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Beschreibung
vor 2 Monaten
Irgendwo in einem Staatsforst bei Mülheim an der Ruhr steht
Larissa Weber vor einer Gruppe von Grundschüler:innen, die noch
nie im Wald waren und zunächst auch keine Lust haben, das zu
ändern. Wenig später flitzen dieselben Kinder zwischen den Bäumen
hin und her, bauen Tipis und fragen Larissa über Pflanzen und
Tiere aus. Was noch alles in dieser Woche passiert ist und warum
sie dieser Ausflug zu einem ihrer prägendsten beruflichen
Erlebnisse zählt, davon berichtet Larissa in dieser Episode.
Unsere heutige Gästin hat bis 2023 Umweltwissenschaften im
Bachelor an der Leuphana Universität Lüneburg studiert und
arbeitete bereits als Werkstudentin bei der Arboretum Foundation
in Hamburg, für die sie heute als Umweltwissenschaftlerin tätig
ist. Die noch junge gemeinnützige Organisation, deren Aufbau
Larissa von Anfang an miterlebt hat, hat sich getreu ihrem Motto
„Deutschlands Schulen forsten auf“ auf Umweltbildungsprojekte mit
Schulen spezialisiert: Sie bietet Walderlebnistage und
Projektwochen an, pflanzt sogenannte Tiny Forests auf
Schulgeländen und führt Aufforstungsaktionen in Staatswäldern
durch, die durch den Klimawandel beschädigt wurden.
Wie sie im Gespräch mit Daniel berichtet, ist ihr Berufsalltag
sehr vielfältig: Mal sitzt sie vor dem Schreibtisch und schreibt
Förderanträge für Umweltstiftungen, mal ist sie mit Schulkindern
im Wald und entwickelt Methoden, wie sich Natur mit allen Sinnen
erleben lässt. An anderen Tagen spricht sie mit Schulleitungen
über die Umsetzung eines Projekts oder packt selbst bei
Pflanzaktionen mit an. Dass sie sich dabei oft auf neue
Situationen einstellen muss, sieht sie nicht als Hindernis,
sondern als Teil dessen, was ihre Arbeit so besonders macht.
Optimal auf ihre heutige Tätigkeit vorbereitet hat Larissa ihr
Studium der Umweltwissenschaften an der Leuphana. Sie hat die
Universität bewusst gewählt, weil es hier möglich ist,
Nachhaltigkeitswissenschaften mit sozialem Fokus zu studieren.
Zunächst legt das Studium Grundlagen in Ökologie und Chemie
genauso wie in Nachhaltigkeitskommunikation und Statistik, in
späteren Semestern werden verschiedene politisch, ökologisch oder
sozialwissenschaftlich ausgerichtete Module angeboten. In ihrem
Nebenfach Psychology and Society entwickelte Larissa gemeinsam
mit Kommiliton:innen einen Workshop zu Klimagefühlen und
Klimaangst, der Menschen dabei helfen sollte, engagiert und
handlungsfähig zu bleiben, ohne „auszubrennen“.
Während ihrer Studentinnenzeit engagierte sich Larissa zudem
unter anderem beim Klimaentscheid Lüneburg. In diesem Rahmen
stellte sie mit einem kleinen Team ein Bürgerbegehren auf die
Beine, schrieb Förderanträge und machte Öffentlichkeitsarbeit.
Larissas Engagement zahlte sich schließlich aus, denn ihr
Begehren war erfolgreich: Über 8.000 Lüneburger Unterschriften
führten dazu, dass sich die Stadt verpflichtete, bis 2030
klimaneutral zu werden. Larissa erlebte, dass sie selbst ganz
konkret einen Beitrag zum Klimaschutz leisten konnte, eine
Motivation, die sie auch heute in ihrem Job weiterhin begleitet
und ihr hilft, mit Herausforderungen umzugehen, seien es
bürokratische Hürden oder erschöpfte Schulleitungen.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie
gelingt es, Kinder für den Wald zu begeistern, die noch nie zuvor
einen Fuß hineingesetzt haben? Warum ist es im Bereich
Umweltbildung eine echte Stärke, wenn man Generalist:in ist und
sich in viele Bereiche einarbeiten kann? Und was steckt hinter
der Idee des „Waldparfüms"?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Daniel Persiel
Das Gespräch fand statt im November 2024
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/?p=13248
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