Europas politische Mitte unter Druck – zwischen Machtverlust, Populismus und neuer Verantwortung

Europas politische Mitte unter Druck – zwischen Machtverlust, Populismus und neuer Verantwortung

vor 2 Tagen
Im Gespräch mit Klaus Welle
27 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Tagen
Die politische Mitte in Europa steht unter wachsendem Druck.
Veränderte Mehrheitsverhältnisse, zunehmende Wählerbewegungen und
erstarkende politische Ränder fordern das Gleichgewicht heraus. Was
lange als verlässlicher Stabilitätsanker galt, verliert an
Bindekraft. Insbesondere Mitte-Rechts-Parteien sehen sich dabei mit
einer doppelten Herausforderung konfrontiert: Sie müssen integrativ
wirken und zugleich klare politische Positionen vertreten.
Nationale Interessen gewinnen an Gewicht, während die Koordination
innerhalb der politischen Mitte komplexer wird. Parallel dazu nimmt
der Einfluss rechtspopulistischer Kräfte zu – und mit ihm die
strategische Frage, ob Abgrenzung oder Einbindung der
zielführendere Umgang ist. Diese Entwicklungen bleiben nicht ohne
Folgen: Sie betreffen die politische Handlungsfähigkeit der
Europäischen Union ebenso wie Fragen der Außen- und
Sicherheitspolitik und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in
politische Institutionen. Vor diesem Hintergrund stellen sich
zentrale Fragen: Verändert der Rechtsruck in Europa die Agenda der
EU? Wie belastbar ist die politische Mitte aktuell? Und welche
Strategien sind im Umgang mit populistischen Akteuren tatsächlich
wirksam? Darüber spricht Magdalena Falkner mit Klaus Welle,
Vorsitzender des Akademischen Rats des Wilfried Martens Centre for
European Studies und ehemaliger Generalsekretär des Europäischen
Parlaments.
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