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Beschreibung
vor 4 Tagen
Thema von Folge 41 des Data Navigator Podcast ist die Perspektive
eines Startups, das sein Geschäftsmodell unmittelbar auf den Data
Act aufbaut. Unser Gast ist Philip Schütz, Gründer von Data
Revolution und zugleich Datenschutzexperte bei Mercedes-Benz.
Philip bringt eine ungewöhnliche Kombination mit: Als
Politikwissenschaftler hat er bei Fraunhofer den
Gesetzgebungsprozess der DSGVO wissenschaftlich begleitet und
anschließend in Unternehmen im Datenschutz gearbeitet. Über die
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Data Act im Rahmen
eines Kommentarprojekts zur EU-Digitalgesetzgebung entstand die
Idee zur Gründung von Data Revolution. Wir erfahren, was Data
Revolution konkret macht: Das Tech-Startup schaltet sich zwischen
Dateninhaber und Datennutzer, bereitet die nach dem Data Act
herauszugebenden Rohdaten auf und macht sie für Datennutzer
verwertbar – von der Analyse über die Visualisierung bis zur
Integration in bestehende Geschäftsprozesse. Daneben bietet das
Startup KMUs Unterstützung bei der Data-Act-Compliance auf
Dateninhaber-Seite. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf den
praktischen Erfahrungen aus dem Agritech- und Fahrzeugdatenbereich.
Philip berichtet aus erster Hand: Bei einem Traktorenhersteller
konnten 750 Datenarten als CSV-Download abgerufen werden –
Echtzeitzugriff über eine API wurde aber mit Verweis auf fehlende
Infrastruktur verweigert. Ein anderer großer Hersteller stellt zwar
eine API bereit, liefert aber nur fünf Datenarten. Im
Fahrzeugdatenbereich wiederum werden für Echtzeitzugriff Kosten von
20 bis 30 Euro pro Fahrzeug pro Monat verlangt – ein Betrag, der
innovative Geschäftsmodelle im Keim ersticken kann. Ausführlich
diskutieren wir die Frage, warum der Data Act am Markt noch nicht
angekommen ist: Viele Unternehmen nehmen ihn eher als regulativen
Bremsschuh wahr statt als Enabler. Selbst in der Startup-Szene
kennt kaum jemand den Data Act. Philip schildert auch, wie sein
Team mit Themen wie Vertraulichkeit und Geschäftsgeheimnisschutz
umgeht – gerade im B2B-Kontext erwarten Kunden, dass ihre Daten in
ihrer Hoheit bleiben. Zum Abschluss formuliert Philip klare
Forderungen: Die Bundesnetzagentur als künftige Aufsichtsbehörde
müsse Non-Compliance konsequent verfolgen.
eines Startups, das sein Geschäftsmodell unmittelbar auf den Data
Act aufbaut. Unser Gast ist Philip Schütz, Gründer von Data
Revolution und zugleich Datenschutzexperte bei Mercedes-Benz.
Philip bringt eine ungewöhnliche Kombination mit: Als
Politikwissenschaftler hat er bei Fraunhofer den
Gesetzgebungsprozess der DSGVO wissenschaftlich begleitet und
anschließend in Unternehmen im Datenschutz gearbeitet. Über die
wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Data Act im Rahmen
eines Kommentarprojekts zur EU-Digitalgesetzgebung entstand die
Idee zur Gründung von Data Revolution. Wir erfahren, was Data
Revolution konkret macht: Das Tech-Startup schaltet sich zwischen
Dateninhaber und Datennutzer, bereitet die nach dem Data Act
herauszugebenden Rohdaten auf und macht sie für Datennutzer
verwertbar – von der Analyse über die Visualisierung bis zur
Integration in bestehende Geschäftsprozesse. Daneben bietet das
Startup KMUs Unterstützung bei der Data-Act-Compliance auf
Dateninhaber-Seite. Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf den
praktischen Erfahrungen aus dem Agritech- und Fahrzeugdatenbereich.
Philip berichtet aus erster Hand: Bei einem Traktorenhersteller
konnten 750 Datenarten als CSV-Download abgerufen werden –
Echtzeitzugriff über eine API wurde aber mit Verweis auf fehlende
Infrastruktur verweigert. Ein anderer großer Hersteller stellt zwar
eine API bereit, liefert aber nur fünf Datenarten. Im
Fahrzeugdatenbereich wiederum werden für Echtzeitzugriff Kosten von
20 bis 30 Euro pro Fahrzeug pro Monat verlangt – ein Betrag, der
innovative Geschäftsmodelle im Keim ersticken kann. Ausführlich
diskutieren wir die Frage, warum der Data Act am Markt noch nicht
angekommen ist: Viele Unternehmen nehmen ihn eher als regulativen
Bremsschuh wahr statt als Enabler. Selbst in der Startup-Szene
kennt kaum jemand den Data Act. Philip schildert auch, wie sein
Team mit Themen wie Vertraulichkeit und Geschäftsgeheimnisschutz
umgeht – gerade im B2B-Kontext erwarten Kunden, dass ihre Daten in
ihrer Hoheit bleiben. Zum Abschluss formuliert Philip klare
Forderungen: Die Bundesnetzagentur als künftige Aufsichtsbehörde
müsse Non-Compliance konsequent verfolgen.
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