Fraunhofer-Präsident Hanselka: Wir müssen viel mehr für unsere Unternehmer tun

Fraunhofer-Präsident Hanselka: Wir müssen viel mehr für unsere Unternehmer tun

vor 1 Woche
Wie weit ist die Künstliche Intelligenz? Wie steht es um Deutschlands Digitalisierung? Und wieso reicht Umverteilung nicht?
1 Stunde 8 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche
Die Künstliche Intelligenz ist beeindruckend, Computer können immer
mehr. Doch nicht nur in diesem Bereich vollzieht sich ein rasanter
technischer Fortschritt. Es geht auch um viele Anwendungen in der
Industrie, wo eine neue Legierung, eine neue chemische Verbindung,
ein effizienterer Energieeinsatz, eine stabilere Schraube oder
Ähnliches einen Unterschied ausmachen. Deutschlands technisches
Niveau entscheidet sich nicht nur in den Maschinenräumen der
Software-Entwickler, sondern in unzähligen anderen Domänen, in
denen findige Tüftler gefragt sind. Wie steht es darum? Holger
Hanselka ist Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, die sich dem
Ziel verschrieben hat, wissenschaftliche Weiterentwicklungen
schnell in praktischen Anwendungen und Produkte zu überführen, die
am Markt bestehen. Mit mehr als 30.000 Mitarbeitern und mehr als 70
Forschungsinstituten ist sie deutschlandweit präsent. Zu ihren
Kunden zählen zahlreiche Mittelständler. Gerade sie sind ein Grund,
aus dem heraus die Fraunhofer-Gesellschaft wenige Jahre nach dem
Zweiten Weltkrieg gegründet wurde: Kleine und mittelgroße
Unternehmen haben oft nicht ausreichend eigene Mittel, um große
Forschungslabore betreiben zu können - und können dies auslagern.
Zugleich hat sich das wirtschaftliche Umfeld zuletzt auch für
Fraunhofer verschlechtert. Denn der Erfolg der Gesellschaft hängt
wie beschrieben wesentlich auch davon ab, wie viele Kunden sie in
der privaten Wirtschaft gewinnen kann – und wenn die Unternehmen
sparen oder Investitionen hinauszögern, weil die Unsicherheit
wächst, dann merken sie das auch in den Fraunhofer-Instituten. Wie
also steht es um die deutsche Wirtschaft? Wie schlägt sich die
Fraunhofer-Gesellschaft gerade? Und wer war eigentlich der
Namensgeber Joseph von Fraunhofer, dessen 200. Todestag in dieses
Jahr fällt? Und schließlich: Was sind die richtigen
wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen - ständig nur mehr Geld
umzuverteilen zählt nicht dazu, sagt Hanselka. Er wünscht sich mehr
Fokus auf Wirtschaftswachstum. Und wirbt dafür, Unternehmer mehr
ins Rampenlicht zu stellen, die eben für gut bezahlte Arbeitsplätze
heute und morgen sorgen.
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