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Beschreibung
vor 3 Monaten
Die Ausstellung „Gesichter der Arbeit" im Stadtmuseum Riesa (bis
29. März 2026) zeigt Kunst aus der DDR-Ära, die im Rahmen des
Bitterfelder Weges entstand – jener Kulturdoktrin, die Künstler
in die Produktion schickte und Arbeiter zu Schöpfern machen
wollte. Im Mittelpunkt stehen Werke wie Paul Häuslers
monumentales Triptychon von 1964, das den Alltag im VEB Stahl-
und Walzwerk Riesa mit der Würde eines Altarbildes feiert, und
Christoph Wetzels subversives Porträt von 1988, das den
Arbeiterheroismus der DDR still demontiert. Die Ausstellung
erzählt von einer Stadt, die einst 12.000 Menschen Arbeit und
Identität gab – und nach der Wende ein Drittel ihrer Bevölkerung
verlor. Über den historischen Rahmen hinaus stellt sie
hochaktuelle Fragen: Was bedeutet Arbeit für das
Selbstverständnis von Menschen und Gesellschaften – und was
geschieht, wenn sie verschwindet?
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