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Beschreibung
vor 2 Tagen
Thema von Folge 38 des Data Navigator Podcast ist die Bedeutung von
Daten in der modernen Landwirtschaft – und was der Data Act konkret
für Landmaschinenhersteller und Landwirte bedeutet. Unser Gast ist
Georg Larscheid, Vice President Global Digital Business bei Claas,
einem der weltweit führenden Landtechnikhersteller. Wir schauen
darauf, welche Daten auf modernen Landmaschinen entstehen - von
Maschinendaten über Prozess- und Produktionsdaten bis hin zu
agronomischen Daten wie Ertrags- oder Proteinkarten. Georg
Larscheid gibt dabei einen Einblick, wie über 100 Sensoren auf
einer modernen Maschine arbeiten und welche davon tatsächlich für
nachgelagerte Analytik und Entscheidungsunterstützung genutzt
werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wer welche Daten
braucht und welchen Mehrwert daraus zieht: Hersteller nutzen
Maschinendaten zur Weiterentwicklung ihrer Produkte, Landwirte
profitieren von Prozess- und agronomischen Daten zur Optimierung
ihrer Betriebsführung – von der standortspezifischen Düngung bis
zur gezielten Pflanzenschutzapplikation. Die Sicht des Herstellers:
Landwirte wollen keine Rohdaten, sondern Lösungen und
Entscheidungshilfen. Im zweiten Teil sprechen wir über die
zentralen Spannungsfelder beim Datenteilen. Georg Larscheid erklärt
anschaulich, warum der Schutz von Geschäftsgeheimnissen und
geistigem Eigentum für Hersteller wie Claas essentiell ist: Über
den Zugang zu Regeldaten automatisierter Systeme sei ein Reverse
Engineering von Algorithmen möglich. Daneben diskutieren wir das
Spannungsfeld zwischen Innovation und Standardisierung:
Interoperabilität ist für Landwirte unverzichtbar, doch
Standardisierung hinkt der Innovation naturgemäß hinterher. Zum
Abschluss berichtet Georg Larscheid, wie Claas den Data Act konkret
umgesetzt hat – von der internen Klassifizierung sensibler und
nicht-sensibler Daten über die Zusammenarbeit zwischen
Rechtsabteilung und Entwicklerteams bis hin zur Liveschaltung einer
Datenexport-Schnittstelle im Kundenportal. Seine ehrliche Bilanz:
Die Nutzung der Exportfunktion durch Landwirte ist bisher noch sehr
verhalten. Sein Wunsch an die Weiterentwicklung des Data Act: mehr
Klarheit beim IP-Schutz und eine stärkere Berücksichtigung der
Wertschöpfungskette. Daten seien ein Betriebsmittel, das selbst
einen Wert hat.
Daten in der modernen Landwirtschaft – und was der Data Act konkret
für Landmaschinenhersteller und Landwirte bedeutet. Unser Gast ist
Georg Larscheid, Vice President Global Digital Business bei Claas,
einem der weltweit führenden Landtechnikhersteller. Wir schauen
darauf, welche Daten auf modernen Landmaschinen entstehen - von
Maschinendaten über Prozess- und Produktionsdaten bis hin zu
agronomischen Daten wie Ertrags- oder Proteinkarten. Georg
Larscheid gibt dabei einen Einblick, wie über 100 Sensoren auf
einer modernen Maschine arbeiten und welche davon tatsächlich für
nachgelagerte Analytik und Entscheidungsunterstützung genutzt
werden. Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wer welche Daten
braucht und welchen Mehrwert daraus zieht: Hersteller nutzen
Maschinendaten zur Weiterentwicklung ihrer Produkte, Landwirte
profitieren von Prozess- und agronomischen Daten zur Optimierung
ihrer Betriebsführung – von der standortspezifischen Düngung bis
zur gezielten Pflanzenschutzapplikation. Die Sicht des Herstellers:
Landwirte wollen keine Rohdaten, sondern Lösungen und
Entscheidungshilfen. Im zweiten Teil sprechen wir über die
zentralen Spannungsfelder beim Datenteilen. Georg Larscheid erklärt
anschaulich, warum der Schutz von Geschäftsgeheimnissen und
geistigem Eigentum für Hersteller wie Claas essentiell ist: Über
den Zugang zu Regeldaten automatisierter Systeme sei ein Reverse
Engineering von Algorithmen möglich. Daneben diskutieren wir das
Spannungsfeld zwischen Innovation und Standardisierung:
Interoperabilität ist für Landwirte unverzichtbar, doch
Standardisierung hinkt der Innovation naturgemäß hinterher. Zum
Abschluss berichtet Georg Larscheid, wie Claas den Data Act konkret
umgesetzt hat – von der internen Klassifizierung sensibler und
nicht-sensibler Daten über die Zusammenarbeit zwischen
Rechtsabteilung und Entwicklerteams bis hin zur Liveschaltung einer
Datenexport-Schnittstelle im Kundenportal. Seine ehrliche Bilanz:
Die Nutzung der Exportfunktion durch Landwirte ist bisher noch sehr
verhalten. Sein Wunsch an die Weiterentwicklung des Data Act: mehr
Klarheit beim IP-Schutz und eine stärkere Berücksichtigung der
Wertschöpfungskette. Daten seien ein Betriebsmittel, das selbst
einen Wert hat.
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