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Wir lieben Filme und wir lieben es, über Filme zu diskutieren. Die Sache ist nur, wir haben einen sehr unterschiedlichen Filmgeschmack. Daher drückt jeder von uns dem jeweils anderen für die aktuelle Episode einen neuen Film aufs Auge mit dem Ziel, des...
Beschreibung
vor 1 Woche
Nachdem die feine Gesellschaft in der Oper war, werden sie vom
Ehepaar Nobile noch zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen.
Auch dass die Bediensteten nach und nach das Anwesen der Nobiles
verlassen, kann die Feierlaune nicht trüben: Man unterhält sich,
man speist und trinkt, man lauscht einem Klavierstück der
hoffnungsvollen Nachwuchspianistin. Und dann wäre es eigentlich
Zeit aufzubrechen… Nur das mag niemandem so recht gelingen. Die
Festgesellschaft bleibt einfach im Salon, verbringt dort sogar -
gegen alle gesellschaftlichen Konventionen - die Nacht. Und dann
dämmert es den Leuten so langsam: Sie sind eingeschlossen, können
den Salon nicht verlassen. Warum weiß keiner. Aber der Weg sowohl
zur Außenwelt als auch den anderen Räumen des Hauses ist wie durch
eine magische Barriere verschlossen. Man diskutiert darüber, woran
es liegen könnte, versucht sich einzurichten, schmiedet
Fluchtpläne… Schließlich macht sich Verzweiflung breit, Misstrauen,
die tierischen Instinkte kommen hervor, während die Aussicht auf
Rettung immer weiter schwindet. Luis Buñuel, zusammen mit Salvador
Dali und dem andalusischen Hund 1929 der Vater des surrealistischen
Kinos. Er sollte noch Filme drehen, lange nachdem die Bewegung
erloschen war: In Spanien, Frankreich und nach dem zweiten
Weltkrieg vor allem in Mexiko. In seinem letzten mexikanischen Film
“Der Würgeengel” entwirft er die klaustrophobische Parabel eines
Bürgertums, das auf sich selbst zurückgeworfen wird: Mit schrägen
Repetionen, surrealen Einwürfen und viel Symbolismus. Johannes,
sind die Hölle die Anderen?
Ehepaar Nobile noch zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen.
Auch dass die Bediensteten nach und nach das Anwesen der Nobiles
verlassen, kann die Feierlaune nicht trüben: Man unterhält sich,
man speist und trinkt, man lauscht einem Klavierstück der
hoffnungsvollen Nachwuchspianistin. Und dann wäre es eigentlich
Zeit aufzubrechen… Nur das mag niemandem so recht gelingen. Die
Festgesellschaft bleibt einfach im Salon, verbringt dort sogar -
gegen alle gesellschaftlichen Konventionen - die Nacht. Und dann
dämmert es den Leuten so langsam: Sie sind eingeschlossen, können
den Salon nicht verlassen. Warum weiß keiner. Aber der Weg sowohl
zur Außenwelt als auch den anderen Räumen des Hauses ist wie durch
eine magische Barriere verschlossen. Man diskutiert darüber, woran
es liegen könnte, versucht sich einzurichten, schmiedet
Fluchtpläne… Schließlich macht sich Verzweiflung breit, Misstrauen,
die tierischen Instinkte kommen hervor, während die Aussicht auf
Rettung immer weiter schwindet. Luis Buñuel, zusammen mit Salvador
Dali und dem andalusischen Hund 1929 der Vater des surrealistischen
Kinos. Er sollte noch Filme drehen, lange nachdem die Bewegung
erloschen war: In Spanien, Frankreich und nach dem zweiten
Weltkrieg vor allem in Mexiko. In seinem letzten mexikanischen Film
“Der Würgeengel” entwirft er die klaustrophobische Parabel eines
Bürgertums, das auf sich selbst zurückgeworfen wird: Mit schrägen
Repetionen, surrealen Einwürfen und viel Symbolismus. Johannes,
sind die Hölle die Anderen?
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