tl;dr #60 Clara Zetkin: «Arbeiterinnen und Frauenfrage» | Mit Christina Engelmann

tl;dr #60 Clara Zetkin: «Arbeiterinnen und Frauenfrage» | Mit Christina Engelmann

vor 4 Tagen
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Beschreibung

vor 4 Tagen
Clara Zetkin hielt 1889 eine Rede in Paris zur Gründung der zweiten
Internationale. Auf dieser Rede beruht ihr Text „Arbeiterinnen und
Frauenfrage der Gegenwart“. Zetkin analysiert darin die Entwicklung
der Unterdrückung der Frauen: Über Jahrtausende lebten Frauen unter
patriarchalen Verhältnissen als Hausarbeitssklavinnen. Mit der
Entwicklung kapitalistischer Produktion werden Frauen aus dieser
Position herausgerissen und kommen in die Lohnarbeit. Dies sei zwar
ein entscheidendes Moment auf dem Weg zur Emanzipation der Frauen,
denn als Arbeiterinnen werden sie unabhängig von männlichen
„Familienernährern“. Doch für die vollständige Befreiung aller
Geschlechter brauche es den gemeinsam von proletarischen Frauen und
Männern geführten Kampf gegen die Kapitalverhältnisse als solche.
Damit geht Zetkin über die Forderungen der bürgerlichen
Frauenbewegung ihrer Zeit hinaus, die vor allem soziale und
kulturelle Rechte einfordern, während Zetkin anstrebt, die
kapitalistischen Produktions- und Reproduktionsverhältnisse zu
überwinden. Denn im Kapitalismus – davon war Zetkin überzeugt –
wird es für Frauen keine Emanzipation geben. Zu Gast bei Alex
Demirović ist in dieser Folge Christina Engelmann,
wissenschaftliche Mitarbeiterin des DFG-Projekts „Clara Zetkins
pädagogisches und bildungspolitisches Wirken in der Sowjetunion“ an
der Justus-Liebig-Universität Gießen. Kontakt, Kritik, Feedback:
theoriepodcast@rosalux.org
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