#4/8: Analoge Rebellion
vor 1 Woche
Florian Kaps über unmögliche Projekte, die Rettung von Polaroid,
warum Geruch wichtiger ist als Likes – und trust your senses.
Podcast
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Beschreibung
vor 1 Woche
Florian Kaps glaubt an das Unmögliche. Als der Rest der Welt die
Sofortbildfotografie längst für tot erklärt hatte, kaufte er 2008
die letzte Polaroid-Fabrik – und erschuf aus einem scheinbar
gescheiterten Medium eine Bewegung. In dieser Episode von „Less of
the Same“ spricht Charlotte Buffler mit dem Biologen, Unternehmer
und selbsternannten „Spinnenaugenmuskelexperten“ über die Kraft des
Analogen in einer Wirklichkeit, die von digitalen Oberflächen
dominiert wird. Kaps ist überzeugt: Das Digitale ist nicht der
Feind, sondern die größte Chance, die das Analoge je hatte. Indem
wir uns an Effizienz und Bequemlichkeit gewöhnen, verlieren wir das
Gespür für das, was echt ist – für Geruch, Berührung,
Temperaturschwankung, Zufall. Im Gespräch erzählt er, warum
Perfektion langweilig ist, Imperfektion hingegen Intimität schafft,
und weshalb jede gute Idee ein Stück „Unmöglichkeit“ in sich tragen
sollte. Im Zentrum steht seine Philosophie des Spürens. Kaps
argumentiert, dass unsere fünf Sinne das Fundament jeder
Entscheidung sind – im Leben, in der Liebe, in der Kreativität.
Während digitale Geräte höchstens zwei Sinne bedienen, erinnern uns
Geruch, Geschmack und Tastsinn daran, wer wir wirklich sind. In
seinem Wiener Projekt SuperSense hat er diesem Gedanken Raum
gegeben: einem Ort, an dem Handwerk, Chemie und Technologie
aufeinandertreffen, um das Analoge neu zu erfinden. Das Gespräch
berührt Themen zwischen Wirtschaft, Kultur und Sinnlichkeit: vom
Kapitalismus, der zu schnell denkt, über die Autoindustrie in der
emotionalen Sackgasse, bis zur Frage, was junge „Digital Natives“
an analogen Materialien so fasziniert. Kaps spricht dabei weniger
über Retro-Nostalgie als über Zukunft: über eine Generation, die
gelernt hat, mit dem Digitalen zu leben – und die jetzt beginnt, es
kreativ mit dem Echten zu verweben. „Trust your senses“ ist sein
Leitmotiv – eine Einladung, den eigenen Wahrnehmungen wieder zu
vertrauen, anstatt nur Daten, Algorithmen oder Markenbotschaften zu
glauben. Wer diese Folge hört, bekommt nicht nur Einblicke in eine
außergewöhnliche Unternehmergeschichte, sondern auch in eine
Haltung zum Leben: mutig, neugierig, handfest.
Sofortbildfotografie längst für tot erklärt hatte, kaufte er 2008
die letzte Polaroid-Fabrik – und erschuf aus einem scheinbar
gescheiterten Medium eine Bewegung. In dieser Episode von „Less of
the Same“ spricht Charlotte Buffler mit dem Biologen, Unternehmer
und selbsternannten „Spinnenaugenmuskelexperten“ über die Kraft des
Analogen in einer Wirklichkeit, die von digitalen Oberflächen
dominiert wird. Kaps ist überzeugt: Das Digitale ist nicht der
Feind, sondern die größte Chance, die das Analoge je hatte. Indem
wir uns an Effizienz und Bequemlichkeit gewöhnen, verlieren wir das
Gespür für das, was echt ist – für Geruch, Berührung,
Temperaturschwankung, Zufall. Im Gespräch erzählt er, warum
Perfektion langweilig ist, Imperfektion hingegen Intimität schafft,
und weshalb jede gute Idee ein Stück „Unmöglichkeit“ in sich tragen
sollte. Im Zentrum steht seine Philosophie des Spürens. Kaps
argumentiert, dass unsere fünf Sinne das Fundament jeder
Entscheidung sind – im Leben, in der Liebe, in der Kreativität.
Während digitale Geräte höchstens zwei Sinne bedienen, erinnern uns
Geruch, Geschmack und Tastsinn daran, wer wir wirklich sind. In
seinem Wiener Projekt SuperSense hat er diesem Gedanken Raum
gegeben: einem Ort, an dem Handwerk, Chemie und Technologie
aufeinandertreffen, um das Analoge neu zu erfinden. Das Gespräch
berührt Themen zwischen Wirtschaft, Kultur und Sinnlichkeit: vom
Kapitalismus, der zu schnell denkt, über die Autoindustrie in der
emotionalen Sackgasse, bis zur Frage, was junge „Digital Natives“
an analogen Materialien so fasziniert. Kaps spricht dabei weniger
über Retro-Nostalgie als über Zukunft: über eine Generation, die
gelernt hat, mit dem Digitalen zu leben – und die jetzt beginnt, es
kreativ mit dem Echten zu verweben. „Trust your senses“ ist sein
Leitmotiv – eine Einladung, den eigenen Wahrnehmungen wieder zu
vertrauen, anstatt nur Daten, Algorithmen oder Markenbotschaften zu
glauben. Wer diese Folge hört, bekommt nicht nur Einblicke in eine
außergewöhnliche Unternehmergeschichte, sondern auch in eine
Haltung zum Leben: mutig, neugierig, handfest.
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