Jeder braucht eine Julia! Mit Franziska Schmid von mycelia.education.

Jeder braucht eine Julia! Mit Franziska Schmid von mycelia.education.

vor 1 Woche
1 Stunde 7 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche

Bildung wird entlang der Orte bewertet, an denen sie stattfindet,
und weniger entlang der Qualität dessen, was dort tatsächlich
gelernt wird. Im neuen BildungsGründerPodcast spreche ich mit
Franziska Schmid darüber, wie ein Bildungssystem aussehen könnte,
das Lernen nicht nur organisiert, sondern auch präziser
wahrnimmt. Wir sprechen
über Makerspaces, außerschulische
Lernorte und Lernumgebungen, in denen junge
Menschen gestalten, iterieren, Verantwortung übernehmen und
dadurch Kompetenzen entwickeln, die im schulischen Alltag oft nur
am Rand sichtbar werden.


Wir sprechen auch
über Fehlerkultur als Form von
Kompetenzaufbau und über die pädagogische Bedeutung von Praxis.
Der Punkt ist dabei nicht das Produkt am Ende, sondern der
Lernprozess selbst: Probleme lösen, mit Material arbeiten, im
Team weiterdenken, Rückschläge verarbeiten und aus offenen
Situationen etwas Tragfähiges entwickeln. Gerade darin zeigt
sich, dass Kompetenzen oft dort
besonders klar hervortreten, wo Lernen nicht vollständig in
Fächergrenzen, Zuständigkeiten und klassische Nachweisformate
passt.


Wir sprechen außerdem über Open Educational
Badges, über ESCO als gemeinsamen Kompetenzrahmen und
über die Frage, wie nonformale
Lernprozesse gesellschaftlich lesbarer werden
können. Dahinter steht eine größere Systemfrage: Wenn reale
Lernwege vielfältiger werden, braucht es Formen der Beschreibung,
die dieser Vielfalt gerecht werden, ohne sie sofort wieder zu
groben Kategorien zu verdichten. Die Folge verbindet damit
Bildungsinnovation, Organisationslogik und die Suche nach einer
präziseren Sprache für das, was Menschen tatsächlich können.


– ESCO: Europäischer Kompetenzrahmen für Skills, Competences und
Occupations, auf den im Gespräch als gemeinsames Referenzsystem
für Kompetenzbeschreibungen Bezug genommen
wird. https://esco.ec.europa.eu/en (EU Language
Selection)


– STARK-App: Berufsorientierungs-App aus dem Form21-Kontext, die
in der Folge als Beispiel für stärkenorientierte
Selbsteinschätzung genannt
wird. https://www.stark-app.de/ (My Site)


– Form21: Bildungsunternehmen hinter der STARK-App und Teil des
im Podcast besprochenen organisationalen
Umfelds. https://www.form21.org/general (My Site)


– Junge Tüftler*innen: Gemeinnützige Organisation für Maker
Education und außerschulische Lernorte, die im Gespräch eine
zentrale Rolle
spielt. https://junge-tueftler.de/ (Junge Tüftler)


– Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND): Netzwerk
für Sozialunternehmen, das im Podcast als relevanter Bezugspunkt
im Feld genannt wird. https://www.send-ev.de/ (SEND)


– Open Educational Badges: Plattform und Praxis digitaler
Kompetenznachweise, über die im Gespräch ausführlich gesprochen
wird. https://openbadges.education/ (openbadges.education)


Franziska Schmid ist Bildungsunternehmerin und Mitgründerin
mehrerer Bildungsinitiativen an der Schnittstelle von Schule,
Zukunftskompetenzen und lebenslangem Lernen. Sie arbeitet zu
Themen wie Maker Spaces, KI, Kompetenznachweisen und der Frage,
wie Lernen auch außerhalb klassischer Noten sichtbar und wertvoll
werden kann.
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