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Photonen und Pixel
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Beschreibung
vor 1 Woche
KI raus aus dem Rampenlicht? In Arles war sie deutlich seltener –
doch Kennzeichnung und künstlerischer Wert bleiben heiß umkämpft.
Wo endet Fotografie und wo beginnt KI? Von manipulierten Selfies
bis zu synthetischen Bildern wird Authentizität zum neuen
Minenfeld.Meta, Google und Gesetzgeber suchen nach Regeln für
Deepfakes, KI-Labels und menschenähnliche Agenten – bisher eher
Flickenteppich als klare Lösung. Jetzt kommen MCP Agenten und
Skills: Kreative Workflows, Bildauswahl und Geschmack werden
automatisierbar – und vielleicht bald sogar der ganze Podcast.
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Im KI-Podcast unterhalten sich Dr. Jürgen Scriba, Leiter
der Arbeitsgruppe "Technischer Fortschritt" / Deutscher Fotorat
und Boris Eldagsen (Mitglied der Arbeitsgruppe) mit
wechselnden Gästen über aktuelle Auswirkungen von KI auf
Fotografie.
Feedback, Wünsche und Anregungen bitte an
ki(at)deutscher-fotorat.de
HIGHLIGHTS:
(00:08) : Rückblick auf die Fotofestivals in Arles: Trotz
großer Hitze war die diesjährige Ausgabe überzeugender als die
beiden Vorjahre. KI-Bilder waren deutlich weniger präsent.
(01:57) : Eine Arbeit von Jordan Beal aus Martinique zeigt
KI-Motive, die vom Bildschirm mit Polaroid fotografiert und
vergrößert wurden. Die formale Idee ist verständlich, der
inhaltliche Zusammenhang bleibt unklar.
(07:37) : Anhand eines Selfies mit Fontcuberta unterscheidet
Boris authentische Fotos, KI-manipulierte Bilder und vollständig
generierte Szenen.
(09:37) : Ein KI-Talk in Arles war besser als im Vorjahr, er
fragte, ob Fotografie noch Künstler braucht. Relevante Themen
wurden berührt, doch die eingeladenen Expertinnen, unter anderem
von der FH Dortmund, arbeiteten selbst nicht praktisch mit KI.
(14:54) : Meta plante kurzzeitig, Instagram-Nutzern die
KI-Verarbeitung fremder Bilder zu erlauben. Die Opt-out-Lösung
war unpraktisch und nicht rückwirkend; nach Protesten wurde das
Vorhaben zurückgezogen.
(20:07) : Plattformen führen KI-Kennzeichnungen ein, etwa
Instagram-Labels oder Hinweise bei Google-Anzeigen. Die Lösungen
bleiben uneinheitlich und technisch eingeschränkt.
(21:51) : Neue Regeln und Verfahren sollen synthetische
Darsteller und Deepfakes kenntlich machen. Googles unsichtbare
Kennzeichnung SynthID hilft, mit Google-Werkzeugen erzeugte
Inhalte zu erkennen.
(22:54) : In China werden menschenähnliche KI-Agenten stärker
eingeschränkt, besonders zum Schutz Minderjähriger vor
emotionaler Abhängigkeit. In den USA stehen häufiger Suizid und
Selbstverletzung im Mittelpunkt.
(24:29) : Ein Deal zwischen Getty Images und OpenAI scheint
eher die Bebilderung von Suchergebnissen mit echten Pressefotos
als das KI-Training zu betreffen. Die Details bleiben unklar.
(28:11) : Bei Bildmodellen gilt nicht mehr automatisch: neuer
ist besser. Sie unterscheiden sich nach Qualität,
Geschwindigkeit, Reasoning und Preis; für anspruchsvolle Aufgaben
bleibt oft die Pro-Variante überlegen.
(34:06) : Aggregator-Plattformen erschweren Preisvergleiche
durch eigene Token-Währungen. Meta bietet sein Bildmodell derzeit
kostenlos an; ein Videomodell ist angekündigt.
(36:18) : Bei Videomodellen verschärft sich der Wettbewerb.
Längere Clips, viele Referenzbilder und gezielte Änderungen
werden möglich, doch Veröffentlichungen verzögern sich oft.
(38:23) : Ein neuer Trend sind CLI-, MCP- und
Agenten-Workflows: Bild- und Videogenerierung wandert vom Browser
ins Terminal und lässt sich stärker automatisieren.
(40:40) : Wiederverwendbare „Skills“ sollen persönliche
Arbeitsweisen und Vorlieben abbilden. Mit „Record and Replay“
können Abläufe aufgezeichnet und als KI-Fähigkeit weitergegeben
werden.
(43:19) : So könnten Bildauswahl, Geschmack und kreative
Routinen ausgelagert werden. Das eröffnet neue Geschäftsmodelle,
bedroht aber klassische kreative Arbeit.
(44:28) : Zum Schluss wird scherzhaft gefragt, wann auch der
Podcast von KI-Avataren übernommen wird. Themenvorschläge sollen
künftig per E-Mail eingesendet werden.
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