Front Microbiol, 6, p. 249.
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17.03.2026
1 Minute
In den kristallklaren Wassern vor Hawaii lauert eine tödliche Gefahr – zumindest, wenn man eine Garnele ist. Der Hawaiianische Zwergtintenfisch Euprymna scolopes ist ein nachtaktiver Jäger, der sich auf sehr ungewöhnliche Weise vor seinen eigenen Fressfeinden verbirgt: in dem er leuchtet. Diese sogenannte Gegenillumination zur Tarnung erreicht der kleine Tintenfisch allerdings nicht allein, sondern durch eine ungewöhnliche Symbiose mit dem lumineszenten Bakterium Aliivibrio fischeri. Wie diese beiden Meeresbewohner zusammenarbeiten und wie Aliivibrio fischeri dazu beigetragen hat, dass wir in Bakterien nicht nur als einsam herumschwimmende Lebewesen wahrnehmen, erfahrt ihr in der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Hawaiianische Zwergtintenfisch E. scolopes
02:25 – Tarnung durch Leuchten: Die Symbiose von A. fischeri und E. scolopes
05:04 – Wie das Leuchten von A. fischeri reguliert wird (Quorum Sensing)
08:36 – Erstbeschreibung von A. fischeri
09:20 – A. fischeri als Staatsmikrobe und Wassertester
10:23 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Der Hawaiianische Zwergtintenfisch nutzt Gegenillumination, um sich vor Fressfeinden zu verbergen. Durch das Leuchten von Aliivibrio fischeri, die in seinem Leuchtorgan leben, imitiert er die Reflektionen von Mondlicht auf dem Wasser und wird dadurch nahezu unsichtbar. Das Leuchten von A. fischeri ist streng reguliert und an den circadianen Rhythmus des Tintenfisches angepasst. Die Bakterien stimmen sich untereinander durch einen Prozess ab, der sich Quorum Sensing nennt. Nur wenn genug von ihnen am selben Ort sind, beginnen sie zu leuchten.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder, Videos und weitere Infos zu E. scolopes
Symbiose mit E. scolopes
Nyholm, S.V. and McFall-Ngai, M.J. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), pp. 666–679.
Visick, K.L., Stabb, E.V. and Ruby, E.G. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), p. 654.
Quorum Sensing in A. fischeri
Mandel, M.J. et al. (2012), Appl. Env. Microbiol., 78(13), pp. 4620–4626.
Septer, A.N. and Visick, K.L. (2024), J. Bacteriol. 206(5), pp. e00035-24.
Geschichte und Namensgebung
Urbanczyk, H. et al. (2007), Int. J. Syst. and Evol. Microbiol., 57(12), pp. 2823–2829.
Anwendung in Wasserqualitätstests
Backhaus, T. et al. (1997), Chemosphere, 35(12), pp. 2925–2938.
Erzinger, G.S. et al. (2018), Bioassays. Elsevier, pp. 241–262.
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Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Hawaiianische Zwergtintenfisch E. scolopes
02:25 – Tarnung durch Leuchten: Die Symbiose von A. fischeri und E. scolopes
05:04 – Wie das Leuchten von A. fischeri reguliert wird (Quorum Sensing)
08:36 – Erstbeschreibung von A. fischeri
09:20 – A. fischeri als Staatsmikrobe und Wassertester
10:23 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Der Hawaiianische Zwergtintenfisch nutzt Gegenillumination, um sich vor Fressfeinden zu verbergen. Durch das Leuchten von Aliivibrio fischeri, die in seinem Leuchtorgan leben, imitiert er die Reflektionen von Mondlicht auf dem Wasser und wird dadurch nahezu unsichtbar. Das Leuchten von A. fischeri ist streng reguliert und an den circadianen Rhythmus des Tintenfisches angepasst. Die Bakterien stimmen sich untereinander durch einen Prozess ab, der sich Quorum Sensing nennt. Nur wenn genug von ihnen am selben Ort sind, beginnen sie zu leuchten.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder, Videos und weitere Infos zu E. scolopes
Symbiose mit E. scolopes
Nyholm, S.V. and McFall-Ngai, M.J. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), pp. 666–679.
Visick, K.L., Stabb, E.V. and Ruby, E.G. (2021), Nat. rev. Microbiol., 19(10), p. 654.
Quorum Sensing in A. fischeri
Mandel, M.J. et al. (2012), Appl. Env. Microbiol., 78(13), pp. 4620–4626.
Septer, A.N. and Visick, K.L. (2024), J. Bacteriol. 206(5), pp. e00035-24.
Geschichte und Namensgebung
Urbanczyk, H. et al. (2007), Int. J. Syst. and Evol. Microbiol., 57(12), pp. 2823–2829.
Anwendung in Wasserqualitätstests
Backhaus, T. et al. (1997), Chemosphere, 35(12), pp. 2925–2938.
Erzinger, G.S. et al. (2018), Bioassays. Elsevier, pp. 241–262.
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03.03.2026
11 Minuten
Biologisch abbaubare Kabel, die unsere elektronischen Geräte mit Strom versorgen und dabei ganz aus Bakterien bestehen? Das klingt wie aus einem Science-Fiction Roman, ist aber näher an der Realität als man vielleicht denkt. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! beschäftigen wir uns mit Candidatus Electronema, einer Gattung von Kabelbakterien. Diese haben die Fähigkeit Elektronen aus sauerstoffarmen in sauerstoffreiche Sedimentschichten zu übertragen. Damit haben sie sich eine einzigartige ökologische Nische erarbeitet. Wenn ihr wissen wollt, wie das funktioniert und wie dieser Prozess genutzt werden kann, hört gerne rein!
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Die Entdeckung von Candidatus Electronema
03:52 – Strom leiten als Überlebensstrategie
07:03 – Electronema als echtes Kabel
07:54 – Einsatz zur Bioremediation und Reduktion von Treibhausgasemissionen
09:44 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Candidatus Electronema ist in der Lage Elektronen, also Strom, zu leiten. Dazu schließen sich zehntausende Bakterien zu einem mehrere Zentimeter langen, kabelartigen Filamenten zusammen. Ihre einzigartige Fähig erlaubt es Candidatus Electronema, im tiefen Sediment von Flüssen, Seen und Meeren zu überleben. Dort können sie auch in sauerstoffarmen Schichten Sulfide zur Energiegewinnung nutzen. Die anfallenden Elektronen werden dann entlang der Filamente in sauerstoffreiche Regionen transportiert, wo sie dann abgegeben werden können. In Zukunft könnte Candidatus Electronema in der Bioremediation zur Reinigung belasteter Gewässer, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Reisanbau und eventuell als Basis für biobasierte elektronische Materialien eingesetzt werden.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Entdeckung von Candidatus Electronema
Nielsen, L.P. et al. (2010), Nature, 463(7284), pp. 1071–1074.
Pfeffer, C. et al. (2012), Nature, 491(7423), pp. 218–221.
Nickel-haltige Proteinfasern leiten Elektronen
Boschker, H.T.S. et al. (2021), Nature Communications, 12(1), p. 3996.
Kabelbakterien in der Bioremediation
Dong, M. et al. (2024), Trends in Microbiology, 32(7), pp. 697–706.
Scholz, V.V. et al. (2020), Nature Communications,11(1), p. 1878.
Entdeckung weiterer Kabelbakterien-Arten
Hiralal, A. et al. (2025), Geomicrobiology, 91(5), pp. e02502-24.
Pressemeldung VAAM zur Mikrobe des Jahres 2024, inkl. Bildern
Kunstinstallation von Anna Pasco Bolta
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Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Die Entdeckung von Candidatus Electronema
03:52 – Strom leiten als Überlebensstrategie
07:03 – Electronema als echtes Kabel
07:54 – Einsatz zur Bioremediation und Reduktion von Treibhausgasemissionen
09:44 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Candidatus Electronema ist in der Lage Elektronen, also Strom, zu leiten. Dazu schließen sich zehntausende Bakterien zu einem mehrere Zentimeter langen, kabelartigen Filamenten zusammen. Ihre einzigartige Fähig erlaubt es Candidatus Electronema, im tiefen Sediment von Flüssen, Seen und Meeren zu überleben. Dort können sie auch in sauerstoffarmen Schichten Sulfide zur Energiegewinnung nutzen. Die anfallenden Elektronen werden dann entlang der Filamente in sauerstoffreiche Regionen transportiert, wo sie dann abgegeben werden können. In Zukunft könnte Candidatus Electronema in der Bioremediation zur Reinigung belasteter Gewässer, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen im Reisanbau und eventuell als Basis für biobasierte elektronische Materialien eingesetzt werden.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Entdeckung von Candidatus Electronema
Nielsen, L.P. et al. (2010), Nature, 463(7284), pp. 1071–1074.
Pfeffer, C. et al. (2012), Nature, 491(7423), pp. 218–221.
Nickel-haltige Proteinfasern leiten Elektronen
Boschker, H.T.S. et al. (2021), Nature Communications, 12(1), p. 3996.
Kabelbakterien in der Bioremediation
Dong, M. et al. (2024), Trends in Microbiology, 32(7), pp. 697–706.
Scholz, V.V. et al. (2020), Nature Communications,11(1), p. 1878.
Entdeckung weiterer Kabelbakterien-Arten
Hiralal, A. et al. (2025), Geomicrobiology, 91(5), pp. e02502-24.
Pressemeldung VAAM zur Mikrobe des Jahres 2024, inkl. Bildern
Kunstinstallation von Anna Pasco Bolta
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17.02.2026
1 Minute
Im April 1862 tobt der amerikanische Bürgerkrieg in Tennesse. Verletzte Soldaten entdecken ein unheimliches Leuchten, den Angel’s Glow auf ihren Wunden, der dafür zu sorgen scheint, dass sich keine Infektionen bilden und Wunden schneller heilen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Spurensuche, die uns ins Erdreich führt. Wir schauen uns an, wie Photorhabdus luminescens eng mit Würmern und Pflanzen zusammenlebt, als Insektizid wirken kann und was das alles mit erfolgreicher Wundheilung zu tun hat.
Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Engelsglanz – Leuchtende Heilung in der Schlacht von Shiloh
03:49 – P. luminescens in Symbiose mit Fadenwürmern
06:37 – Wie P. luminescens Infektionen verhindern konnte
09:38 – Arbeitsteilung im Erdboden
11:02 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Während der Schlacht von Shiloh im amerikanischen Bürgerkrieg 1862 trat das Phänomen des Engelsglanzes auf. Offene Wunden der Soldaten schienen grünlich zu leuchten und schneller zu heilen. Der Grund für den Engelsglanz ist vermutlich das Bakterium Photorhabdus luminescens, wie die Schüler Bill Martin und Jon Curtis ermitteln konnten. P. luminescens ist eigentlich ein Bodenbakterium, dass in Symbiose mit Fadenwürmern Jagd auf Insekten macht. Ein Teil einer Population geht aber auch eine enge Bindung mit Pflanzen ein. Für die Differenzierung ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation erforderlich.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier,
Links & weitere Infos
Allgemeine Artikel zum Phänomen des Angel’s Glow
https://www.thenakedscientists.com/articles/science-features/photorhabdus-luminescens-angels-glow
https://allthatsinteresting.com/angels-glow
Beschreibung von Photorhabdus luminescens und Symbiose
Clarke, D. J. (2008a). Microbiology Today, 35(4), 180–183. Clarke, D. J. (2008b). Cellular Microbiology, 10(12), 2369–2377. Dominelli, N. & Heermann, R. (2021). Freund oder Feind? — Die zwei Gesichter von Photorhabdus luminescens.
Toxine und Pathogenität
Daborn, P. J. et al. (2002). Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 10742–10747.
Unterschiede von Primär- und Sekundärzellen
Eckstein, S. et al. (2019). Appl. Environ. Microbiol., 85(24), e01910-19.
Eintrag im MicrobeWiki
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Kapitel
00:00 – Intro
01:32 – Der Engelsglanz – Leuchtende Heilung in der Schlacht von Shiloh
03:49 – P. luminescens in Symbiose mit Fadenwürmern
06:37 – Wie P. luminescens Infektionen verhindern konnte
09:38 – Arbeitsteilung im Erdboden
11:02 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
Während der Schlacht von Shiloh im amerikanischen Bürgerkrieg 1862 trat das Phänomen des Engelsglanzes auf. Offene Wunden der Soldaten schienen grünlich zu leuchten und schneller zu heilen. Der Grund für den Engelsglanz ist vermutlich das Bakterium Photorhabdus luminescens, wie die Schüler Bill Martin und Jon Curtis ermitteln konnten. P. luminescens ist eigentlich ein Bodenbakterium, dass in Symbiose mit Fadenwürmern Jagd auf Insekten macht. Ein Teil einer Population geht aber auch eine enge Bindung mit Pflanzen ein. Für die Differenzierung ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation erforderlich.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier,
Links & weitere Infos
Allgemeine Artikel zum Phänomen des Angel’s Glow
https://www.thenakedscientists.com/articles/science-features/photorhabdus-luminescens-angels-glow
https://allthatsinteresting.com/angels-glow
Beschreibung von Photorhabdus luminescens und Symbiose
Clarke, D. J. (2008a). Microbiology Today, 35(4), 180–183. Clarke, D. J. (2008b). Cellular Microbiology, 10(12), 2369–2377. Dominelli, N. & Heermann, R. (2021). Freund oder Feind? — Die zwei Gesichter von Photorhabdus luminescens.
Toxine und Pathogenität
Daborn, P. J. et al. (2002). Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 10742–10747.
Unterschiede von Primär- und Sekundärzellen
Eckstein, S. et al. (2019). Appl. Environ. Microbiol., 85(24), e01910-19.
Eintrag im MicrobeWiki
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03.02.2026
13 Minuten
Im Film von 1982 kämpft „Conan, der Barbar“ in rauen Landschaften gegen übermächtige Gegner. Nicht weniger beeindruckend ist Deinococcus radiodurans, das wegen seiner extremen Strahlenresistenz auch „Conan, das Bakterium“ heißt. Wie Mikroben Strahlung überstehen, die über 5.000-mal stärker ist als jede natürliche Belastung auf der Erde, erfahrt ihr in dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß!
Kapitel
00:00 – Intro
01:33 – Die Entdeckung von D. radiodurans
03:29 – Warum D. radiodurans Rekordhalter in Strahlungsresistenz ist
07:51 – Warum Bakterien überhaupt Strahlung aushalten
10:13 – Deinococcus im Weltall und Anwendungen in der Wissenschaft
12:18 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
D. radiodurans wurde 1956 bei Sterilisationstests für Konserven entdeckt. Es übersteht über die 1.000-fache Strahlendosis eines Menschen – dank einer hocheffizienten DNA-Reparatur, die eigentlich der Trockenheitsresistenz dient. In der Forschung spielt Deinococcus eine wichtige Rolle: Es war auf der ISS, hilft bei der Reinigung radioaktiv verseuchter Abwässer und dient der Entwicklung langlebiger DNA-Speicher.
Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier.
Links & weitere Infos
Bilder von D. radiodurans
Entdeckung von Deinococcus radiodurans
Anderson et al. (1956) Radiat. Res. 5(2): 187-198.
Strahlungsresistenz & DNA-Reparatur
Cox (2005). Nat. Rev. Microbiol. 3 (11): 882–892.
Makarova et al. (2001) Microbiol. Mol. Biol. Rev. 65(1): 44-79.
Battista (1997) Annu. Rev. Microbiol. 51: 203-224.
Zahradka et al. (2006) Nature 443(7111):569-573.
White et al. (1999) Science 286(5444): 1571-1577.
Daly (2012) DNA Repair (Amst). 11(1):12-21.
Weltall & weitere Anwendungen
Kawaguchi et al. (2020) Front. Microbiol. 11: 2050.
Brim et al. (2003) Appl. Environ. Microbiol. 69(8): 4575-4583.
Wong et al. (2003). Commun. ACM 46 95–98.
Kapitel
00:00 – Intro
01:33 – Die Entdeckung von D. radiodurans
03:29 – Warum D. radiodurans Rekordhalter in Strahlungsresistenz ist
07:51 – Warum Bakterien überhaupt Strahlung aushalten
10:13 – Deinococcus im Weltall und Anwendungen in der Wissenschaft
12:18 – Fazit & Verabschiedung
Was ihr in dieser Folge lernen konntet…
D. radiodurans wurde 1956 bei Sterilisationstests für Konserven entdeckt. Es übersteht über die 1.000-fache Strahlendosis eines Menschen – dank einer hocheffizienten DNA-Reparatur, die eigentlich der Trockenheitsresistenz dient. In der Forschung spielt Deinococcus eine wichtige Rolle: Es war auf der ISS, hilft bei der Reinigung radioaktiv verseuchter Abwässer und dient der Entwicklung langlebiger DNA-Speicher.
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Bilder von D. radiodurans
Entdeckung von Deinococcus radiodurans
Anderson et al. (1956) Radiat. Res. 5(2): 187-198.
Strahlungsresistenz & DNA-Reparatur
Cox (2005). Nat. Rev. Microbiol. 3 (11): 882–892.
Makarova et al. (2001) Microbiol. Mol. Biol. Rev. 65(1): 44-79.
Battista (1997) Annu. Rev. Microbiol. 51: 203-224.
Zahradka et al. (2006) Nature 443(7111):569-573.
White et al. (1999) Science 286(5444): 1571-1577.
Daly (2012) DNA Repair (Amst). 11(1):12-21.
Weltall & weitere Anwendungen
Kawaguchi et al. (2020) Front. Microbiol. 11: 2050.
Brim et al. (2003) Appl. Environ. Microbiol. 69(8): 4575-4583.
Wong et al. (2003). Commun. ACM 46 95–98.
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Über diesen Podcast
MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem
wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern
lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus
vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder
eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn
so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die
für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.
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