DHL Express und Pricing mit Dr. Holger Herbst: Wie entsteht ein Versandpreis und warum ist die längste Strecke nicht automatisch die teuerste? (#115)
48 Minuten
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vor 18 Stunden
Der CEP-Markt (Courier, Express und Parcel) wird laut Studien für
das Jahr 2026 auf 180 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dabei beläuft
sich allein der Umsatz von DHL Express global auf ca. 25 Milliarden
Euro. Sebastian Voigt spricht mit Dr. Holger Herbst, der als VP
Pricing & Products Europe das Pricing bei DHL Express
verantwortet, darüber, wie die Preisgestaltung in einem
hochkomplexen globalen Netzwerk funktioniert und was es braucht, um
Verlässlichkeit für B2B-Kunden mit profitabler Kapazitätsauslastung
zu vereinen. Im Gespräch geht es um Value-based Pricing in der
Logistik und wie sich aus Millionen von Sendungen, Flugzeugen und
globalen Hubs eine nachvollziehbare Preisstruktur ergibt. Den Preis
bestimmt nicht zwingend die reine geografische Distanz, sondern der
Kundenwert und die tatsächliche Auslastung des Netzwerks. Deutlich
wird das an ganz konkreten Beispielen, vom stillstehenden Fließband
in Brasilien bis hin zur Flugroute von Stuttgart über das zentrale
Drehkreuz in Leipzig nach Paris. Dr. Holger Herbst erklärt,
wie Rahmenverträge und globale Preislisten mithilfe von
Länder-Zonenmodellen organisiert werden und warum DHL Express im
Gegensatz zu anderen Anbietern bewusst auf extrem dynamische
Tagespreise verzichtet. Außerdem geht es um die Rolle von
Künstlicher Intelligenz, die nicht nur zur Kapazitätsplanung,
sondern vor allem zur Vorhersage von Zahlungsbereitschaften der
Kunden genutzt wird. Abschließend blickt Dr. Holger Herbst auf die
Auswirkungen von Geopolitik, Zollsanktionen und politischen
Instabilitäten auf die globalen Lieferketten. Über den GastDr.
Holger Herbst promovierte an der Universität Bonn zum Thema
dynamische Preisgestaltung und dynamisches Matching. Aktuell
verantwortet er als VP Pricing & Products Europe das Pricing
für DHL Express. Für die DHL-Gruppe war er bereits früher tätig,
damals in der Division Post- und Paket Deutschland. Global
verantwortlich für das Pricing war er außerdem bei der Fressnapf
Tiernahrungs GmbH und war zuvor bei der Unternehmensberatung
McKinsey tätig.
das Jahr 2026 auf 180 Milliarden US-Dollar geschätzt. Dabei beläuft
sich allein der Umsatz von DHL Express global auf ca. 25 Milliarden
Euro. Sebastian Voigt spricht mit Dr. Holger Herbst, der als VP
Pricing & Products Europe das Pricing bei DHL Express
verantwortet, darüber, wie die Preisgestaltung in einem
hochkomplexen globalen Netzwerk funktioniert und was es braucht, um
Verlässlichkeit für B2B-Kunden mit profitabler Kapazitätsauslastung
zu vereinen. Im Gespräch geht es um Value-based Pricing in der
Logistik und wie sich aus Millionen von Sendungen, Flugzeugen und
globalen Hubs eine nachvollziehbare Preisstruktur ergibt. Den Preis
bestimmt nicht zwingend die reine geografische Distanz, sondern der
Kundenwert und die tatsächliche Auslastung des Netzwerks. Deutlich
wird das an ganz konkreten Beispielen, vom stillstehenden Fließband
in Brasilien bis hin zur Flugroute von Stuttgart über das zentrale
Drehkreuz in Leipzig nach Paris. Dr. Holger Herbst erklärt,
wie Rahmenverträge und globale Preislisten mithilfe von
Länder-Zonenmodellen organisiert werden und warum DHL Express im
Gegensatz zu anderen Anbietern bewusst auf extrem dynamische
Tagespreise verzichtet. Außerdem geht es um die Rolle von
Künstlicher Intelligenz, die nicht nur zur Kapazitätsplanung,
sondern vor allem zur Vorhersage von Zahlungsbereitschaften der
Kunden genutzt wird. Abschließend blickt Dr. Holger Herbst auf die
Auswirkungen von Geopolitik, Zollsanktionen und politischen
Instabilitäten auf die globalen Lieferketten. Über den GastDr.
Holger Herbst promovierte an der Universität Bonn zum Thema
dynamische Preisgestaltung und dynamisches Matching. Aktuell
verantwortet er als VP Pricing & Products Europe das Pricing
für DHL Express. Für die DHL-Gruppe war er bereits früher tätig,
damals in der Division Post- und Paket Deutschland. Global
verantwortlich für das Pricing war er außerdem bei der Fressnapf
Tiernahrungs GmbH und war zuvor bei der Unternehmensberatung
McKinsey tätig.
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