Streit um Simson: Wie ein jüdischer Nachfahre die AfD herausfordert
Simson steht für Freiheit auf zwei Rädern. Für Dennis Baum ist es
der Name seiner von den Nazis enteigneten jüdischen Familie. Warum
nutzt die AfD die Kultmarke? Und was halten Simson-Fahrer davon?
57 Minuten
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Beschreibung
vor 3 Tagen
Die Marke Simson ist beliebt. Klar, es müffelt schon ein bisschen
nach Zweitaktmotor, wenn man hinterher fahren muss. Aber: So
richtig etwas dagegen haben, das fällt schwer. Simson steht für
Freiheit auf zwei Rädern, jugendliche Unabhängigkeit und 60
Kilometer pro Stunde bei 50 Kubikzentimeter Hubraum. Kaum denkbar
eigentlich, dass es um diese sympathische Marke Streit geben kann.
Doch den gibt es. Einen politischen, kulturellen,
gesellschaftlichen - und allen voran persönlichen. Zwischen
Nachfahren der jüdischen Gründefamilie Simson und der AfD. Die
Familie wirft der in fünf Bundesländern als rechtsextrem
eingestuften Partei vor, den Namen politisch zu vereinnahmen, etwa
bei Plakaten mit Aufschriften wie „Lieber Simson statt Lastenrad“.
Die Partei weist das zurück. In dieser Folge „Thema in Sachsen“ von
Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung wird den Fragen
nachgegangen, die sich jetzt stellen: Was steckt hinter dem
Konflikt? Wie wird es damit weitergehen? Und: Wie sehr beschäftigt
das Ganze eigentlich diejenigen, die Fan der Marke Simson sind und
einfach nur Moped fahren? Podcast-Host Fabian Deicke spricht über
all das mit Investigativreporter Josa Mania-Schlegel. Der hat unter
anderem mit Dennis Baum in New York telefoniert. Baum ist Großneffe
der früheren Eigentümerfamilie, die 1936 im Zuge der damaligen
„Arisierung“ von den Nationalsozialisten enteignet wurde - und
fliehen musste. Baum, 80 Jahre alt, früher Investmentbanker, ist im
Podcast zu hören. Die Verwendung des Namens Simson durch die AfD
nennt er „skurril“ und empfindet es als „eine absolute Beleidigung
für das Erbe unserer Familie“. Doch kann er etwas dagegen tun? Und
wie erfolgsversprechend sind rechtliche Schritte gegen die AfD? Der
Podcast gibt Antworten. Insbesondere wird nachgeforscht, welche
Rolle Markenrechte, Treuhand-Verträge aus der Wendezeit und die
Nachfolgegesellschaft der einstigen DDR-Betriebe spielen. Josa
Mania-Schlegel ordnet die juristischen Hintergründe ein – und macht
deutlich, dass es für diesen Streit wohl weder eine schnelle noch
einfache Lösung geben könne. Und was sagen eigentlich Simson-Fans
zu alldem? In Gröditz im Landkreis Meißen leben Justin, Arvid und
Gregor. Drei Jugendliche, die seit sie 15 Jahre alt waren, den
Führerschein haben und Moped fahren. Wie nehmen die Jungs die
Debatte wahr? Stört sie daran etwas? Und wie wichtig ist für sie
ihre "Simme"? Spoiler: Das Moped ist ihnen sehr wichtig - und zu
der Debatte haben sie eine klare Meinung. Schließlich analysiert
auch Politikwissenschaftler Janek Treiber von der TU Dresden den
Markenstreit. Schadet das der AfD? Wieso ist die Partei immer
wieder mit Ostalgie und der Verklärung der DDR-Geschichte
erfolgreich? Und interessiert es eigentlich die Wähler, dass die
Partei den Namen Simson, der auf eine jüdische Unternehmerfamilie
zurückgeht, für sich nutzt? Die Antworten darauf gibt es im Podcast
- inklusive reichlich Geknatter von S51, S50, Schwalbe und Co.
nach Zweitaktmotor, wenn man hinterher fahren muss. Aber: So
richtig etwas dagegen haben, das fällt schwer. Simson steht für
Freiheit auf zwei Rädern, jugendliche Unabhängigkeit und 60
Kilometer pro Stunde bei 50 Kubikzentimeter Hubraum. Kaum denkbar
eigentlich, dass es um diese sympathische Marke Streit geben kann.
Doch den gibt es. Einen politischen, kulturellen,
gesellschaftlichen - und allen voran persönlichen. Zwischen
Nachfahren der jüdischen Gründefamilie Simson und der AfD. Die
Familie wirft der in fünf Bundesländern als rechtsextrem
eingestuften Partei vor, den Namen politisch zu vereinnahmen, etwa
bei Plakaten mit Aufschriften wie „Lieber Simson statt Lastenrad“.
Die Partei weist das zurück. In dieser Folge „Thema in Sachsen“ von
Sächsischer Zeitung und Leipziger Volkszeitung wird den Fragen
nachgegangen, die sich jetzt stellen: Was steckt hinter dem
Konflikt? Wie wird es damit weitergehen? Und: Wie sehr beschäftigt
das Ganze eigentlich diejenigen, die Fan der Marke Simson sind und
einfach nur Moped fahren? Podcast-Host Fabian Deicke spricht über
all das mit Investigativreporter Josa Mania-Schlegel. Der hat unter
anderem mit Dennis Baum in New York telefoniert. Baum ist Großneffe
der früheren Eigentümerfamilie, die 1936 im Zuge der damaligen
„Arisierung“ von den Nationalsozialisten enteignet wurde - und
fliehen musste. Baum, 80 Jahre alt, früher Investmentbanker, ist im
Podcast zu hören. Die Verwendung des Namens Simson durch die AfD
nennt er „skurril“ und empfindet es als „eine absolute Beleidigung
für das Erbe unserer Familie“. Doch kann er etwas dagegen tun? Und
wie erfolgsversprechend sind rechtliche Schritte gegen die AfD? Der
Podcast gibt Antworten. Insbesondere wird nachgeforscht, welche
Rolle Markenrechte, Treuhand-Verträge aus der Wendezeit und die
Nachfolgegesellschaft der einstigen DDR-Betriebe spielen. Josa
Mania-Schlegel ordnet die juristischen Hintergründe ein – und macht
deutlich, dass es für diesen Streit wohl weder eine schnelle noch
einfache Lösung geben könne. Und was sagen eigentlich Simson-Fans
zu alldem? In Gröditz im Landkreis Meißen leben Justin, Arvid und
Gregor. Drei Jugendliche, die seit sie 15 Jahre alt waren, den
Führerschein haben und Moped fahren. Wie nehmen die Jungs die
Debatte wahr? Stört sie daran etwas? Und wie wichtig ist für sie
ihre "Simme"? Spoiler: Das Moped ist ihnen sehr wichtig - und zu
der Debatte haben sie eine klare Meinung. Schließlich analysiert
auch Politikwissenschaftler Janek Treiber von der TU Dresden den
Markenstreit. Schadet das der AfD? Wieso ist die Partei immer
wieder mit Ostalgie und der Verklärung der DDR-Geschichte
erfolgreich? Und interessiert es eigentlich die Wähler, dass die
Partei den Namen Simson, der auf eine jüdische Unternehmerfamilie
zurückgeht, für sich nutzt? Die Antworten darauf gibt es im Podcast
- inklusive reichlich Geknatter von S51, S50, Schwalbe und Co.
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