Less Of The Same X GGK

Less Of The Same X GGK

Der Podcast für alle, die Marketing und Werbung neu denken wollen.
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Episoden

#6/8: Speed, Skill und Systembruch
15.05.2026
36 Minuten
Kuru ist Gamer, Streamer, Speedrunner – und einer der präzisesten Spieler seiner Szene. In dieser Folge von „Less of the Same“ spricht Helmut Stekl mit ihm über Rekorde, Reichweite und die Frage, wie aus einer Leidenschaft ein Beruf wird. Kuru hat sich früh auf Rennspiele und Speedrunning spezialisiert und sich damit eine Community aufgebaut, die ihn seit Jahren begleitet. Im Gespräch wird schnell klar: Für Kuru geht es nicht nur um Gaming, sondern um Kontrolle, Timing, Ausdauer und die Freude daran, Dinge anders zu machen als alle anderen. Er erzählt, warum er den Begriff Influencer lange abgelehnt hat, wie viel Arbeit hinter einem Livestream steckt und weshalb seine stärksten Inhalte oft aus genau den Momenten entstehen, in denen es nicht um Masse, sondern um Präzision geht. Dabei wird auch deutlich, wie wichtig Community für sein Format ist – denn Live-Chat, Feedback und direkte Interaktion gehören bei ihm untrennbar zur Arbeit dazu. Gleichzeitig spricht Kuru offen über die Realität hinter Reichweite und Erfolg: über Druck, über Rückschläge, über misslungene Videos und darüber, warum nicht jede gute Idee automatisch auch ein gutes Video ergibt. Besonders spannend ist seine Haltung zu neuen Themen wie KI und Content-Flut. Für ihn ist klar: Je mehr automatisierter Einheitscontent den Markt überschwemmt, desto wichtiger werden Persönlichkeit, Nische und echte Relevanz. „Less of the Same" zeigt in dieser Episode sehr konkret, wie man aus einer klaren Spezialisierung ein eigenständiges Profil entwickelt – und warum es manchmal gerade in der Nische möglich ist, groß zu werden. Eine Folge über Gaming-Kultur, digitale Identität, Markenlogik und die Kunst, im Internet etwas Eigenes zu bleiben.
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#5/8: Sabbaticals, Schönheit, Sea of Sameness
15.04.2026
57 Minuten
Stefan Sagmeister hat Cover für die Rolling Stones und Lou Reed gestaltet, Designgeschichte mitgeschrieben und Ausstellungen von New York bis Indonesien umgesetzt. Gleichzeitig ist er bekannt dafür, sein Studio regelmäßig für ein Jahr zuzusperren – für Sabbaticals, die mehr sind als verlängerte Urlaube. In dieser Episode von „Less of the Same“ spricht Charlotte Buffler mit ihm darüber, wie man in einer globalisierten Ästhetik und in effizienzgetriebener Kreativarbeit bewusst Brüche schafft. Sagmeister erzählt von einer Karriere, die mit einer Einladungskarte mit Nacktbild begann – einem Projekt, das ihn fast seinen einzigen Kunden gekostet hätte und ihm am Ende internationale Sichtbarkeit verschafft hat. Er beschreibt, wie aus einem Studio mit klassischer Auftragsarbeit Schritt für Schritt ein Sabbatical Studio wurde, das heute fast ausschließlich an eigenen, langfristigen Themen arbeitet: Glück, Schönheit, Langzeitdenken. Im Zentrum steht die Frage, was Kreativität wirklich nährt. Sagmeister spricht über seine Sabbaticals in New York, Indonesien, Mexiko, Madrid und den österreichischen Alpen – mal ohne Plan, mal mit strengem Stundenplan, immer als Versuch, Routinen zu unterbrechen und Platz für neue Gedanken zu schaffen. Er erzählt, warum ausgerechnet die Projekte, die während dieser Pausen entstanden sind, heute den Kern seines Werks ausmachen. Das Gespräch bewegt sich zwischen persönlicher Biografie, Designgeschichte und Kulturkritik: von einer Designszene, die in den 90ern noch über Provokation gestritten hat, über eine Gegenwart, in der Instagram-Ästhetik und globale Markenbilder vieles glattziehen, bis zur Frage, ob wir uns gerade in einer neuen „Sea of Sameness“ bewegen. Sagmeister erklärt, warum Menschen gleichzeitig Vertrautes und Neues brauchen – und wie die Balance kippt, wenn Sicherheit, Angst oder wirtschaftlicher Druck ins Spiel kommen. Ein wiederkehrendes Motiv ist das Glück. Aufbauend auf seiner „Happy Show“ und dem „Happy Film“ spricht Sagmeister darüber, warum Information allein – ob aus 100 Büchern oder einer KI-Zusammenfassung – nicht reicht. Entscheidend sei die tiefe Beschäftigung mit einem Thema und die Frage, wie sich Erkenntnisse wirklich ins Leben integrieren lassen. Er erzählt, wie ihn die Arbeit mit dem Psychologen Jonathan Haidt dazu gebracht hat, Beziehungen, Arbeit und größere Projekte neu zu sortieren – mit überraschend pragmatischen Konsequenzen. „Glück macht mich produktiver“, sagt Sagmeister – und widerspricht damit der romantischen Idee, dass Leiden automatisch zu besserer Kunst führt. Er plädiert für eine ernst genommene Lebensfreude, verbunden mit Disziplin und harter Arbeit. Picasso, Warhol, Lou Reed: Für ihn sind sie Beispiele dafür, wie Fleiß, Neugier und eine fast obsessive Produktion Teil einer kreativen Biografie werden. Wer diese Folge hört, bekommt nicht nur Einblicke in die Arbeitsweise eines der bekanntesten österreichischen Designer, sondern auch in eine Haltung zu Zeit, Risiko und Schönheit. Es geht darum, wie man Pausen so plant, dass aus ihnen wirklich Neues entsteht, wie man sich nicht von Algorithmen den Geschmack diktieren lässt – und warum die wichtigste Entscheidung oft die ist, etwas wirklich anders zu machen, auch wenn niemand danach gefragt hat. Diese Episode ist für alle, die sich fragen, wie man über Jahre kreativ bleibt, warum es Mut braucht, Arbeit zu unterbrechen, und wie man in einer Welt voller Templates eine eigene visuelle und inhaltliche Sprache findet.
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#4/8: Analoge Rebellion
24.03.2026
48 Minuten
Florian Kaps glaubt an das Unmögliche. Als der Rest der Welt die Sofortbildfotografie längst für tot erklärt hatte, kaufte er 2008 die letzte Polaroid-Fabrik – und erschuf aus einem scheinbar gescheiterten Medium eine Bewegung. In dieser Episode von „Less of the Same“ spricht Charlotte Buffler mit dem Biologen, Unternehmer und selbsternannten „Spinnenaugenmuskelexperten“ über die Kraft des Analogen in einer Wirklichkeit, die von digitalen Oberflächen dominiert wird. Kaps ist überzeugt: Das Digitale ist nicht der Feind, sondern die größte Chance, die das Analoge je hatte. Indem wir uns an Effizienz und Bequemlichkeit gewöhnen, verlieren wir das Gespür für das, was echt ist – für Geruch, Berührung, Temperaturschwankung, Zufall. Im Gespräch erzählt er, warum Perfektion langweilig ist, Imperfektion hingegen Intimität schafft, und weshalb jede gute Idee ein Stück „Unmöglichkeit“ in sich tragen sollte. Im Zentrum steht seine Philosophie des Spürens. Kaps argumentiert, dass unsere fünf Sinne das Fundament jeder Entscheidung sind – im Leben, in der Liebe, in der Kreativität. Während digitale Geräte höchstens zwei Sinne bedienen, erinnern uns Geruch, Geschmack und Tastsinn daran, wer wir wirklich sind. In seinem Wiener Projekt SuperSense hat er diesem Gedanken Raum gegeben: einem Ort, an dem Handwerk, Chemie und Technologie aufeinandertreffen, um das Analoge neu zu erfinden. Das Gespräch berührt Themen zwischen Wirtschaft, Kultur und Sinnlichkeit: vom Kapitalismus, der zu schnell denkt, über die Autoindustrie in der emotionalen Sackgasse, bis zur Frage, was junge „Digital Natives“ an analogen Materialien so fasziniert. Kaps spricht dabei weniger über Retro-Nostalgie als über Zukunft: über eine Generation, die gelernt hat, mit dem Digitalen zu leben – und die jetzt beginnt, es kreativ mit dem Echten zu verweben. „Trust your senses“ ist sein Leitmotiv – eine Einladung, den eigenen Wahrnehmungen wieder zu vertrauen, anstatt nur Daten, Algorithmen oder Markenbotschaften zu glauben. Wer diese Folge hört, bekommt nicht nur Einblicke in eine außergewöhnliche Unternehmergeschichte, sondern auch in eine Haltung zum Leben: mutig, neugierig, handfest.
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#3/8: Kunst, Algorithmen und Authentizität
19.03.2026
1 Stunde 10 Minuten
In dieser Folge von „Less of the Same“ sprechen wir mit der Wiener Künstlerin Deborah Sengl über Kunst in einer Welt, in der Algorithmen unsere Wahrnehmung sortieren und eine „Sea of Sameness“ erzeugen. Es geht darum, wie Social Media, Plattformisierung und Personalisierung Bilder glätten, Unterschiede minimieren und eine visuelle Monokultur schaffen – und warum Kunst genau dieses Gleichförmige stören muss. Deborah Sengl arbeitet seit Jahrzehnten als Künstlerin und ist bekannt für ihren unverwechselbaren Stil zwischen Maskerade, Tierköpfen, Humor und politischer Schärfe. Sie erzählt, wie sie digitale Plattformen gleichzeitig als Verstärker und als Gleichmacher erlebt: Algorithmen verkleiden Wiederholung als Innovation, dieselben Ideen tauchen immer wieder mit leicht verändertem Filter auf, und dennoch bleiben viele unbequeme Themen unsichtbar. Die Folge kreist um drei große Linien: Authentizität, Provokation und Kunstfreiheit. Sengl macht deutlich, dass sie ihre Themen nicht nach Markt, Trend oder Verkäuflichkeit auswählt, sondern nach innerem Druck – nach dem, was sie persönlich nicht loslässt. Sichtbarkeit und „Marke“ entstehen für sie aus Konsequenz und Haltung, nicht aus kalkuliertem Selbstbranding. Gleichzeitig nutzt sie Social Media pragmatisch als Bühne, ohne die Logik der Plattform ihre Kunst bestimmen zu lassen. Besonders eindrücklich sind die Passagen, in denen es um Provokation geht: vom gekreuzigten Huhn mit KFC-Schriftzug als Kommentar zur Massentierhaltung bis zu Arbeiten, die sich mit Missbrauch in Institutionen auseinandersetzen. Sengl spricht über Missverständnisse, Shitstorms, Drohungen und öffentliche Aufregung – und darüber, warum ihre Kunst keine Provokation um der Provokation willen ist, sondern eine Reaktion auf eine Welt, die sie selbst als hart und von Krisen geprägt erlebt. Ein zentrales Motiv ist Reibung. Sengl beschreibt, wie wichtig Widerspruch, Dialog und Grautöne für eine lebendige Öffentlichkeit sind – und wie sehr sie in einer Kultur des „Senden ohne Zuhören“ fehlen. Sie warnt davor, dass aus Angst vor Kontroversen nur noch harmlose, unpolitische Kunst gefördert wird und Kunstfreiheit so schleichend unter Druck gerät. Gleichzeitig gibt die Folge Einblicke in ihren kreativen Prozess: woher ihre Themen kommen, wie Neugier sie dazu bringt, immer wieder neue Medien und Formate auszuprobieren, und warum ein Werk für sie in dem Moment abgeschlossen ist, in dem sie den berühmten letzten Punkt setzt. So verbindet das Gespräch gesellschaftliche Analyse mit sehr persönlichen Einblicken in das Arbeiten einer Künstlerin, die sich konsequent dem „more of the same“ verweigert.
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#SPECIAL zum Weltfrauentag
07.03.2026
43 Minuten
Warum sitzen in vielen Entscheidungsräumen noch immer zu wenige Frauen – obwohl Studien zeigen, dass diverse Teams bessere Entscheidungen treffen? In diesem Podcast Special von Less Of The Same spricht Host Charlotte Bufler anlässlich des Weltfrauentags mit Frauen aus Wirtschaft, Politik und Medien über Macht, Führung und strukturelle Veränderungen. Es geht nicht um Gender-Bashing oder symbolische Diversität. Es geht um Perspektiven, Systeme und darum, wie echte Veränderung entsteht.
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Über diesen Podcast

DIE ZUKUNFT DES MARKETINGS? LESS OF THE SAME. Wir verbringen einen Großteil unseres Lebens online. Und doch ist das Internet kein inspirierender Ort mehr. Algorithmen, Feeds, Suchmaschinen und KI liefern uns vor allem eines: mehr vom Selben. Gleiche Meinungen, gleiche Ästhetiken, gleiche Narrative. Wir kuratieren uns unsere eigene Welt und verlieren dabei den Kontakt zu dem, was außerhalb unserer Blase liegt. Menschen werden zu Inseln. Marken auch. Dieser Podcast setzt genau hier an. Er seziert die Verinselung von Menschen, Medien und Marketing und stellt eine unbequeme Diagnose: Marketing ist effizienter geworden, aber auch mutloser, glatter, austauschbarer. KI, Creator-Economy und UGC-Ästhetik verstärken diesen Effekt. Alles wird mehr, aber kaum etwas wird anders. Sea of Sameness. „Less of the Same“ ist ein Denkraum für Marketer:innen, Kreative, Unternehmer:innen und alle, die Kommunikation nicht als Content-Produktion, sondern als kulturelle Aufgabe verstehen. Es geht um neue Fragen statt alter Briefings. Um Denken in Problemen statt in Kanälen. Um Inspiration jenseits von Feeds. Um das Fremde, das Reibende, das Herausfordernde. Der Podcast verbindet Marketing, Kreativität, Gesellschaft und Technologie und fragt: Wie erreichen wir Menschen wirklich, wenn klassische Werbung verpufft und digitale Kampagnen selten über den Screen hinaus wirken? Welche Rolle kann und soll KI spielen, ohne alles weiter zu nivellieren? Und was passiert, wenn wir wieder anfangen, uns gegenseitig etwas zuzumuten? Less of the Same ist kein Wohlfühlformat. Es ist eine Einladung, Routinen zu hinterfragen, Codes zu brechen, sich mit anderen Perspektiven zu konfrontieren und Marketing wieder als das zu begreifen, was es im Kern ist: ein Mittel, Menschen zu bewegen, nicht zu überreden. Eine interessante Randnotiz zum Schluss: Studien zeigen, dass überraschende Reize und kognitive Irritation messbar stärker im Gedächtnis bleiben als perfekt vertraute Inhalte, genau das Gegenteil dessen, was algorithmische Optimierung heute bevorzugt.
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