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Kontrafunk: Unter Freunden

Kontrafunk: Unter Freunden

Kontrafunk 217 Episoden Neueste vor 3 Tagen

Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonderes beigetragen haben. Der Ton ist heiter, manchmal....

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Episoden

46 Minuten
Schon während seiner Armeezeit im Jahre 2012 produzierte Sergei Chorolski humorvolle, leicht erotische Musikvideos. Mit Kriegsbeginn wurden die Videos politischer, nach seinem Spottlied „Patriotin“ über Frauen, die selber das Land verlassen hatten und gleichzeitig Männer zum Kämpfen aufforderten, wurde das Militär auf ihn aufmerksam. Er musste untertauchen, schließlich gelang ihm die Flucht, indem er nachts durch einen Grenzfluss nach Moldawien schwamm. In Deutschland setzt er seine Videoarbeit fort, nun jedoch als Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen: Er sammelt Aufnahmen von gewaltsamen Zwangsrekrutierungen durch die sogenannten TCK-Einheiten, die brutal Männer entführen.

Möglich wird das Gespräch durch Übersetzungen und Erklärungen von Sergei Bereschnjuk, der mit Sergei Chorolski befreundet ist und die aktuelle Lage in der Ukraine kennt. Beide hoffen, dass durch das Aufzeigen der Menschenrechtsverletzungen der internationale Druck erhöht werden kann und der Krieg ein baldiges Ende findet.
49 Minuten
Männer organisieren sich, es gibt neue Männermanifeste, ein Deutscher Männerrat e. V. steht vor der Gründung. Thomas Fügner ist Männercoach mit einem speziellen Programm und einem distanzierten Verhältnis zu der neuen Entwicklung. Er kritisiert sowohl die Tendenz zur Unterwerfung unter feministische Zuschreibungen, bei denen Männer als toxisch gesehen werden, als auch frauenverachtende Auswüchse, die man in der „Pick-up-Artist“-Szene findet. Die größte Tragik für Männer sieht er darin, dass ihnen der Zugang zu ihren Kindern verweigert wird.

Als Weg aus der Tragik empfiehlt er die japanische Kintsugi-Kunst, die es ausgegrenzten Vätern ermöglicht, ihr zerbrochenes Leben durch Selbstfürsorge, Selbstdisziplin und ein neues Selbstbild zu „vergolden“. Fügner greift dabei auf David Deidas Attribute von Männlichkeit – Fokussiertheit, Todesbewusstsein und Präsenz – zurück und plädiert dafür, dass Männer sich nicht an Rechten, sondern an Pflichten orientieren, und stellt sein Projekt „Masculin Spirit“ vor. 
44 Minuten
Die Friedensaktivistin und Tänzerin Isabelle Casel berichtet vom „European Peace Projekt“, das sie zusammen mit Ulrike Guérot ins Leben gerufen hat. Dabei wird am 9. Mai um 17 Uhr europaweit ein in verschiedene Sprachen übersetztes Friedensmanifest verlesen und mit künstlerischen Aktionen angereichert. Außerdem stellt sie das neu gegründete „European Peace Project“ vor, das sich als breit aufgestellter Thinktank versteht, der eine von der EU unabhängige, eurasisch orientierte multipolare Zukunft Europas entwickeln will.

Die erste Konferenz findet am 26. September in Istanbul statt und ist als Gegenentwurf zu Institutionen wie der Münchner Sicherheitskonferenz gedacht. Isabelle Casel wünscht sich, dass die stark fragmentierte Friedensbewegung wieder stärker gebündelt wird, damit mehr gemeinsame Aktionen entstehen.
49 Minuten
Unter dem Pseudonym R. Tarden hat Alexander Schlag einen Roman geschrieben mit dem harmlosen Titel „Nord-Nordost“ und dem verräterischen Untertitel „Eine Flucht vor dem europäischen Blackout“, der als drohendes Unheil im Hintergrund lauert. Der Segeltörn, der unter anderen Umständen heiter sein könnte, stellt die beiden Männer an Bord vor die Frage, wie eine Gesellschaft nach einem Systemversagen neu beginnen kann. Wie kann ein Neuanfang mit Eigenverantwortung, Urteilskraft und Demut sich staatlichen Regulierungen entgegenstellen?

Alexander Schlag ist gelernter Elektrotechniker mit Spezialisierung auf Energieverbundsysteme, man merkt ihm sowohl sein leidenschaftliches Segelfachwissen an als auch seine fundierte Expertise zu Stromnetzen. Am Ende deutet sich eine Art Arche-Noah-Szenario an, wenn das Boot noch zwei Frauen aufnimmt und zur Keimzelle einer möglichen neuen Gemeinschaft wird.
51 Minuten
Dr. Leo Ensel sieht sein „Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit" als fortlaufendes Sammelprojekt, in dem dokumentiert wird, wie verharmlosende und militarisierte Sprache uns auf einen Krieg vorbereiten soll. Seine Vorbilder sind Victor Klemperer, Dolf Sternberger und vor allem Günther Anders, der von „Apokalypse-Blindheit" spricht, mit dem die Unfähigkeit bezeichnet wird, sich die Folgen der von Menschen geschaffenen Zerstörungsmittel wirklich vorzustellen. Als Kind der Friedensbewegung der 1980er-Jahre erzählt Leo Ensel von einem bewegenden Versöhnungserlebnis an der Gedenkstätte Chatyn in Weißrussland. Er plädiert für persönliche Begegnungen und Dialoge über Grenzen hinweg als konkrete Friedensarbeit frei nach seinem an Politiker gerichteten „friedensfrechen“ Motto: „Zankt euch weiter – wir lieben uns weiter." 
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Über diesen Podcast

Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonderes beigetragen haben. Der Ton ist heiter, manchmal neckend, und immer typisch für ein Gespräch unter Freunden. Denn Freundschaft ist etwas, das gerade auch dann hält, wenn politische, philosophische oder religiöse Überzeugungen dagegenstehen. 
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„Kontrafunk: Unter Freunden“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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