10. Episode: Brain-Computer Interfaces - Ressource, Stressor oder beides?
vor 4 Wochen
Ein Beitrag von Prof. Dr. Clemente Minonne
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Beschreibung
vor 4 Wochen
In dieser Episode von Denkstoff kompakt spricht Prof. Dr. Clemente
Minonne über Brain-Computer Interfaces (BCIs) im Arbeitskontext und
darüber, warum Neurotechnologie zugleich Unterstützung und
Belastung sein kann. Auf Basis des konzeptionellen Artikels von
Kies et al. (2024) zeigt er, dass BCIs je nach Ausgestaltung und
organisationaler Einbettung entweder als technologische Ressource
erlebt werden (z.B. Früherkennung von Müdigkeit, Unterstützung bei
kognitiver Last, sicherheitsrelevantes Feedback) oder als
technologischer Stressor (z.B. Gefühl von Überwachung,
Leistungsverdichtung, Verlust von Privatheit). Entlang der Logik
von Job Demands–Resources und dem transaktionalen Stressverständnis
wird deutlich: Entscheidend ist weniger die Hardware als die
Bewertung durch Mitarbeitende, also ob das System als bewältigbar,
fair und hilfreich oder als bedrohlich und entmündigend
wahrgenommen wird. Sein persönliches Fazit: BCIs sind keine
gewöhnlichen Wearables, sondern eine neue Schnittstelle zwischen
Organisation und Innenleben des Menschen, und darum entscheidet
Arbeitsgestaltung darüber, ob daraus Schutz oder Druck wird.
Quelle: Kies, A., De Keyser, A., Jaramillo, S., Li, J., Tang, Y.
E., & Ud Din, I. (2024). Wired for work: brain-computer
interfaces’ impact on frontline employees’ well-being. Journal of
Service Management. https://doi.org/10.1108/JOSM-03-2024-0098
Minonne über Brain-Computer Interfaces (BCIs) im Arbeitskontext und
darüber, warum Neurotechnologie zugleich Unterstützung und
Belastung sein kann. Auf Basis des konzeptionellen Artikels von
Kies et al. (2024) zeigt er, dass BCIs je nach Ausgestaltung und
organisationaler Einbettung entweder als technologische Ressource
erlebt werden (z.B. Früherkennung von Müdigkeit, Unterstützung bei
kognitiver Last, sicherheitsrelevantes Feedback) oder als
technologischer Stressor (z.B. Gefühl von Überwachung,
Leistungsverdichtung, Verlust von Privatheit). Entlang der Logik
von Job Demands–Resources und dem transaktionalen Stressverständnis
wird deutlich: Entscheidend ist weniger die Hardware als die
Bewertung durch Mitarbeitende, also ob das System als bewältigbar,
fair und hilfreich oder als bedrohlich und entmündigend
wahrgenommen wird. Sein persönliches Fazit: BCIs sind keine
gewöhnlichen Wearables, sondern eine neue Schnittstelle zwischen
Organisation und Innenleben des Menschen, und darum entscheidet
Arbeitsgestaltung darüber, ob daraus Schutz oder Druck wird.
Quelle: Kies, A., De Keyser, A., Jaramillo, S., Li, J., Tang, Y.
E., & Ud Din, I. (2024). Wired for work: brain-computer
interfaces’ impact on frontline employees’ well-being. Journal of
Service Management. https://doi.org/10.1108/JOSM-03-2024-0098
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