"Vielen geht es darum, wie Sex aussieht – nicht, wie er sich anfühlt"
Würgen, Haare ziehen, hartes Stoßen: Junge Menschen denken Sex oft
wie ein Social-Media-Skript. Und vergessen sich selbst. Wie kommt
man raus aus der Performance-Falle?
1 Stunde 20 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Tagen
Was muss ich liefern, damit es gut war? Von Rough Sex bis
"Ass-to-mouth": Heute sei vieles normal beim Sex, was manch ältere
Menschen für pervers halten, sagt Sonja Bröning. Und gleichzeitig
gilt: "Sex ist oft nicht lustbetont, sondern skriptbetont", sagt
Johanna Degen. Die beiden Therapeutinnen und Wissenschaftlerinnen
sprechen darüber, wie Pornos, Memes und Dating-Apps verschieben,
wie Sex zu sein hat – und warum Konsens in der Realität oft
scheitert. Ein klares Nein sei oft der Beginn der Verhandlung, ob
das Gegenüber nicht doch überzeugt werden kann, bestimmte Praktiken
mitzumachen, erzählt Johanna den beiden Podcast-Hosts Melanie
Büttner und Sven Stockrahm. "Mich hat berührt, wie stark
auseinanderfallen kann, was Leute innerlich wahrnehmen und was sie
letztlich tun", berichtet Sonja aus ihren Forschungsergebnissen.
"Natürlich wissen schon Jugendliche, dass Pornos keine Dokus sind
und Influencer keine echten Freunde", sagt Johanna. Das ändere aber
nichts daran, dass Menschen emotional abhängig werden oder das
Gehirn denke, so gehe Sex. Darin liegt am Ende aber auch eine
Chance: Viele müssten sich trauen, stärker danach zu handeln, was
sie bereits wissen, was ihnen gutttue. Mehr zu unseren Gästinnen
und Links zu Studien - Sonja Bröning ist Professorin für
Entwicklungspsychologie an der Medical School Hamburg und forscht
zu Beziehungen und Sexualität. Zugleich arbeitet sie als
systemische Paar- und Sexualtherapeutin in eigener Praxis. Mehr zu
ihrer Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Website und auf Instagram. -
Johanna Degen ist Sozialpsychologin, Sexual- und Paartherapeutin
und Wissenschaftlerin unter anderem an der Europa-Universität
Flensburg. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit
Online-Dating, Parasozialität und Sexualität. Mehr zu ihr erfahrt
ihr auch auf Instagram. - In dieser Folge sprechen wir neben teils
unveröffentlichten Forschungsergebnissen von Johanna Degen und
Sonja Bröning auch Ergebnisse der aktuellen
Jugendsexualitätsstudie. - Einige ausgewählte wissenschaftliche
Quellen zu Rough Sex und seiner Verbreitung: Perspectives on Sexual
and Reproductive Health: Döring et al., 2024, Arch Sex Behav:
Herbenick et al., 2021 und Journal of Sex Research: Gavey &
Brewster, 2025. Zur Frage, welche Rolle Konsens beim Aushandeln von
gewissen Praktiken spielt und wie diese erlebt werden: Sexuality
Research and Social Policy: Herbenick et al., 2024. Und zur Frage
der Bedeutung von Rough Sex über Geschlechter- und
Identitätsgrenzen hinweg: Journal of Sex and Marital Therapy:
Valdivia et al., 2022. Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema - "Die
Gefühle, die wir mit Influencern erleben, sind echt" - "Sexuell
exklusiv zu sein, ist nicht, was unsere Beziehung ausmacht" Alle
Folgen vom Sex- und Beziehungspodcast auch auf
www.zeit.de/istdasnormal. Kennst du unser Buch? "Ist das normal?
Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst" Folge den Hosts, der
Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und dem
ZEIT-Ressortleiter Wissen Online, Sven Stockrahm, auf Instagram
unter @dr.melanie.buettner und @svensonst. [ANZEIGE] Mehr über die
Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden
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"Ass-to-mouth": Heute sei vieles normal beim Sex, was manch ältere
Menschen für pervers halten, sagt Sonja Bröning. Und gleichzeitig
gilt: "Sex ist oft nicht lustbetont, sondern skriptbetont", sagt
Johanna Degen. Die beiden Therapeutinnen und Wissenschaftlerinnen
sprechen darüber, wie Pornos, Memes und Dating-Apps verschieben,
wie Sex zu sein hat – und warum Konsens in der Realität oft
scheitert. Ein klares Nein sei oft der Beginn der Verhandlung, ob
das Gegenüber nicht doch überzeugt werden kann, bestimmte Praktiken
mitzumachen, erzählt Johanna den beiden Podcast-Hosts Melanie
Büttner und Sven Stockrahm. "Mich hat berührt, wie stark
auseinanderfallen kann, was Leute innerlich wahrnehmen und was sie
letztlich tun", berichtet Sonja aus ihren Forschungsergebnissen.
"Natürlich wissen schon Jugendliche, dass Pornos keine Dokus sind
und Influencer keine echten Freunde", sagt Johanna. Das ändere aber
nichts daran, dass Menschen emotional abhängig werden oder das
Gehirn denke, so gehe Sex. Darin liegt am Ende aber auch eine
Chance: Viele müssten sich trauen, stärker danach zu handeln, was
sie bereits wissen, was ihnen gutttue. Mehr zu unseren Gästinnen
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Johanna Degen ist Sozialpsychologin, Sexual- und Paartherapeutin
und Wissenschaftlerin unter anderem an der Europa-Universität
Flensburg. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit
Online-Dating, Parasozialität und Sexualität. Mehr zu ihr erfahrt
ihr auch auf Instagram. - In dieser Folge sprechen wir neben teils
unveröffentlichten Forschungsergebnissen von Johanna Degen und
Sonja Bröning auch Ergebnisse der aktuellen
Jugendsexualitätsstudie. - Einige ausgewählte wissenschaftliche
Quellen zu Rough Sex und seiner Verbreitung: Perspectives on Sexual
and Reproductive Health: Döring et al., 2024, Arch Sex Behav:
Herbenick et al., 2021 und Journal of Sex Research: Gavey &
Brewster, 2025. Zur Frage, welche Rolle Konsens beim Aushandeln von
gewissen Praktiken spielt und wie diese erlebt werden: Sexuality
Research and Social Policy: Herbenick et al., 2024. Und zur Frage
der Bedeutung von Rough Sex über Geschlechter- und
Identitätsgrenzen hinweg: Journal of Sex and Marital Therapy:
Valdivia et al., 2022. Weitere Sexpodcastfolgen zum Thema - "Die
Gefühle, die wir mit Influencern erleben, sind echt" - "Sexuell
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