Martin Lutz: Energieabhängigkeit und nationale Sicherheit im Kalten Krieg

Martin Lutz: Energieabhängigkeit und nationale Sicherheit im Kalten Krieg

vor 5 Monaten
Ringvorlesung „Hybride Konflikte im Kalten Krieg“
39 Minuten
Podcast
Podcaster
BstA

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Berlin

Beschreibung

vor 5 Monaten
Energieabhängigkeit bedeutete seit den Ölkrisen der 1970er Jahre in
der Bundesrepublik vor allem: Die Abhängigkeit vom Öl aus dem Nahen
Osten, und diese galt es zu verringern. Doch dazu mehr sibirisches
Erdgas aus der Sowjetunion, und dann ausgerechnet für die
Energieversorgung des eingeschlossenen West-Berlins? Im
verschärften Kalten Krieg nach Ende der Entspannungspolitik warf
diese Frage Mitte der 1980er Jahre elementare Sicherheitsinteressen
auf. Nicht zuletzt gab es die technische Herausforderung, wie man
eigentlich eine Pipeline durch die Berliner Mauer baut. Mit der
Berliner Erdgasversorgung beleuchtet der Vortrag einen
entscheidenden Abschnitt in der langen Geschichte der
deutsch-sowjetischen/russischen Energiebeziehungen mit
Nachwirkungen bis in die Gegenwart.

Referent
Martin Lutz ist Professor für Geschichte moderner Gesellschaften an
der Universität Bielefeld.
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