Schädigt die historisch-kritische Bibelauslegung den christlichen Glauben?
vor 1 Woche
Ein Gespräch mit Jörg Frey, Professor für Neues Testament an der
Universität Zürich
1 Stunde 11 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
Andi und Thorsten wollen in dieser Folge wissen, wie ein lebendiges
Wechselspiel zwischen aufrichtigem Glauben und
historisch-kritischem Bibellesen aussehen kann. Dazu haben sie Jörg
Frey, Professor für Neues Testament an der Universität Zürich,
eingeladen. Er macht gleich zu Beginn deutlich: Die
historisch-kritische Methode der Bibelforschung gibt es nicht. Es
handelt sich um ein Ensemble an Methoden und Fragestellungen, die
dem einen Ziel dienen: Unterschiedliche Texte aus einer uns fremden
Zeit und Kultur zu erschliessen, bevor nach der Bedeutung der Texte
für heute gefragt wird. Zu knistern beginnt es, wenn Jörg Frey von
seinem persönlichen Weg erzählt, auf dem er gelernt hat, dass die
historische Bibelforschung für den eigenen und gemeinsamen Glauben
unentbehrlich und förderlich ist. Wie gelingt es ihm, diejenigen
mit auf diesen Weg zu nehmen, die aus vielen Ländern bei ihm
studieren, promovieren oder sich habilitieren? Den Haufen an
Vorurteilen gegenüber der historisch-kritischen Bibelforschung
versucht das Gespräch ein wenig abzutragen: Zerfleddert die
historische Forschung nicht den biblischen Jesus? Schliesst sie
nicht von vornherein Gott, das Übernatürliche und die Wunder aus?
Und warum sollte man historisch-kritisches Arbeiten nicht einfach
als "liberale Theologie" abtun? Danach wird es konkret: Was ist das
Besondere am Johannesevangelium? Wie unterscheidet sich der Sohn
Gottes dieses Evangeliums vom Messias der drei anderen,
synoptischen Evangelien? An dieser Stelle ist die Podcast-Folge für
alle diejenigen relevant, die glauben, dass Jesus „der Weg, die
Wahrheit und das Leben“ ist, auch wenn er das so wohl nie gesagt
hat. Warum historisch-kritisch Bibelforschung auch heute noch
wichtig ist, erörtern die drei Podcaster im Schlussteil. Sie
schützt vor Missbrauch der Bibel, etwa wenn Soldaten der Krieg mit
Hilfe falscher Endzeitdeutungen der Johannesapokalypse plausibel
gemacht wird. Kritisches Lesen distanziert und entfremdet die Texte
der Bibel von uns, damit wir sie nicht instrumentalisieren, sondern
uns immer wieder neu anverwandeln.
Wechselspiel zwischen aufrichtigem Glauben und
historisch-kritischem Bibellesen aussehen kann. Dazu haben sie Jörg
Frey, Professor für Neues Testament an der Universität Zürich,
eingeladen. Er macht gleich zu Beginn deutlich: Die
historisch-kritische Methode der Bibelforschung gibt es nicht. Es
handelt sich um ein Ensemble an Methoden und Fragestellungen, die
dem einen Ziel dienen: Unterschiedliche Texte aus einer uns fremden
Zeit und Kultur zu erschliessen, bevor nach der Bedeutung der Texte
für heute gefragt wird. Zu knistern beginnt es, wenn Jörg Frey von
seinem persönlichen Weg erzählt, auf dem er gelernt hat, dass die
historische Bibelforschung für den eigenen und gemeinsamen Glauben
unentbehrlich und förderlich ist. Wie gelingt es ihm, diejenigen
mit auf diesen Weg zu nehmen, die aus vielen Ländern bei ihm
studieren, promovieren oder sich habilitieren? Den Haufen an
Vorurteilen gegenüber der historisch-kritischen Bibelforschung
versucht das Gespräch ein wenig abzutragen: Zerfleddert die
historische Forschung nicht den biblischen Jesus? Schliesst sie
nicht von vornherein Gott, das Übernatürliche und die Wunder aus?
Und warum sollte man historisch-kritisches Arbeiten nicht einfach
als "liberale Theologie" abtun? Danach wird es konkret: Was ist das
Besondere am Johannesevangelium? Wie unterscheidet sich der Sohn
Gottes dieses Evangeliums vom Messias der drei anderen,
synoptischen Evangelien? An dieser Stelle ist die Podcast-Folge für
alle diejenigen relevant, die glauben, dass Jesus „der Weg, die
Wahrheit und das Leben“ ist, auch wenn er das so wohl nie gesagt
hat. Warum historisch-kritisch Bibelforschung auch heute noch
wichtig ist, erörtern die drei Podcaster im Schlussteil. Sie
schützt vor Missbrauch der Bibel, etwa wenn Soldaten der Krieg mit
Hilfe falscher Endzeitdeutungen der Johannesapokalypse plausibel
gemacht wird. Kritisches Lesen distanziert und entfremdet die Texte
der Bibel von uns, damit wir sie nicht instrumentalisieren, sondern
uns immer wieder neu anverwandeln.
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