Tech-News #158: Updates zu AI-Shopping, Plattformpolitik, Smart-Glasses-Kontroversen und eine enttäuschende Apple Experience
36 Minuten
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vor 6 Tagen
In Folge 158 von „Schlaflos dank Seattle“ sprechen wir über
mehrere Updates zu früheren Themen. Zuerst geht es um die neuen
Werbeanzeigen in ChatGPT: OpenAI testet seit Februar Werbung
direkt in Antworten, und laut Sensor Tower schalten bereits über
100 Marken Anzeigen, vor allem aus Retail, Lebensmittel, Reisen
und Entertainment. Wir diskutieren, dass viele Werbetreibende
aktuell einfach klassische Google-Ads-Muster kopieren und die
Umsetzung von OpenAI noch recht unbeholfen wirkt.
Danach sprechen wir über den Rückzug von OpenAI beim Instant
Checkout. Die Idee, Produkte direkt in ChatGPT kaufen zu können,
wurde offenbar wieder zurückgefahren. Wir ordnen das als Zeichen
dafür ein, dass Produktsuche im Chat zwar funktioniert, der
eigentliche Kaufabschluss aber noch an Vertrauen, technischer
Integration und Echtzeitdaten scheitert. In dem Zusammenhang
schauen wir auch auf Meta, das mit einer eigenen
AI-Shopping-Recherche experimentiert, sowie auf Klarna und
Stripe, die Payment-Infrastruktur für zukünftige AI-Agenten
aufbauen wollen.
Ein weiterer Block dreht sich um Meta und Plattformmacht. Wir
besprechen, dass Meta auf Druck der EU konkurrierende AI-Chatbots
vorübergehend Zugang zu WhatsApp gewähren muss, allerdings gegen
vergleichsweise hohe Gebühren. Daraus entsteht die größere Frage,
wie wichtig Plattformen wie WhatsApp künftig als
Distributionskanal für AI-Assistenten werden.
Danach geht es um die Ray-Ban Smart Glasses von Meta und die
damit verbundenen Datenschutzprobleme. Berichte zeigen, dass
Aufnahmen aus den Brillen teilweise von Daten-Labelern in Kenia
geprüft werden, darunter auch sehr intime Szenen. Wir ordnen ein,
dass diese Diskussion nicht nur Meta betrifft, sondern
möglicherweise die gesamte kommende Kategorie von AI-Wearables
regulatorisch unter Druck setzen könnte.
Außerdem greifen wir noch einmal das Startup Cluely auf — die
„Cheat on everything“-App für Meetings, Interviews und Dates.
Dort hat der CEO offenbar falsche Umsatzangaben gemacht und wurde
damit selbst beim „Cheaten“ erwischt. Wir nutzen den Fall als
Beispiel für einige der fragwürdigen Dynamiken im aktuellen
AI-Startup-Markt.
Zum Schluss sprechen wir über die Apple Experience der
vergangenen Woche. Unser Fazit: eher enttäuschend. Apple hat zwar
neue Produkte vorgestellt, darunter ein sehr günstiges MacBook
und ein iPhone 17e, aber keine großen Innovationen geliefert.
Spannend finden wir vor allem, dass Apple trotz steigender
Speicherpreise offenbar aggressiv über den Preis geht –
vermutlich, um Marktanteile zu gewinnen, möglicherweise auch
durch eine Quersubventionierung aus dem Premiumsegment.
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