Tiergestützte Therapie in der Onkologie

Tiergestützte Therapie in der Onkologie

vor 3 Tagen
Krebskranke Kinder und Jugendliche erfahren mit d…
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In O-Ton Onkologie wird alles diskutiert, was mit…
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Wiesbaden

Beschreibung

vor 3 Tagen
Krebskranke Kinder und Jugendliche erfahren mit der Diagnose Krebs
oft einen abrupten Verlust an Autonomie und sozialer Teilhabe.
Genau hier setzt die tiergestützte Therapie an. Am
Universitätsklinikum Essen besuchen Therapiehunde wie Retriever
Flip und bald auch Zwergspitz Coco regelmäßig die pädiatrische
Onkologiestation. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr.
med vet. Astrid Heinl mit Prof. Dr. med. Michael Schündeln,
stellvertretender Klinikdirektor und Facharzt für pädiatrische
Hämatologie und Onkologie, Essen. Prof. Schündeln schildert im
Podcast unter anderem, wie eine Schlittenhundefreizeit mit
Langzeitüberlebenden in Schweden ihn vor rund zwölf Jahren zur Idee
bewog, Therapiehunde bereits in der Akutbehandlung einzusetzen.
Hygiene, Hürden und ein eingespieltes Team Die Umsetzung erforderte
jahrelange Überzeugungsarbeit: Immunsupprimierte Patient:innen,
fehlende Leitlinien für die Akutphase und föderale Unterschiede in
den Hygienekonzepten stellten erhebliche Hürden dar. Erst eine
breite Koalition aus Krankenhaushygiene, Mikrobiologie und
Pädiatrie ermöglichte den Start des Programms. Die Sitzungen,
korrekterweise als „tiergestützte Aktivitäten" bezeichnet, dauern
20 bis 40 Minuten, finden etwa zweimal wöchentlich statt und folgen
keinem starren Ablauf. Entscheidend sind neben der sorgfältigen
Auswahl und Ausbildung der Hunde auch das eingespieltes
Mensch-Hund-Team sowie die formelle Zustimmung der Eltern. Von der
Einzelbeobachtung zur multizentrischen Studie Die beobachteten
Effekte sind bemerkenswert: Weniger Stress, größere
Therapiebereitschaft und gestärkte Selbstwirksamkeit – besonders
bei Jugendlichen, die sich sonst oft vollständig zurückziehen. Eine
aktuelle deutschlandweite Umfrage zeigt, dass bislang nur 9 von
rund 60 pädiatrisch-onkologischen Kliniken Therapiehunde einsetzen,
obwohl viele weitere Interesse bekunden. Prof. Schündeln und sein
Netzwerk arbeiten daher auf eine multizentrischen Studie und
einheitliche Standards hin. Langfristig lautet das Ziel,
tiergestützte Therapie aus der Spendenfinanzierung in die
Regelversorgung zu überführen.
https://www.medical-tribune.de/medizin/onkologie/tiergestuetzte-therapie-in-der-onkologie
Weiterführende Informationen:
https://kinderklinik3.uk-essen.de/team-haematologie-onkologie/
https://www.journalonko.de/news/medizin/einsatz-therapiehunde-krebstherapie
https://www.uni-due.de/2024-09-11-therapiehund-am-krankenbett
https://betreutesfuehlen.podigee.io/
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