Prävention als Lösung - muss Gesundheit ins Grundgesetz? | Andrea Galle

Prävention als Lösung - muss Gesundheit ins Grundgesetz? | Andrea Galle

vor 1 Woche
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Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel

Beschreibung

vor 1 Woche

Krankenkassen stehen bei Dr. Laura Dalhaus häufig in der Kritik –
umso interessanter, dass sie in dieser Episode Andrea Galle,
Vorstandsvorsitzende der MKK (Meine KrankenKasse), zu Gast hat.


Gemeinsam mit dem Sportwissenschaftler und Ratgeberautor Ingo
Froböse hat sich Andrea intensiv mit Prävention beschäftigt.
Gerade vor dem Hintergrund, dass das Gesundheitssystem aktuell
stark kritisiert wird, wäre es sinnvoller, den Dialog zu suchen –
miteinander statt übereinander zu sprechen.


Das System selbst agiert derzeit eher wie ein Reparaturbetrieb,
grundlegende Reformen sind nicht in Sicht. Andrea ist überzeugt,
dass es eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen den
verschiedenen Akteuren braucht.


Parallel läuft ein Verfahren des GKV-Spitzenverbands gegen den
Bund zur Finanzierung der Bürgergeldempfänger. Als mögliche
Lösungsansätze werden unter anderem höhere Steuern auf Alkohol
und Tabak sowie die Einführung einer Zuckersteuer diskutiert.


Für Laura steht fest: Die Stabilität einer Gesellschaft hängt
auch von einem funktionierenden Gesundheitssystem ab. Gerade in
Krisenzeiten ist es ein zentraler Anker. Gleichzeitig wird
deutlich, dass die Bevölkerung kränker wird – mit absehbaren
Folgen für die Belastung des Systems.


Ein kritischer Punkt ist auch der Einfluss wirtschaftlicher
Interessen. So hat sich etwa Fresenius gegen die automatische
Organspende positioniert – ein Bereich, in dem Dialyse
wirtschaftlich lukrativer ist als Transplantationen. Für Laura
zeigt das, dass das System nicht darauf ausgelegt sein sollte,
Deutschland als Pharmastandort attraktiv zu machen.


Hinzu kommt, dass Ärzt:innen zunehmend Medikamente verordnen,
ohne deren Preise genau zu kennen – ein weiterer Missstand im
System.


Andrea hat eine Petition gestartet, um Gesundheit als Grundrecht
im Grundgesetz zu verankern. Aktuell ist dort lediglich das Recht
auf körperliche Unversehrtheit festgeschrieben – historisch
bedingt. Ihr Ziel ist es, Gesundheit stärker als staatliche
Aufgabe zu definieren, insbesondere durch Prävention, Aufklärung
und Krankheitsvermeidung.


Laut Umfragen sehen rund 70 Prozent der Bevölkerung
Bildungspolitik als wichtigen Hebel für mehr
Gesundheitskompetenz. Andere Länder setzen bereits stärker auf
Werbebeschränkungen zum Schutz von Kindern. In Deutschland
hingegen gibt es Produkte, die speziell für Kinder vermarktet
werden und gleichzeitig mehr Zucker enthalten. Zudem zählt
Deutschland zu den wenigen Ländern, in denen begleitetes Trinken
bereits ab 14 Jahren erlaubt ist.


Andrea spricht sich dafür aus, Gesundheit nicht nur theoretisch
zu vermitteln, sondern im Alltag erlebbar zu machen – etwa durch
ein Schulfach Gesundheit und kostenfreies, gesundes Schulessen.
Denn reine Wissensvermittlung greift zu kurz, wenn sie nicht
praktisch umgesetzt wird.


Vor diesem Hintergrund wirkt die Diskussion über eine mögliche
Umsatzsteuer auf Vereinsmitgliedschaften widersprüchlich – gerade
dort, wo Kinder Bewegung und soziale Strukturen erfahren.


Eine prägende Begegnung hatte Andrea mit dem „Glücksminister“ von
Bhutan. Dessen Aufgabe ist es zu bewerten, ob politische
Maßnahmen das Wohlbefinden der Bevölkerung steigern. Ein
ähnliches Prinzip wünscht sie sich auch für die
Gesundheitspolitik: Entscheidungen sollten daran gemessen werden,
ob sie Menschen gesünder machen.


Erreicht ihre Petition 30.000 Unterschriften, kann sie ihr
Anliegen im Bundestag vorstellen und das Thema stärker in die
politische Diskussion einbringen.


Gleichzeitig nimmt der psychische Druck in der Gesellschaft zu,
was sich auch in steigenden Zahlen psychischer Erkrankungen
zeigt. Umso unverständlicher erscheint es, dass ausgerechnet hier
Honorarkürzungen in der Psychotherapie diskutiert werden – ein
Punkt, den Laura und Andrea kritisch beleuchten.


Auch DIGAs (digitale Gesundheitsanwendungen) werden thematisiert.
Laura steht ihnen skeptisch gegenüber, vor allem wegen möglicher
Regressrisiken und mangelnder Transparenz hinsichtlich Anwendung
und Behandlungsverlauf. Gleichzeitig erkennen beide an, dass
DIGAs in bestimmten Bereichen durchaus sinnvoll eingesetzt werden
können.


Zur Petition:
https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2026/_02/_26/Petition_195664.$$$.a.u.html








Zum Kurs für PAs und PCM: https://bryght.social/shop/790


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