#7 Einheimisch oder (K)einheimisch? – mit Tomer Dotan-Dreyfus
1 Stunde 2 Minuten
Beschreibung
vor 1 Woche
In unserer siebten Podcast Folge sprechen wir mit dem
Schriftsteller Tomer Dotan-Dreyfus. Tomer hat ein Buch
geschrieben – „Keinheimisch“, in dem er sich die Frage stellt, wo
er eigentlich einheimisch ist oder sein kann?
Unser Gespräch fängt mit Tomers Kindheit in Israel an: Was meint
er, wenn er seine Kindheit als „normal“ bezeichnet und warum
kritisiert er heute, dass genau diese Normalität die
Unterdrückung von Palästinensern ermöglicht?
Wie in Deutschland ist auch in Israel der Holocaust ein fester
Bestandteil des Curriculums in der Schule. Wir wollen von Tomer
wissen, wie das für ihn als Kind war – wie hat er in der Schule
die Erinnerung an den Holocaust wahrgenommen?
Unser Gespräch dreht sich nicht nur um Tomer sondern auch um
seine Großeltern – Tomer erzählt uns über die Kugel welche neben
dem Herzen seines Opas steckte, da er als junger Erwachsener im
sogenannten ,Unabhängigkeitskrieg' – der Nakba – kämpfte und über
die Reise seiner Oma – von Polen über Teheran nach Israel – sowie
die Diskriminierung, mit der sie als Holocaust Überlebende in
Israel konfrontiert war.
Nach seinem Militärdienst, über den wir auch sprechen werden,
zieht Tomer nach Deutschland. Warum eigentlich? Und wie wird
Tomers israelische und jüdische Identität in Deutschland
verhandelt?
Einheimisch oder (K)einheimisch? Was bedeutet Einheimischkeit in
Palästina und Israel? Was bedeutet es in Deutschland? Ist es eine
Beziehung zur Geschichte des Ortes, zu anderen Menschen, zur
Natur?
Im Laufe der Folge erwähnen wir u.a. diese Quellen:
Tomer Dotan-Dreyfus. „Keinheimisch - Kindheit in
Israel, Leben in Deutschland“. Proplyäen Verlag. 2025.
„Foragers“ - Film, 2022.
Hört rein, folgt uns auf Spotify,
YouTube sowie auf Instagram, um direkt
von den nächsten Folgen zu erfahren.
Hinter dem Podcast steht der Verein dis:orient, ein unabhängiges
Kollektiv von Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und
Aktivist:innen, die sich auf vielfältige Weise mit den Ländern
Westasiens und Nordafrikas auseinandersetzen. Inspiriert von
postkolonialen und feministischen Ansätzen setzen wir uns dafür
ein, marginalisierten Perspektiven eine Plattform zu bieten. Das
geschieht durch unser Online-Magazin, in dem wir
Artikel, Analysen und Interviews veröffentlichen, sowie durch
Veranstaltungen – immer darauf bedacht, einen Raum für diverse
Stimmen zu schaffen.
Auch dieser Podcast wird ehrenamtlich konzipiert, gehostet und
produziert – wenn dir das ein paar Euro wert ist,
oder du uns auch dauerhaft als Fördermitglied unterstützen willst
– hier entlang.
Weitere Episoden
1 Stunde 7 Minuten
vor 1 Monat
1 Stunde 21 Minuten
vor 3 Monaten
1 Stunde 13 Minuten
vor 4 Monaten
1 Stunde 33 Minuten
vor 5 Monaten
1 Stunde 9 Minuten
vor 6 Monaten
In Podcasts werben
Kommentare (0)