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  4. Das neue Terminal 3: Wenn Infrastruktur zur Identität wird
Kurz vor der feierlichen Eröffnung im April 2026, während der
Probebetrieb mit Tausenden Testpassagieren auf Hochtouren läuft,
blickt diese Spezial-Folge des Digitalwirtschaft-Podcasts das rund
4 Milliarden Euro teure Terminal 3 des Frankfurter Flughafens.
Dabei wurde deutlich, dass der für bis zu 25 Millionen Passagiere
ausgelegte Neubau weit mehr ist als eine bloße
Kapazitätserweiterung; er ist ein Raum, in dem Infrastruktur,
Gestaltung und gesellschaftliche Erwartungen zu einer neuen
Qualität des öffentlichen Lebens verschmelzen. Die Diskussion war
Bestandteil von „Moving Business By Design“, einem neuen neues
Diskursformat im Rahmen der Rolle, die Frankfurt in diesem Jahr als
„World Design Capital“ innehat. Den architektonischen Grundgedanken
des neuen Terminals skizzierte Christoph Mäckler, der Architekt.
Anstelle steriler, rein funktionaler Abfertigungshallen entwarf er
ein Gebäude, das massiv auf natürliches Tageslicht setzt und
künstliche Lichtquellen auf ein Minimum reduziert. Prägend für
Mäcklers Ansatz ist die sichtbare Funktionalität, die sich etwa in
den offen liegenden Konstruktionsrohren der Decken widerspiegelt.
Er beschrieb das Terminal zudem als einen „wachsenden Käfer“,
dessen vertikale Erschließung so konzipiert ist, dass das Gebäude
in Zukunft nach außen wachsen kann, ohne die komplexen inneren
Abläufe zu stören. Doch wie navigiert man Millionen internationale
Gäste intuitiv und stressfrei durch ein Gebäude dieser Dimension?
Diese Frage beantwortete Sibylle Schlaich, Managing Partner bei
Moniteurs und Expertin für komplexe Orientierungssysteme. Sie
verdeutlichte, dass moderne Orientierungssysteme sprachliche und
kulturelle Barrieren mühelos überwinden müssen, ohne den Raum
visuell zu überfrachten. Ein erfolgreiches Orientierungssystem, so
Schlaich, verzahnt analoge Leitführung und digitale
Informationswelten nahtlos miteinander. Nur so kann den Reisenden
ein Gefühl von Sicherheit vermittelt und die oft stressige
Reiseerfahrung beruhigt werden. Dass diese Aufenthaltsqualität auch
eine harte ökonomische Währung ist, betonte Stephanie Pudwitz, die
kaufmännische Geschäftsführerin der Fraport AG. Das Terminal 3
fungiert als eigenständige Erlebniswelt und internationaler
Premiumstandort für Marken. Durch die Integration eines zentralen
Marktplatzes, innovativer Gastronomiekonzepte und großflächiger
digitaler Touchpoints – wie etwa 120 Quadratmeter großer
LED-Flächen in der Check-in-Halle – wird die Wartezeit zum Erlebnis
gemacht. Diese gezielte Steigerung der „User Experience“ ist für
Fraport essenziell, um im harten internationalen Wettbewerb der
Luftfahrtkreuze die entscheidenden Einnahmen jenseits des reinen
Flugbetriebs (Non-Aviation-Erlöse) zu sichern. Aus
landespolitischer Sicht ordnete Kaweh Mansoori, Hessischer Minister
für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum, das
Projekt in das große Ganze ein. Er bezeichnete den Flughafen als
den Herzschlag der hessischen Wirtschaft. Das neue Terminal sei
nicht nur ein klares Bekenntnis zur internationalen
Wettbewerbsfähigkeit des Standorts, sondern sichere als Jobmotor
direkt und indirekt Tausende Arbeitsplätze in der Region. Zudem
stärke die Infrastruktur den boomenden Tourismus im Bundesland.
Besonders hob Mansoori hervor, dass die termingerechte
Fertigstellung dieses gigantischen Baus ein starkes Signal über die
Landesgrenzen hinaus sende: Hessen ist in der Lage, Großprojekte
pragmatisch und erfolgreich umzusetzen. Am 22. April findet die
offizielle Eröffnung statt, vom 23. April an ist das Terminal für
jedermann zugänglich.
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„Das neue Terminal 3: Wenn Infrastruktur zur Identität wird“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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