Unter Freunden: Eugen Zentner – Kunst in Zeiten der Corona-Krise
Während der unglückseligen Corona-Jahren erlebten wir einen
„Winterschlaf der Kultur“, wie es Friedrich Nietzsche genannt
hätte. Für alle Kunstformen, die sich direkt an ein Publikum wenden
wollten, gab es einen Lockdown, regierungskritische Töne...
48 Minuten
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Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonderes beigetragen haben. Der Ton ist heiter, manchmal....
Beschreibung
vor 2 Tagen
Während der unglückseligen Corona-Jahren erlebten wir einen
„Winterschlaf der Kultur“, wie es Friedrich Nietzsche genannt
hätte. Für alle Kunstformen, die sich direkt an ein Publikum wenden
wollten, gab es einen Lockdown, regierungskritische Töne wurden
bekämpft. Für viele Künstler ging es ums Überleben. Obendrein
stellte sich ihnen die Frage, mit welchen künstlerischen Mitteln
sie die drängenden Themen verarbeiten sollten. Eugen Zentner hält
die Form der Kurzgeschichte für besonders geeignet, um innere
Kämpfe darzustellen, die die Helden an einen Punkt bringen, von dem
aus sie auf den „Boden ihrer Existenz schauen. Es ist ein Punkt
größter Verzweiflung“. Er bringt dafür Beispiele aus seiner
Sammlung „Corona-Schicksale“ und spricht über die Entwicklung der
modernen Kurzgeschichte, in der die Situation selber zum
eigentlichen Protagonisten wird. In seinem Buch „Kunst und Kultur
gegen den Strom“ stellt er Künstler vor, die sich keinen Maulkorb
umbinden ließen. Einige davon waren schon bei „Unter Freunden“ zu
Gast. Das Archiv dieser Sendereihe ist – wie auch das Buch von
Eugen Zentner – ein Tummelplatz der kritischen Kunstszene, die eine
bemerkenswerte Vielseitigkeit aufweist und – wie an den
Kurzgeschichten von Zentner deutlich wird – den ernsthaften Willen
hat, nicht nur als Protokoll der laufenden Ereignisse zu dienen,
sondern sich als Kunst mit einem Eigenwert zu behaupten.
„Winterschlaf der Kultur“, wie es Friedrich Nietzsche genannt
hätte. Für alle Kunstformen, die sich direkt an ein Publikum wenden
wollten, gab es einen Lockdown, regierungskritische Töne wurden
bekämpft. Für viele Künstler ging es ums Überleben. Obendrein
stellte sich ihnen die Frage, mit welchen künstlerischen Mitteln
sie die drängenden Themen verarbeiten sollten. Eugen Zentner hält
die Form der Kurzgeschichte für besonders geeignet, um innere
Kämpfe darzustellen, die die Helden an einen Punkt bringen, von dem
aus sie auf den „Boden ihrer Existenz schauen. Es ist ein Punkt
größter Verzweiflung“. Er bringt dafür Beispiele aus seiner
Sammlung „Corona-Schicksale“ und spricht über die Entwicklung der
modernen Kurzgeschichte, in der die Situation selber zum
eigentlichen Protagonisten wird. In seinem Buch „Kunst und Kultur
gegen den Strom“ stellt er Künstler vor, die sich keinen Maulkorb
umbinden ließen. Einige davon waren schon bei „Unter Freunden“ zu
Gast. Das Archiv dieser Sendereihe ist – wie auch das Buch von
Eugen Zentner – ein Tummelplatz der kritischen Kunstszene, die eine
bemerkenswerte Vielseitigkeit aufweist und – wie an den
Kurzgeschichten von Zentner deutlich wird – den ernsthaften Willen
hat, nicht nur als Protokoll der laufenden Ereignisse zu dienen,
sondern sich als Kunst mit einem Eigenwert zu behaupten.
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