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Beschreibung
vor 4 Tagen
Warum wurde ausgerechnet Hamburg zur mächtigsten Handelsstadt
Nordeuropas – und nicht das benachbarte Altona?
Die Antwort ist alles andere als selbstverständlich. Denn Hamburg
war im 17. Jahrhundert keine Freihandelsstadt. Im Gegenteil: Ein
starres System aus Stapelzwang, Zöllen und Handelsvorschriften
behinderte den Durchgangshandel massiv. Jede Ware, die Hamburg
passierte, musste ausgeladen, gelagert und verzollt werden – ein
bürokratischer Albtraum für den internationalen Handel.
Und dann geschah etwas, das den Hamburger Rat in Panik versetzte:
Das dänische Altona, nur wenige Kilometer elbabwärts, bot den
Kaufleuten plötzlich alles, was Hamburg verweigerte. Niedrigere
Zölle. Freien Transit. Weniger Vorschriften. Und die Händler
begannen abzuwandern.
Richard Ehrenberg erzählt die packende Geschichte eines über
hundert Jahre währenden Ringens zwischen zwei Lagern: den
Fiskalisten im Rat, die ihre Zolleinnahmen nicht aufgeben
wollten, und der Kaufmannschaft, die erkannte, dass der Hamburger
Handel an seiner eigenen Enge zu ersticken drohte. Es ist ein
zähes Ringen um jede einzelne Liberalisierung – gegen
Bedenkenträger, Monopolisten und eine Obrigkeit, die an
kurzfristigen Einnahmen hing.
Am Ende gewann die Freiheit – aber nicht aus Überzeugung, sondern
weil die Konkurrenz Hamburg keine andere Wahl ließ.
Steuerwettbewerb als Befreiungsinstrument: Was damals Altona
gegen Hamburg war, ist heute Irland gegen die EU, Singapur gegen
seine Nachbarn.
Eine Geschichte, die zeigt: Handelsfreiheit fällt nicht vom
Himmel. Sie muss gegen Widerstände erkämpft werden – damals wie
heute.
Hier geht´s zum Buch:
Richard Ehrenberg – Wie wurde Hamburg groß?
Weitere Bücher zum Thema:
Ludwig von Mises – Gewinn und Verlust
Amilcare Puviani – Theorie der sanften Plünderung
Ludwig von Mises – Die Bürokratie
Richard Cantillon – Abhandlung über die Natur des Handels
imallgemeinen
Frédéric Bastiat – Die Trugschlüsse der Schutzzöllner
Eugen von Böhm-Bawerk - Macht oder ökonomisches Gesetz?
Kurt Tucholsky – Die Beamtenpest
Frédéric Bastiat – Was man sieht und was man nicht sieht
Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und
Wirtschaftsgeschichte klicke hier (oeconimus.com)
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