Sind wir alle hyperreaktiv, Annekathrin Kohout?
Annekathrin Kohout über den Zustand unserer Debatten im Netz,
Plattformlogiken und ihr Buch "Hyperreaktiv"
1 Stunde 10 Minuten
Podcast
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Beschreibung
vor 5 Tagen
Sind Liken, Teilen und Kommentieren etwas Politisches? Wenn es nach
der Gästin in dieser Folge des re:publicast geht: absolut.
Annekathrin Kohout, promovierte Kulturwissenschaftlerin und
Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“, blickt in
dieser Episode tief in die Mechanismen unserer digitalen Debatten.
Sie erklärt im Gespräch mit Host Jonas Ross, warum unsere
alltäglichen Klicks längst keine belanglosen Handlungen mehr sind,
sondern zum zentralen Schauplatz im Kampf um gesellschaftliche
Deutungsmacht geworden sind. Kurz gesagt: Reaction is king! Was das
bedeutet und wie das Diskurse verändert, weiß Kohout. Wo früher
Prozeduren den Diskurs kanalisierten und bändigten, herrscht heute
oft das „unberechenbar Ereignishafte“ der sozialen Netzwerke.
Kohout analysiert, wie Algorithmen gezielt Reaktionen,
Beurteilungen und Provokationen belohnen. Was das mit unserem
Miteinander macht und warum Online-Kommunikation heute so oft von
einer chronischen Überreizung geprägt ist, ist eines der Kernthemen
dieses intensiven Austauschs. Im Zentrum steht dabei ihr 2025 im
Verlag Klaus Wagenbach erschienenes Buch „Hyperreaktiv“. Darin
untersucht sie die Konsequenzen einer Kultur, die fast
ausschließlich aufs Reagieren und Polarisieren ausgelegt ist. Von
Memes bis hin zur politischen Instrumentalisierung von Bildern
zeigt sie auf, mit welchen Methoden im digitalen Raum heute Meinung
gemacht wird. Dabei nimmt sie auch die Rolle in den Blick, die wir
alle als Verstärker dieser oft gefährlichen Mechanismen einnehmen –
und fragt nach der Hoffnung auf einen wieder demokratischeren
Diskurs. Wie man trotz ständiger Erregung den Überblick im Netz
behält, wie digitale Diskurse unser Miteinander auch in der
analogen Welt beeinflussen und was wir selbst tun können, um zu
einer besseren Debattenkultur beitragen zu können.
der Gästin in dieser Folge des re:publicast geht: absolut.
Annekathrin Kohout, promovierte Kulturwissenschaftlerin und
Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“, blickt in
dieser Episode tief in die Mechanismen unserer digitalen Debatten.
Sie erklärt im Gespräch mit Host Jonas Ross, warum unsere
alltäglichen Klicks längst keine belanglosen Handlungen mehr sind,
sondern zum zentralen Schauplatz im Kampf um gesellschaftliche
Deutungsmacht geworden sind. Kurz gesagt: Reaction is king! Was das
bedeutet und wie das Diskurse verändert, weiß Kohout. Wo früher
Prozeduren den Diskurs kanalisierten und bändigten, herrscht heute
oft das „unberechenbar Ereignishafte“ der sozialen Netzwerke.
Kohout analysiert, wie Algorithmen gezielt Reaktionen,
Beurteilungen und Provokationen belohnen. Was das mit unserem
Miteinander macht und warum Online-Kommunikation heute so oft von
einer chronischen Überreizung geprägt ist, ist eines der Kernthemen
dieses intensiven Austauschs. Im Zentrum steht dabei ihr 2025 im
Verlag Klaus Wagenbach erschienenes Buch „Hyperreaktiv“. Darin
untersucht sie die Konsequenzen einer Kultur, die fast
ausschließlich aufs Reagieren und Polarisieren ausgelegt ist. Von
Memes bis hin zur politischen Instrumentalisierung von Bildern
zeigt sie auf, mit welchen Methoden im digitalen Raum heute Meinung
gemacht wird. Dabei nimmt sie auch die Rolle in den Blick, die wir
alle als Verstärker dieser oft gefährlichen Mechanismen einnehmen –
und fragt nach der Hoffnung auf einen wieder demokratischeren
Diskurs. Wie man trotz ständiger Erregung den Überblick im Netz
behält, wie digitale Diskurse unser Miteinander auch in der
analogen Welt beeinflussen und was wir selbst tun können, um zu
einer besseren Debattenkultur beitragen zu können.
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