re:publicast

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Trailer: Der re:publicast ist zurück mit Staffel 2 – Generation XYZ
31. Juli 2025

Episoden

Netzpolitik: Wie erklärt man Politiker*innen das Internet, Elina Eickstädt?
26.03.2026
1 Stunde 10 Minuten
Was genau ist eigentlich das Internet – für dich ganz persönlich? Wenn die Antwort darauf eher diffus ausfällt, bist du damit sicher nicht allein. Während wir im Alltag oft nur über soziale Netzwerke sprechen, bleiben die technologischen Systeme und Prozesse dahinter für viele ein Rätsel – oft sogar für die Politik. In dieser Folge des re:publicast spricht Host Jonas Ross mit Elina Eickstädt, bekannt als „Khaleesi“, über die dringende Notwendigkeit, den digitalen Raum demokratisch und rechtssicher zu organisieren. Die Informatikerin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC) macht deutlich, dass das Netz alles andere als ein rechtsfreier Raum ist, auch wenn die Gesetzgebung dem technologischen Tempo oft hoffnungslos hinterherhinkt. Elina Eickstädt hat sich einer Mammutaufgabe verschrieben: Politiker*innen das Internet und dessen Funktionsweise zu erklären. Als Expertin für europäische Digitalpolitik bohrt sie wortwörtlich „dicke Bretter“ – so auch der Name ihres Podcasts, in dem sie gemeinsam mit Constanze Kurz und Elisa Lindinger netzpolitische Prozesse seziert. Im re:publicast gibt sie Einblicke in ihren Kampf gegen die viel diskutierte Chatkontrolle und erklärt, warum es im Angesicht riesiger Tech-Monopole und langwieriger EU-Bürokratie brandgefährlich ist, wenn die Gesellschaft kein klares Bild von der Architektur des Digitalen hat. Wie steht es also um den Datenschutz der Zukunft? Brauchen wir vielleicht ein digitales Grundgesetz, um unsere Grundrechte im Netz dauerhaft zu sichern? Elina analysiert die Rolle der EU beim Schutz vor Rechtsbrüchen und diskutiert, wie eine Regulierung aussehen muss, die nicht nur reagiert, sondern gestaltet. Von IT-Sicherheit bis hin zu den Fallstricken europäischer Gesetzgebungsprozesse liefert sie eine fundierte Bestandsaufnahme für alle, die verstehen wollen, wie in der EU Politik und Recht im 21. Jahrhundert zusammenspielen. Diese Folge entstand Ende 2025 am Rande des Reeperbahn Festivals in Hamburg als Teil unserer vierteiligen Reihe auf dem Weg zur re:publica 2026 in Berlin.
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Urbane Utopien: Wie sieht die Stadt der Zukunft aus, Hilke Berger?
12.03.2026
1 Stunde 9 Minuten
Von „Metropolis“ bis zum „Lustigen Taschenbuch“, von Mark Twain bis Stanley Kubrick: Seit über hundert Jahren findet in Filmen, Comics, Büchern, Videospielen, in Kunst und Popkultur eine Auseinandersetzung mit der „Stadt der Zukunft“ statt. Irgendwo zwischen Dystopien und Utopien, zwischen Betonhöllen und bepflanzten Hauswänden, zwischen fliegenden Autos und Teleportern. Manches ist wahr, manches bleibt Science Fiction, aber eines gilt es zu Bedenken: Wenn es nach der Gästin in dieser Folge des re:publicast geht, hat die Stadt nicht nur eine, sondern gleich mehrere Zukünfte. Hilke Berger, Stadtforscherin und Expertin für kulturelle Stadtentwicklung, wirft gemeinsam mit Host Jonas Ross einen Blick hinter die Fassaden unserer Metropolen. Sie diskutieren, warum die Stadt der Zukunft weit mehr ist als eine Ansammlung von Beton oder bepflanzten Hauswänden – sie ist ein komplexes Geflecht aus Mobilität, Miteinander und dem Drang nach individueller Freiheit. In einer Zeit, in der über 75% der Menschen in Deutschland auf engstem Raum zusammenleben, stellt sich die drängende Frage nach der Teilhabe: Wie wird man den unterschiedlichen Bedürfnissen von Studierenden, Rentner*innen, Alteingesessenen und Zugezogenen gerecht? Dabei beleuchtet Berger, wie Kunst, Politik und Digitalität ineinandergreifen müssen, um das einstige Freiheitsversprechen der Stadt auch für kommende Generationen lebendig zu halten. Hilke Berger bringt für diese Analyse eine fundierte Expertise mit. Als langjährige wissenschaftliche Leiterin des City Science Labs an der HafenCity Universität Hamburg und seit Ende 2025 als Leiterin für kulturelle Stadtentwicklung der Stadt Kiel, arbeitet sie an der Schnittstelle von Theorie und Praxis. Im Gespräch teilt sie ihre Erfahrungen mit Zukunftsszenarien und erklärt, warum echte urbane Innovation nur durch echte Beteiligung entstehen kann. Es geht um die Suche nach Lösungen für die Herausforderungen des Zusammenlebens in 30 oder 100 Jahren. Und es geht darum, wie digitale Daten dabe helfen, die Stadt zu einem besseren ort zu machen. Dieses Gespräch ist im Herbst 2025 am Rande des Reeperbahn Festivals in Hamburg entstanden – als Teil unserer vierteiligen Reihe auf dem Weg zur re:publica 2026 in Berlin. Produktion und Redaktion: Jonas Ross
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Debattenkultur: Sind wir alle hyperreaktiv, Annekathrin Kohout?
26.02.2026
1 Stunde 10 Minuten
Sind Liken, Teilen und Kommentieren etwas Politisches? Wenn es nach der Gästin in dieser Folge des re:publicast geht: absolut. Annekathrin Kohout, promovierte Kulturwissenschaftlerin und Mitherausgeberin der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“, blickt in dieser Episode tief in die Mechanismen unserer digitalen Debatten. Sie erklärt im Gespräch mit Host Jonas Ross, warum unsere alltäglichen Klicks längst keine belanglosen Handlungen mehr sind, sondern zum zentralen Schauplatz im Kampf um gesellschaftliche Deutungsmacht geworden sind. Kurz gesagt: Reaction is king! Was das bedeutet und wie das Diskurse verändert, weiß Kohout. Wo früher Prozeduren den Diskurs kanalisierten und bändigten, herrscht heute oft das „unberechenbar Ereignishafte“ der sozialen Netzwerke. Kohout analysiert, wie Algorithmen gezielt Reaktionen, Beurteilungen und Provokationen belohnen. Was das mit unserem Miteinander macht und warum Online-Kommunikation heute so oft von einer chronischen Überreizung geprägt ist, ist eines der Kernthemen dieses intensiven Austauschs. Im Zentrum steht dabei ihr 2025 im Verlag Klaus Wagenbach erschienenes Buch „Hyperreaktiv“. Darin untersucht sie die Konsequenzen einer Kultur, die fast ausschließlich aufs Reagieren und Polarisieren ausgelegt ist. Von Memes bis hin zur politischen Instrumentalisierung von Bildern zeigt sie auf, mit welchen Methoden im digitalen Raum heute Meinung gemacht wird. Dabei nimmt sie auch die Rolle in den Blick, die wir alle als Verstärker dieser oft gefährlichen Mechanismen einnehmen – und fragt nach der Hoffnung auf einen wieder demokratischeren Diskurs. Wie man trotz ständiger Erregung den Überblick im Netz behält, wie digitale Diskurse unser Miteinander auch in der analogen Welt beeinflussen und was wir selbst tun können, um zu einer besseren Debattenkultur beitragen zu können.
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Spezial - "Digitale Zivilgesellschaft" Teil 2: Was bedeutet digitale Souveränität, Dr. Julia Pohle?
05.02.2026
48 Minuten
Was bedeutet „digitale Souveränität“? Nutzen wir hier überhaupt die richtige Begrifflichkeit? Und welche Rolle spielt die digitale Zivilgesellschaft bei der Gestaltung souveräner digitaler Infrastrukturen? Diesen Fragen widmet sich Teil 2 des „re:publicast-Spezials“. In sechs Sonderfolgen widmet sich re:publica-Mitgründer Markus Beckedahl der digitalen Zivilgesellschaft und ihren Perspektiven auf Macht, Demokratie und Technologie. Denn allzu oft tappen wir in die Falle bei „digitaler Souveränität“ über die staatliche, die kontrollierende Perspektive zu debattieren. Sicher, die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und die starke Abhängigkeit Europas von US-amerikanischen Technologieanbietern rücken das Thema digitale Souveränität erneut in den Mittelpunkt. Cloud-Infrastrukturen, Softwarelösungen und Datenökosysteme sind zentral für Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft, doch sie sind meist durch US-Firmen kontrolliert. Doch die Debatte um digitale Souveränität ist dabei nicht neu und greift zu kurz. Spätestens seit den Snowden-Enthüllungen 2013 wird sie geführt, insbesondere von Akteur:innen der digitalen Zivilgesellschaft. Doch was bedeutet digitale Souveränität jenseits nationaler oder wirtschaftlicher Interessen? Wie lassen sich demokratische Prinzipien, Transparenz und individuelle Rechte im digitalen Raum sichern? In dieser Folge spricht Markus Beckedahl mit Dr. Julia Pohle. Sie leitet die Forschungsgruppe „Politik der Digitalisierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). In ihrer Arbeit untersucht sie das Zusammenspiel von Technologie, Politik, sozialen Normen und Machtverhältnissen. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem digitale Souveränität und Geopolitik, Überwachung in demokratischen Gesellschaften sowie die Digitalisierung von Staat und Verwaltung. Im Gespräch geht es um die verschiedenen Dimensionen digitaler Souveränität, um politische Strategien und um die Frage, welche Lehren aus vergangenen Versäumnissen gezogen werden müssen. Die Sonderfolgen „digitale Zivilgesellschaft“ werden von der Stiftung Mercator unterstützt. Interview: Markus Beckedahl Intro & Sound: Jonas Ross
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Begegnungen: Wie bleibt die re:publica ein "Hoffnungsort", Andreas Gebhard?
29.01.2026
38 Minuten
Der re:publicast ist zurück! Auf dem Weg zur re:publica 2026 in Berlin melden wir uns mit vier Folgen, die auf der re:publica im Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg 2025 entstanden sind. Mit dabei in der ersten Folge ist Andreas Gebhard, Mitgründer und Geschäftsführer der re:publica. Mit re:publicast-Host Jonas Ross spricht Andreas darüber, wie die re:publica sich in den letzten Jahren verändert hat, welche Folgen die Pandemie für die Arbeit an einem solchen Festival hatte und vor allem: warum es so dringend echte Begegnungen und analogen Austausch braucht, um über die Zukunft der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Wie kann es gelingen, noch mehr Menschen für die Gestaltung des digitalen Raums zu gewinnen? Wie bleibt man unabhängig in Zeiten wirtschaftlicher Herausforderungen? Und wie gelingt es, an digitalen Utopien festzuhalten – in Zeiten der Polykrisen? Andreas Gebhard nannte die re:publica einmal einen Seismografen für die Trends und Entwicklungen der digitalen Gesellschaft. Angesichts ständiger Erregungen und rasanter politischer und gesellschaftlicher Verschiebungen müsste dieser Seismograf ja eigentlich ständig ausschlagen. Wie man dabei den Überblick behält und schlussendlich eine Plattform für konstruktiven Austausch bleibt, darum geht es in dieser Folge.
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Über diesen Podcast

Von der Macht digitaler Plattform, über die Strategien des Neo-Faschismus bis zum Verhältnis von Internet und Sexualität. In Staffel 2 des re:publicast spricht Host Jonas Ross mit einigen der Menschen, die auf der Bühne, in Gesprächen und mit Vorträgen auf der re:publica 2025 die Themen unserer Zeit verhandelt haben. Unter dem Motto "Generation XYZ" beleuchtet der re:publicast die unterschiedlichsten Themen. Wie schleichen sich 100 Jahre alte faschistische Schriften in unsere Social Media Timelines? Wie wird sich unsere Kreativität durch KI verändern? Ist ethische Pornographie im Internet möglich? Und was ist eigentlich ein Meme? All das und so viel mehr finden wir in diesem Podcast heraus. Ein Podcast der re:publica, produziert und moderiert von Jonas Ross.
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