Ist die Verfassung ein bindender Vertrag?

Ist die Verfassung ein bindender Vertrag?

vor 2 Wochen
16 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Hast du jemals einen Vertrag unterschrieben, der dich an die
Regierung bindet? Nein? Lysander Spooner auch nicht – und genau
das ist sein Punkt.


1870 veröffentlichte der amerikanische Jurist und Sklavereigegner
ein Werk, das bis heute extrem erscheint: Die Verfassung ohne
Autorität. Seine These ist so einfach wie radikal: Ein Vertrag,
den niemand unterschrieben hat, bindet niemanden. Die
US-Verfassung ist rechtlich wertlos – ein Dokument toter Männer,
das lebende Menschen zu nichts verpflichtet.


Aber Spooner geht weiter. Viel weiter. Wählen? Notwehr, kein
Einverständnis. Steuern zahlen? Wie dem Räuber die Geldbörse
geben – mittels Zwang. Und wer regiert wirklich? Nicht
Präsidenten oder Parlamente, sondern die Geldverleiher, die
Kriege finanzieren und Könige wie Marionetten tanzen lassen.


In dieser Episode nehmen wir uns eines der unbequemsten Werke der
politischen Philosophie vor. Spooner schreibt mit der Präzision
eines Juristen und der Wut eines Propheten. Er nennt Soldaten
professionelle Mörder, Staatsschulden Versprechen auf zukünftige
Plünderung, und die glorreiche Union eine Vereinigung von Herren
und Sklaven.


Sein Schlussurteil über die Verfassung? Sie hat diese Regierung
entweder autorisiert oder war machtlos, sie zu verhindern. In
beiden Fällen ist sie nicht geeignet zu existieren.


Bist du bereit für Spooner?


Hier geht´s zum Buch:


Lysander Spooner - Die Verfassung hat keine Autorität


weitere Bücher zum Thema:


Franz Oppenheimer - Der Staat


Gustave de Molinari – Die Gesellschaft von morgen


Henry David Thoreau - Über die Pflicht zum Ungehorsam gegenden
Staat


Herbert Spencer - Mensch gegen Staat


Ludwig von Mises – Der allmächtige Staat


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