Wir müssen reden! Verbrechen & Gewalt: Kommunismus und Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur

Wir müssen reden! Verbrechen & Gewalt: Kommunismus und Nationalsozialismus in der Erinnerungskultur

vor 7 Monaten
1 Stunde 42 Minuten
Podcast
Podcaster
BstA

Kein Benutzerfoto
Berlin

Beschreibung

vor 7 Monaten
„Hoffen wir, dass bei der nächsten Gedenkfeier in zehn Jahren,
2015, die Erfahrung des GULag in unser kollektives europäisches
Gedächtnis eingegliedert worden ist.“ — Jorge Semprún,
Buchenwald-Rede 2005

Heute, 20 Jahre später wirkt dieser Satz wie ein dringender Appell:
Während die nationalsozialistischen Verbrechen fest im
gesellschaftlichen Bewusstsein verankert sind, bleibt die
Erinnerung an kommunistische Gewalt bis heute deutlich weniger
präsent. Welche Ursachen hat diese Asymmetrie – historisch,
politisch, gesellschaftlich? Und was bedeutet das für die
europäischen Erinnerungskulturen? Welche Perspektive ist möglich,
die weder die Verbrechen des NS-Regimes und die Shoa relativiert
noch die Gewaltgeschichte des Kommunismus verharmlost? Wir wollen
im Podiumsgespräch aus Anlass der Unterzeichnung des
Hitler-Stalin-Pakts vor 86 Jahren der Frage nachgehen, wieso die
beiden großen totalitären Ideologien und Regime trotz des Wissens
um die Massenverbrechen der kommunistischen Diktaturen so
unterschiedlich erinnert und behandelt werden.
15
15
Close