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  4. Warum gibt es Zinsen?
Warum gibt es Zinsen? Eine scheinbar einfache Frage – doch die
Antwort darauf hat Ökonomen, Philosophen und Theologen über
zweitausend Jahre in erbitterte Debatten gestürzt. Und dieAntwort
entscheidet über weit mehr als akademische Korrektheit: Sie
entscheidet, ob Kapitalismus ein System der Ausbeutung ist – oder
ein produktives Zusammenspiel freiwilliger Tauschakte.

Eugen von Böhm-Bawerk, österreichischer Ökonom und dreimaliger
Finanzminister der Habsburgermonarchie, nahm sich dieser Frage an
wie kein Zweiter. In „Geschichte und Kritik der
Kapitalzinstheorien" rekonstruiert er sämtliche
Erklärungsversuche von der Antike bis ins 20. Jahrhundert – und
zerlegt sie mit einer analytischen Schärfe, die ihresgleichen
sucht.

Aristoteles meinte, Geld könne keine Jungen bekommen. Die
Scholastiker verboten den Zins und schufen immer
raffiniertereAusnahmen. Die Produktivitätstheoretiker schlugen
einen „logischen Purzelbaum". Die Abstinenztheoretiker wollten
den Millionär für denselben „Verzicht" belohnen wie den Arbeiter.
Und Karl Marx erklärte den Zins kurzerhand zur Ausbeutung – auf
einem theoretischen Fundament, das Böhm-Bawerkin sich
zusammenstürzen ließ.

Böhm-Bawerk stellt jede Theorie zuerst in ihrer stärksten Form
dar – oft stärker als ihre eigenen Vertreter. Erst dann setzt die
Kritik ein. Kein Strohmann, nirgends. Selbst Marx wird
mitwissenschaftlichem Respekt behandelt, bevor die Widerlegung
folgt.

 Hier geht´s zum Buch:

Eugen von Böhm-Bawerk – Kapital und Kapitalzins – Kritik
undGeschichte der Kapitalzins-Theorien

weitere Bücher zum Thema:

Carl Menger - Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Hans-Hermann Hoppe – Eigentum, Anarchie und Staat

Ludwig von Mises – Gewinn und Verlust

Für mehr Literatur zur individuellen Freiheit und
Wirtschaftsgeschichte klicke ⁠hier (oeconimus.com)⁠
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„Warum gibt es Zinsen?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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