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Beschreibung
vor 1 Tag
Im aktuellen Rückblick sprechen wir über die Gründe von OpenAI,
Sora 2 einzustellen. Google dominiert Bildmodelle,
ByteDance/Seedance 2.0 setzt neue Maßstäbe bei Video.
KI-Restaurierung, Kriegspropaganda und KI-Influencer
destabilisieren Erinnerung, Wahrheit und politische
Kommunikation.
Wie lassen sich KI-Training, Nutzung und Vergütung fair
regulieren? Fotograf:innen geraten ökonomisch unter Druck,
besonders bei Brot-und-Butterjobs und hybrider Postproduktion.
Wir fragen unsere Gäste: Dr. Anke Schierholz, Leiterin der
Rechtsabteilung der VG Bildkunst und Christoph Künne,
Kulturwissenschaftler und Mitbegründer des DOCMA Magazins.
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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter der
Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat und
Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit wechselnden
Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf Fotografie.
HIGHLIGHTS
(00:08) - Sora 2 wird eingestellt
OpenAI beendet Sora 2 offiziell wegen Rechenkapazitäten und
neuer Prioritäten wie Weltsimulation und Robotik.
(02:57) - OpenAI verliert den Vorsprung
Sora 2 sollte offenbar vom Profi-Tool zum Mainstream-Produkt
werden. Diese Strategie scheint gescheitert, während OpenAI bei
Bild, Video und Coding nicht mehr eindeutig vorne liegt.
(04:21) - Bildmodelle: Google vorn, Midjourney schwächelt
Google/Nano Banana bleibt vorn. Midjourney 8 wirkt trotz
neuer Architektur wie ein Dinosaurier.
(09:23) - Google gegen ByteDance im Video-Wettbewerb
Google setzt auf billigere Light-/Fast-Versionen, Seedance
2.0 von ByteDance auf Qualität. Nach Hollywood-Druck reagiert
ByteDance mit Kennzeichnung, Watermarking und Filtern für
geschützte Figuren oder echte Gesichter.
(15:10) - KI-Restaurierung und Erinnerung
KI-Restaurierung alter Fotos kann emotional stärkere Bilder
erzeugen, verändert aber oft Gesichter und Charaktere.
(18:13) - Authentizität oder Wirkung?
Boris fragt, ob dokumentarische Authentizität nötig ist, wenn
ein verfälschtes Bild emotional stärker wirkt.
(20:33) - KI-Propaganda und synthetische Influencer
KI-generierte Bilder destabilisieren Kriegskommunikation,
Quellenvertrauen und historische Rekonstruktion. Figuren wie
„Jessica Foster“ zeigen, wie KI-Influencer politische,
militärische und erotische Fantasien bedienen.
Zu Gast: Dr Anke Schierholz und Christoph Künne
(23:34) - Fotografie, Einkommen und KI-Schock
Der zweite Teil fragt, was mit fotografischen Einnahmen
passiert, wenn Bilder für Centbeträge generiert werden.
(25:49) - Von Photoshop zu KI-Workflows
Bildbearbeitung verschiebt sich von klassischer Retusche zu
generativen Workflows. Kund:innen erwarten zunehmend hybride
Arbeit aus Foto und KI.
(28:07) - Fotobranche unter Druck
Besonders gefährdet sind Brot-und-Butterjobs, die oft
anspruchsvollere Arbeit mitfinanzieren.
(32:30) - KI-Nutzung als Stigma
Viele Fotograf:innen nutzen KI längst für Retusche oder
Postproduktion, sprechen aber ungern darüber.
(36:08) - Der gordische Knoten der Vergütung
KI-Systeme nutzen geistiges Eigentum vergangener Jahre und
bedrohen nun diejenigen, die davon leben wollten. Ein globales
Vergütungssystem wirkt unrealistisch.
(37:48) - Umsatzbeteiligung und Nachweisproblem
Anke hält Umsatzbeteiligung für denkbar, dafür müsste
Training aber klar lizenzpflichtig werden. Das Hauptproblem
bleibt: Urheber:innen können meist kaum beweisen, dass ihre Werke
genutzt wurden.
(45:01) - KI-Bilder und Schutzfähigkeit
Boris fragt, ob komplex erzeugte KI-Bilder wie „The
Electrician“ meldbar sein können.
(49:18) - KI als Kulturbruch
KI wird mit früheren Medienumbrüchen wie Fotografie und
Digitalisierung verglichen. Neu ist die Breite: KI verändert
nicht nur Bilder, sondern Arbeit, Denken und Zusammenleben.
(53:50) - Das Mehl darf nicht gratis sein
Das TDM-Fundament muss neu gefasst werden, damit kreative
Arbeit nicht weiter kostenloser Rohstoff bleibt. Auch der Bäcker
bekommt sein Mehl nicht umsonst.
#deutscherfotorat #kibilder #fotografie
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