In unserer neunten Podcast-Folge sprechen wir mit dem Journalisten, Autor und Medienwissenschaftler Fabian Goldmann.
Fabian hat selbst viele Jahre als Journalist gearbeitet und über die WANA-Region berichtet. Die letzten Jahre hat er sich jedoch damit beschäftigt, wie Medien in Deutschland über den Genozid in Gaza berichten und wie und warum diese Berichterstattung völlig versagt hat. Rausgekommen ist dabei ein Buch mit dem Titel, „Staatsräsonfunk - Deutsche Medien und der Genozid in Gaza“.
Wie in kaum einem anderen Land, so Fabian, haben Medien in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023 die tödliche Realität in der Region verharmlost, gerechtfertigt oder gleich ganz verschwiegen.
Im Laufe unseres Gesprächs gehen wir diesen und weiteren Problematiken der deutschen Medienlandschaft auf die Spur. Wir sprechen über Journalist:innen, die einen Israel-Bias aufgrund ihres Verständnisses der eigenen deutschen Geschichte haben, sowie über Repressionen in deutschen Redaktionen, welche eine kritischere Berichterstattung im Keim ersticken lassen. Wir sprechen aber auch über die Auswirkungen von Kommerzialisierung und Monopolisierung auf die deutsche Berichterstattung über Gaza. Viele der Nachrichten, die wir lesen – sei es in der taz oder in der Bild – werden oft nur übernommen, und zwar aus der gleichen Quelle. Wer steckt dahinter?
Im Laufe der Folge erwähnen wir u.a. diese Quellen:
Fabian Goldmann, „Staatsräsonfunk – Deutsche Medien und der Genozid in Gaza“, Manifest Verlag, 2026.
Renate Dillmann, „Medien. Macht. Meinung. – Auf dem Weg in die Kriegstüchtigkeit“, Manifest Verlag, 2024.
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Hinter dem Podcast steht der Verein dis:orient, ein unabhängiges Kollektiv von Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen, die sich auf vielfältige Weise mit den Ländern Westasiens und Nordafrikas auseinandersetzen. Inspiriert von postkolonialen und feministischen Ansätzen setzen wir uns dafür ein, marginalisierten Perspektiven eine Plattform zu bieten. Das geschieht durch unser Online-Magazin, in dem wir Artikel, Analysen und Interviews veröffentlichen, sowie durch Veranstaltungen – immer darauf bedacht, einen Raum für diverse Stimmen zu schaffen.
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