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  4. 7 Gründe, sich über die Bibel zu wundern
Die Bibel ist ein Buch, das fast alle haben und nur wenige lesen.
In dieser Folge laden Andi und Thorsten dazu ein, sich neu über die
Bibel zu wundern – über ihre Eigenart, ihre Tiefe und ihre
Widerständigkeit. Die Bibel ist kein Buch, sondern eine Bibliothek.
Zwischen ihren Deckeln versammeln sich Gedichte und Gesetze,
Weisheitsliteratur und Weltgeschichte – geschrieben über
Jahrhunderte hinweg von Priestern und Propheten. Sodann erzählen
sie von ihrer Lerngeschichte, z.B. dass die erzählte Geschichte und
die Geschichte der Erzähler zweierlei sind. Die biblischen Texte
berichten von kleinen Anfängen und grossen Niederlagen, oft aus
einer viel späteren Perspektive. Geschichte wird erzählt, um
Gegenwart zu verstehen. Die Bibel hat keine Verfasser – zumindest
nicht im modernen Sinn. Viele Texte sind gewachsen und immer neu
überarbeitet worden. Viele biblische Texte sind
Traditionsliteratur, nicht Autorenliteratur. Die Bibel ist das
Produkt eines langen Ringens um Worte für Gott und die Welt. Wer
die Bibel liest, steht in einer langen Geschichte. Nicht alle haben
dieselbe Bibel. Jüdische, katholische und evangelische Traditionen
unterscheiden sich im Umfang ihrer Schriften. Schon der Kanon ist
Ergebnis theologischer Entscheidungen. Aber auch im Aufbau des
Kanons unterscheiden sich die Religionsgemeinschaften und
Konfessionen Man kann die Bibel nicht nicht auslegen. Jede Lektüre
ist schon Interpretation. Wer meint, nur «wörtlich» zu lesen, folgt
dennoch bestimmten Voraussetzungen. Die Frage ist nicht, ob wir
auslegen – sondern wie bewusst wir es tun. Alles in allem: Wer Gott
und dem Glauben treu bleiben möchte, muss sich manchmal auf tiefe
Wandlungen einlassen. Die Bibel ist ein zutiefst menschliches Buch,
voller Spannungen und Entwicklungen. Gerade so ist sie Spiegel des
Göttlichen in dieser Welt.
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„7 Gründe, sich über die Bibel zu wundern“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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