Reparaturbonus: Soll der Staat Reparaturen subventionieren?
Reparieren ist ökologisch sinnvoll, aber oftmals teurer als neu
kaufen. Die Subventionierung von Reparaturen könnte Abhilfe
schaffen.
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Beschreibung
vor 18 Stunden
Reparieren ist ökologisch sinnvoll, aber oftmals teurer als neu
kaufen. Die Subventionierung von Reparaturen könnte Abhilfe
schaffen. Die Schweiz gehört in Europa zu den Ländern, in denen am
meisten weggeworfen wird. Jedes Jahr langen tonnenweise
Elektrogeräte, Textilien, Möbel und anderes im Abfall oder im
Recycling. Aus ökologischer Sicht wäre es in vielen Fällen
sinnvoll, einen defekten Gegenstand zu reparieren. Oftmals ist eine
Reparatur aber schwierig, oder teurer als ein Neukauf.
Reparaturbonus Die hohen Kosten für Ersatzteile und Löhne verteuern
Reparaturen. Abhilfe schaffen könnte ein «Reparaturbonus», also
eine staatliche Subventionierung von Reparaturarbeiten. Diese gibt
es bereits in der Westschweiz auf kommunaler Ebene. Prilly und
Vevey übernehmen je nach Gegenstand 50-75% der Reparaturkosten
(max. CHF 300.- bzw. 400.- pro Reparatur). Renens fördert die
Reparatur von Smartphones mit pauschal CHF 50.-. Die Stadt Zürich
startet dieses Jahr mit einem Pilotprojekt. Wer Elektrogeräte oder
Kleidung flicken lässt, erhält 50% der Reparaturkosten erstattet
(max. CHF 100.- pro Kopf und Jahr). Ausweitung auf die ganze
Schweiz? Die Stiftung für Konsumentenschutz fordert einen
schweizweiten Reparaturbonus. Vorbild dabei ist Österreich. Der
Staat übernimmt 50% der Reparaturkosten (max. 130 Euro pro
Reparatur) von diversen Alltagsgegenständen. Das Angebot ist ein
grosser Erfolg und wird rege genutzt. Pro / Contra Die Befürworter
erhoffen sich von einem Reparaturbonus günstigere Reparaturen, eine
längere Lebensdauer von Alltagsgeräten und damit weniger Neukäufe.
Dies führt zu weniger Abfall und schont die Ressourcen. Die Gegner
kritisieren die Kosten für die Staatskasse und den hohen
administrativen Aufwand. Zudem wird die Wirksamkeit der Massnahme
in Frage gestellt. Bei vielen Billigprodukten ist die Reparatur
teurer als der Neukauf. Und viele Elektronikgeräte sind gar nicht
oder nur mit grossem Aufwand reparierbar. Soll der Staat
Reparaturen finanziell unterstützen? Braucht es einen schweizweiten
Reparaturbonus, was bringt er und wer profitiert davon? Darüber
diskutieren im Forum: · Pro Reparaturbonus: Sara Stalder,
Geschäftsführerin Stiftung Konsumentenschutz · Contra
Reparaturbonus: Sebastian Vogel, FDP Gemeinderat Stadt Zürich
kaufen. Die Subventionierung von Reparaturen könnte Abhilfe
schaffen. Die Schweiz gehört in Europa zu den Ländern, in denen am
meisten weggeworfen wird. Jedes Jahr langen tonnenweise
Elektrogeräte, Textilien, Möbel und anderes im Abfall oder im
Recycling. Aus ökologischer Sicht wäre es in vielen Fällen
sinnvoll, einen defekten Gegenstand zu reparieren. Oftmals ist eine
Reparatur aber schwierig, oder teurer als ein Neukauf.
Reparaturbonus Die hohen Kosten für Ersatzteile und Löhne verteuern
Reparaturen. Abhilfe schaffen könnte ein «Reparaturbonus», also
eine staatliche Subventionierung von Reparaturarbeiten. Diese gibt
es bereits in der Westschweiz auf kommunaler Ebene. Prilly und
Vevey übernehmen je nach Gegenstand 50-75% der Reparaturkosten
(max. CHF 300.- bzw. 400.- pro Reparatur). Renens fördert die
Reparatur von Smartphones mit pauschal CHF 50.-. Die Stadt Zürich
startet dieses Jahr mit einem Pilotprojekt. Wer Elektrogeräte oder
Kleidung flicken lässt, erhält 50% der Reparaturkosten erstattet
(max. CHF 100.- pro Kopf und Jahr). Ausweitung auf die ganze
Schweiz? Die Stiftung für Konsumentenschutz fordert einen
schweizweiten Reparaturbonus. Vorbild dabei ist Österreich. Der
Staat übernimmt 50% der Reparaturkosten (max. 130 Euro pro
Reparatur) von diversen Alltagsgegenständen. Das Angebot ist ein
grosser Erfolg und wird rege genutzt. Pro / Contra Die Befürworter
erhoffen sich von einem Reparaturbonus günstigere Reparaturen, eine
längere Lebensdauer von Alltagsgeräten und damit weniger Neukäufe.
Dies führt zu weniger Abfall und schont die Ressourcen. Die Gegner
kritisieren die Kosten für die Staatskasse und den hohen
administrativen Aufwand. Zudem wird die Wirksamkeit der Massnahme
in Frage gestellt. Bei vielen Billigprodukten ist die Reparatur
teurer als der Neukauf. Und viele Elektronikgeräte sind gar nicht
oder nur mit grossem Aufwand reparierbar. Soll der Staat
Reparaturen finanziell unterstützen? Braucht es einen schweizweiten
Reparaturbonus, was bringt er und wer profitiert davon? Darüber
diskutieren im Forum: · Pro Reparaturbonus: Sara Stalder,
Geschäftsführerin Stiftung Konsumentenschutz · Contra
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