Cisplatin-induzierte Ototoxizität bei Kindern
Bis zu 50% der krebskranken Kinder entwickeln unt…
29 Minuten
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Beschreibung
vor 9 Stunden
Bis zu 50% der krebskranken Kinder entwickeln unter
Cisplatin-Therapie irreversible Hörschäden. Besonders gefährdet
sind Kinder unter fünf Jahren, da sich ihr Innenohr noch in der
Entwicklung befindet. Das Problem: Der Hörverlust beginnt
hochfrequent außerhalb des Sprachbereichs und bleibt lange
unbemerkt. Erst später zeigen sich dramatische Auswirkungen auf
Sprachentwicklung und Schulleistungen. Neben dem jungen Alter
erhöhen die kumulative Cisplatin-Dosis und bestimmte
Begleitmedikationen das Risiko erheblich. Mit Natriumthiosulfat
steht erstmals eine Präventionsstrategie zur Verfügung, die das
Risiko um etwa 50% reduziert. Die Substanz muss sechs Stunden nach
Cisplatin-Gabe appliziert werden und ist nur bei
nicht-metastasierten Erkrankungen zugelassen. Entscheidend ist ein
strukturiertes Hörmonitoring mit altersgerechten Prüfungen vor,
während und nach der Therapie. Die erfolgreiche Versorgung
erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen
Kinderonkolog:innen, HNO-Ärzt:innen, Logopäd:innen und
pädagogischen Fachkräften. Während genetische Risikotests noch
experimentell sind, bleibt die frühzeitige Erkennung und
Intervention essenziell, um Entwicklungsfolgen zu vermeiden. Dr.
Urs Mücke betont: "Wir behandeln nicht für Statistiken, sondern für
Lebensqualität."
https://www.medical-tribune.de/medizin/onkologie/cisplatin-induzierte-ototoxizitaet-bei-kindern
Diese Podcast-Staffel wird ermöglicht durch Fortimel - medizinische
Trinknahrung. Wir danken unserem Partner für die Unterstützung der
Produktion dieses Audio-Formats. Unsere Sponsoring-Partner haben
keinen Einfluss auf die Inhalte. Fortimel Trinknahrungen sind
Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät).
Zum Diätmanagement bei krankheitsbedingter Mangelernährung. Nur
unter ärztlicher Aufsicht verwenden.
Cisplatin-Therapie irreversible Hörschäden. Besonders gefährdet
sind Kinder unter fünf Jahren, da sich ihr Innenohr noch in der
Entwicklung befindet. Das Problem: Der Hörverlust beginnt
hochfrequent außerhalb des Sprachbereichs und bleibt lange
unbemerkt. Erst später zeigen sich dramatische Auswirkungen auf
Sprachentwicklung und Schulleistungen. Neben dem jungen Alter
erhöhen die kumulative Cisplatin-Dosis und bestimmte
Begleitmedikationen das Risiko erheblich. Mit Natriumthiosulfat
steht erstmals eine Präventionsstrategie zur Verfügung, die das
Risiko um etwa 50% reduziert. Die Substanz muss sechs Stunden nach
Cisplatin-Gabe appliziert werden und ist nur bei
nicht-metastasierten Erkrankungen zugelassen. Entscheidend ist ein
strukturiertes Hörmonitoring mit altersgerechten Prüfungen vor,
während und nach der Therapie. Die erfolgreiche Versorgung
erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen
Kinderonkolog:innen, HNO-Ärzt:innen, Logopäd:innen und
pädagogischen Fachkräften. Während genetische Risikotests noch
experimentell sind, bleibt die frühzeitige Erkennung und
Intervention essenziell, um Entwicklungsfolgen zu vermeiden. Dr.
Urs Mücke betont: "Wir behandeln nicht für Statistiken, sondern für
Lebensqualität."
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