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Episoden
05.02.2026
48 Minuten
Was bedeutet „digitale Souveränität“? Nutzen wir hier überhaupt die
richtige Begrifflichkeit? Und welche Rolle spielt die digitale
Zivilgesellschaft bei der Gestaltung souveräner digitaler
Infrastrukturen? Diesen Fragen widmet sich Teil 2 des
„re:publicast-Spezials“. In sechs Sonderfolgen widmet sich
re:publica-Mitgründer Markus Beckedahl der digitalen
Zivilgesellschaft und ihren Perspektiven auf Macht, Demokratie und
Technologie. Denn allzu oft tappen wir in die Falle bei „digitaler
Souveränität“ über die staatliche, die kontrollierende Perspektive
zu debattieren. Sicher, die aktuellen geopolitischen Entwicklungen
und die starke Abhängigkeit Europas von US-amerikanischen
Technologieanbietern rücken das Thema digitale Souveränität erneut
in den Mittelpunkt. Cloud-Infrastrukturen, Softwarelösungen und
Datenökosysteme sind zentral für Verwaltung, Wirtschaft und
Gesellschaft, doch sie sind meist durch US-Firmen kontrolliert.
Doch die Debatte um digitale Souveränität ist dabei nicht neu und
greift zu kurz. Spätestens seit den Snowden-Enthüllungen 2013 wird
sie geführt, insbesondere von Akteur:innen der digitalen
Zivilgesellschaft. Doch was bedeutet digitale Souveränität jenseits
nationaler oder wirtschaftlicher Interessen? Wie lassen sich
demokratische Prinzipien, Transparenz und individuelle Rechte im
digitalen Raum sichern? In dieser Folge spricht Markus Beckedahl
mit Dr. Julia Pohle. Sie leitet die Forschungsgruppe „Politik der
Digitalisierung“ am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
(WZB). In ihrer Arbeit untersucht sie das Zusammenspiel von
Technologie, Politik, sozialen Normen und Machtverhältnissen. Zu
ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem digitale
Souveränität und Geopolitik, Überwachung in demokratischen
Gesellschaften sowie die Digitalisierung von Staat und Verwaltung.
Im Gespräch geht es um die verschiedenen Dimensionen digitaler
Souveränität, um politische Strategien und um die Frage, welche
Lehren aus vergangenen Versäumnissen gezogen werden müssen. Die
Sonderfolgen „digitale Zivilgesellschaft“ werden von der Stiftung
Mercator unterstützt. Interview: Markus Beckedahl Intro &
Sound: Jonas Ross
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29.01.2026
38 Minuten
Der re:publicast ist zurück! Auf dem Weg zur re:publica 2026 in
Berlin melden wir uns mit vier Folgen, die auf der re:publica im
Rahmen des Reeperbahn Festivals in Hamburg 2025 entstanden sind.
Mit dabei in der ersten Folge ist Andreas Gebhard, Mitgründer und
Geschäftsführer der re:publica. Mit re:publicast-Host Jonas Ross
spricht Andreas darüber, wie die re:publica sich in den letzten
Jahren verändert hat, welche Folgen die Pandemie für die Arbeit an
einem solchen Festival hatte und vor allem: warum es so dringend
echte Begegnungen und analogen Austausch braucht, um über die
Zukunft der digitalen Gesellschaft zu diskutieren. Wie kann es
gelingen, noch mehr Menschen für die Gestaltung des digitalen Raums
zu gewinnen? Wie bleibt man unabhängig in Zeiten wirtschaftlicher
Herausforderungen? Und wie gelingt es, an digitalen Utopien
festzuhalten – in Zeiten der Polykrisen? Andreas Gebhard nannte die
re:publica einmal einen Seismografen für die Trends und
Entwicklungen der digitalen Gesellschaft. Angesichts ständiger
Erregungen und rasanter politischer und gesellschaftlicher
Verschiebungen müsste dieser Seismograf ja eigentlich ständig
ausschlagen. Wie man dabei den Überblick behält und schlussendlich
eine Plattform für konstruktiven Austausch bleibt, darum geht es in
dieser Folge.
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08.01.2026
54 Minuten
Wer ist die digitale Zivilgesellschaft? Was motiviert sie? Wie kann
sie besser und erfolgreicher werden? Wie kann unser digitales Leben
demokratisch geprägt werden? Diesen Fragen widmet sich unser
„re:publicast-Spezial“. In sechs Sonderfolgen widmet sich
re:publica-Mitgründer Markus Beckedahl der digitalen
Zivilgesellschaft. Denn die Digitalisierung durchzieht längst
sämtliche Bereiche unseres Lebens: Alltag, Beruf, Gesundheit,
Verwaltung, Bildung. Wir alle sind Teil einer digitalen
Gesellschaft, deren Infrastruktur auf verteilten Systemen und
komplexer Softwarearchitektur beruht. Damit einher geht eine
zunehmende Abhängigkeit von großen Tech-Playern, und immer
brennender werden daher die Fragen nach Rechtssicherheit,
Transparenz und demokratischer Mitgestaltung im digitalen Raum.
Deshalb geht es in diesem re:publicast-Spezial um Menschen, die
Teil der digitalen Zivilgesellschaft sind und sich jeden Tag genau
diesen Fragen widmen, die für die Rechte im digitalen Raum kämpfen
und zu diesen Themen forschen. Im ersten Teil spricht Markus
Beckedahl mit Carla Hustedt. Sie leitet den Bereich „Digitalisierte
Gesellschaft“ bei der Stiftung Mercator. Seit vielen Jahren
forscht, kommuniziert und entwickelt sie Projekte zu den
gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Auch zu hören
ist Prof. Dr. Leonhard Dobusch. Er forscht als Professor für
Betriebswirtschaft mit Schwerpunkt Organisation am Institut für
Organisation und Lernen an der Universität Innsbruck. Eine Folge
zur digitalen Zivilgesellschaft, wie ihr Wirken verstärkt werden
kann und wie Machtverhältnisse im digitalen Raum gerechter verteilt
werden können. Die Sonderfolgen „digitale Zivilgesellschaft“ wird
von der Stiftung Mercator unterstützt. Interview: Markus Beckedahl
Intro & Sound: Jonas Ross
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23.10.2025
45 Minuten
Über 6 Millionen Menschen in Deutschland sind über 80 Jahre alt –
viele von ihnen sind Zeitzeug*innen des NS-Regimes. Doch diese
Generation stirbt langsam aus. Was bedeutet das für unsere
Erinnerungskultur? Wie erinnern wir an die Shoa, wenn niemand mehr
erzählen kann? Und wie kann Gedenken heute aussehen – auf Instagram
oder TikTok? Und wie kann Gedenken mehr sein als hohle Phrasen und
Pflichtveranstaltung? In dieser Folge spricht Jonas Ross mit
Susanne Siegert, genannt Susi. Sie ist Journalistin und Creatorin
hinter dem Account „keine.erinnerungskultur“ auf TikTok und
Instagram. Siegert bringt die Geschichten von NS-Verfolgten und
bisher wenig beleuchtete Perspektiven von Opfern der Shoa in
Kurzvideos auf Social-Media-Plattformen. 2024 erhielt sie dafür den
Grimme Online Award. Auf der re:publica sprach Susanne Siegert auf
der Bühne über ihren Wunsch, dass sich die deutsche
Erinnerungskultur an die NS-Zeit ändern muss. Sie sagt: „Ciao
Erinnerungskultur, hallo Gedenkarbeit – und jede*r muss mitmachen.“
Wie kann das aussehen? Im re:publicast spricht sie über ihre
Auseinandersetzung mit Erinnerungskultur, über Defizite beim
öffentlichen Gedenken an die Shoa und über die Gefahr
geschichtsrevisionistischer Inhalte auf Social-Media-Plattformen.
Sie erklärt außerdem den Slogan von keine.erinnerungskultur:
„Alles, was du in der Schule garantiert NICHT über Nazi-Verbrechen
lernst“.
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09.10.2025
1 Stunde 5 Minuten
Geld ist nicht alles – aber die wachsende Ungleichheit von
Einkommen und Vermögen auf der Welt wirkt demokratiegefährdend.
Geld ist nicht alles, aber finanzielle Zwänge sind ein alltägliches
Thema für die allermeisten Menschen. Geld ist nicht alles, aber
entscheidende Bedingung für ein freies, gesundes und
selbstbestimmtes Leben. Seit Jahrzehnten wird als mögliche Reaktion
auf diese Situation immer mal wieder vorsichtig über das
„bedingungslose Grundeinkommen“ diskutiert. Ein fester Betrag für
alle, eine Summe, die unabhängig von Leistung oder Arbeit ist. Es
ist ein Gedankenspiel, das von der realpolitischen Umsetzung
ziemlich weit entfernt ist. Aber wäre es überhaupt eine passende
Antwort? Wie also wirkt das BGE wirklich? Um diese Frage zu klären,
lief von 2021 bis 2024 Deutschlands erste wissenschaftliche Studie
dazu: 122 Menschen erhielten drei Jahre lang monatlich 1.200 Euro,
begleitet durch regelmäßige Befragungen. Das Pilotprojekt
Grundeinkommen. Das Ergebnis: Eine Studie, die nicht nur Zahlen
liefert, sondern zeigt, wie das Grundeinkommen Leben verändern
kann. Die Ergebnisse der Studie stellte Miriam Witz auf der
re:publica 2025 vor. Sie ist Projektentwicklerin bei Mein
Grundeinkommen e. V. und Kampagnenleiterin des Pilotprojekts
Grundeinkommen. Über die vier erforschten Bereiche der Studie –
Arbeit, Selbstbestimmung, Wohlbefinden und Finanzen –, über die
realpolitischen und wirtschaftlichen Fragen zum Grundeinkommen und
über die Suche nach finanzieller Generationengerechtigkeit spricht
Miriam Witz auch in dieser Folge vom re:publicast mit Jonas Ross.
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Über diesen Podcast
Von der Macht digitaler Plattform, über die Strategien des
Neo-Faschismus bis zum Verhältnis von Internet und Sexualität. In
Staffel 2 des re:publicast spricht Host Jonas Ross mit einigen der
Menschen, die auf der Bühne, in Gesprächen und mit Vorträgen auf
der re:publica 2025 die Themen unserer Zeit verhandelt haben. Unter
dem Motto "Generation XYZ" beleuchtet der re:publicast die
unterschiedlichsten Themen. Wie schleichen sich 100 Jahre alte
faschistische Schriften in unsere Social Media Timelines? Wie wird
sich unsere Kreativität durch KI verändern? Ist ethische
Pornographie im Internet möglich? Und was ist eigentlich ein Meme?
All das und so viel mehr finden wir in diesem Podcast heraus. Ein
Podcast der re:publica, produziert und moderiert von Jonas Ross.
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