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31. Juli 2025
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Episoden

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Spezial - "Digitale Zivilgesellschaft" Teil 4: Wie funktioniert Big-Tech Lobbyismus, Joris Kanowski?
21.08.2026
43 Minuten
Lobbyismus ist Teil des demokratischen Prozesses – aber wie viel Macht haben Interessengruppen wirklich, und wie nachvollziehbar ist ihr Einfluss? In dieser Folge des re:publicast-Spezial spricht Markus Beckedahl mit Joris Kanowski über die Strategien der Big-Tech-Lobby in Berlin und Brüssel. Joris Kanowski ist Senior Advisor Policy & Strategy im Zentrum für Digitalrechte und Demokratie, das Markus Beckedahl 2025 gemeinsam mit Campact gegründet hat. Zuvor lobbyierte er selbst als Referent beim Bitkom zu digitalpolitischen Themen auf Bundesebene. Er hat Philosophie und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und der UC San Diego studiert. Im Gespräch geht es darum, warum Ministerien zunehmend auf Expertise aus Interessengruppen statt auf eigene Ideenentwicklung setzen, warum der Politikwissenschaftler Rudolph Speth Lobbyismus als eine Art „fünfte Gewalt" beschreibt, und wie sich die schiere wirtschaftliche Größe der Tech-Konzerne in politischen Einfluss übersetzt. Auch die enge Verflechtung von Big-Tech-Interessen mit der US-Regierung und die Frage, was eine wache digitale Zivilgesellschaft für mehr Transparenz tun kann, sind Thema. Diese Folge ist Teil vier eines sechsteiligen Themenspezials zur digitalen Zivilgesellschaft, gefördert von der Stiftung Mercator. Moderation: Jonas Ross Interview: Markus Beckedahl
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Empathie und Zusammenhalt: Hat die Moral einen schlechten Ruf, Anne Rabe?
07.08.2026
57 Minuten
Haben wir aufgehört, das Wort „moralisch" als etwas Gutes zu verstehen? In dieser Folge des re:publicast spricht Host Jonas Ross mit der Schriftstellerin Anne Raabe darüber, warum sie denkt, dass sich Politiker*innen heute kaum noch trauen, sich offen auf Moral zu berufen und was das über den Zustand unserer Demokratie verrät. Anne Raabe ist Autorin preisgekrönter Theaterstücke, Drehbücher und Essays. Ihr Roman „Die Möglichkeit von Glück" über die Lebenswelt der Kinder der Wende wurde zum Bestseller. 2025 erschien ihr Essay „Das M-Wort – Gegen die Verachtung der Moral", in dem sie der Frage nachgeht, was in den letzten zehn Jahren mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland passiert ist. Auf der re:publica 2026 diskutierte sie gemeinsam mit Yasmin M'Barek über ihre zentrale Beobachtung: In politischen Debatten gilt es zunehmend als Schwäche, moralisch zu argumentieren. Gleichzeitig erstarken rechte Kräfte und der die AfD erlebt einen Aufstieg, was für Rabe bedeutet, dass gesellschaftlich der Gleichheitsgrundsatz aller Menschen immer offener infrage gestellt wird. Im Gespräch erklärt Raabe, warum sie den Gedanken der Gleichwertigkeit aller Menschen an Wert und Würde als Fundament der westlichen Wertegemeinschaft begreift und warum dessen zunehmende Erosion sie beunruhigt. Es geht um Doppelmoral, die Rolle von Kirchen, und darum, warum ausgerechnet junge Erstwähler*innen unterdurchschnittlich oft rechtsextrem wählen. Und mit Blick auf die anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Sachsen-Anhalt ordnet sie ein, welche Rolle Moral im aktuellen Wahlkampf tatsächlich spielt. Und Jonas stellt ihr die Frage, ob man sich Moral eigentlich leisten können muss. Den Live-Talk auf der re:publica 2026 mit Yasmin M'Barek findet ihr auf Youtube.
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Enshittification: Will there ever be a good internet again, Cory Doctorow?
23.07.2026
46 Minuten
Hast du das Gefühl, dass das Internet in weiten Teilen, nun ja, schlechter geworden ist? Dass Suchergebnisse weniger taugen, Feeds voller Dinge sind, die du nie sehen wolltest, und Geräte immer schneller ihren Zustand verschlechtern? Viele Menschen haben das Gefühl: Etwas verändert sich, man kann es aber kaum benennen. Cory Doctorow hat dafür einen Begriff geprägt: Enshittification. In dieser Folge des re:publicast spricht Host Jonas Ross mit ihm darüber, warum digitale Plattformen systematisch schlechter werden, wer daran verdient und vor allem: Warum das keine Naturgewalt ist, sondern eine Entscheidung. Cory Doctorow ist Autor, Aktivist und Sonderberater der Electronic Frontier Foundation (EFF), einer der ältesten Organisationen für Bürgerrechte im digitalen Raum. Er schreibt Science-Fiction-Romane, Sachbücher und fast täglich in seinem Blog – dort fiel Ende 2022 zum ersten Mal jenes Wort, dem er inzwischen ein ganzes Buch gewidmet hat. Auf der re:publica 2026 stand er damit auf der Bühne, mit einer für ihn selbst überraschenden Botschaft: Hoffnung. Im Gespräch erklärt Doctorow, warum er von Nostalgie nichts hält, wieso Mark Zuckerberg darauf setzt, dass du deine Freunde mehr liebst, als du Facebook hasst und nach welchem Prinzip Plattformen und Hersteller vorgehen um ihre Produkte zu "enshitten"... Entscheidend ist für ihn und uns in dieser Folge das Warum. Und die Antwort darauf nimmt nicht all zu viel Vorweg: weil die Plattformbetreiber es können. Wie wir uns dem widersetzen, welche Schritte und Änderungen es braucht um den Plattformlogiken etwas entgegenzusetzen und wieso Cory denkt, dass Science-Fiction nie die Zukunft vorhersagt, sondern immer die Gegenwart, darum geht es in dieser Folge des re:publicast.
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Politik & Medien: Was ist eigentlich "Öffentlichkeit", Julia Reuschenbach?
09.07.2026
1 Stunde 8 Minuten
Wir sprechen ständig von „der Öffentlichkeit" – aber was ist das eigentlich? In dieser Folge des re:publicast geht Host Jonas Ross mit Julia Reuschenbach der Frage nach, wie öffentliche Meinung in Deutschland entsteht, wer sie prägt und warum Medien und Journalismus dabei eine so entscheidende, aber zunehmend schwierige Rolle spielen. Julia Reuschenbach hat auf der re:publica 2026 in zwei Panels darüber diskutiert, welche Position Journalismus in der politischen Öffentlichkeit heute einnimmt – eine Frage, die drängender ist denn je: Laut dem Reuters Institute Digital News Report 2025 meidet mittlerweile rund ein Drittel der Deutschen aktiv Nachrichten, Tendenz steigend. Gleichzeitig versuchen extreme Kräfte gezielt, Misstrauen gegen etablierte Medien zu schüren. Im Gespräch erklärt Reuschenbach, warum Berichterstattung, die politische Auseinandersetzungen vor allem als Gewinnen oder Verlieren erzählt, oft mehr Aufmerksamkeit bekommt als sachorientierter Journalismus – ganz einfach, weil sie klickt. Sie spricht darüber, warum es naiv wäre zu glauben, man könne mit einem einzigen Format alle Zielgruppen erreichen, und plädiert stattdessen für einen Ansatz aus der aufsuchenden Bildungsarbeit: hingehen, wo die Menschen sind, statt zu hoffen, dass sie von selbst kommen. Und sie berichtet aus der Forschung zum gesellschaftlichen Zusammenhalt, wonach sich Menschen von gutem Journalismus zweierlei wünschen: kritische Kontrolle derer, die Verantwortung tragen – und ehrliche Geschichten darüber, wo gesellschaftliche Verständigung tatsächlich gelingt. Julia Reuschenbach ist Senior Lecturer an der Universität Hamburg und Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkten in Soziologie, neuerer Geschichte und Verfassungsrecht. Neben ihrer Forschung ist sie regelmäßig im phoenix-Podcast „Unter drei" gemeinsam mit Erhard Scherfer zu hören. Im Gespräch geht es um die Rolle der Medien im politischen Diskurs, die Gratwanderung zwischen Machtkritik und Konstruktivität – und die Frage, was eigentlich passieren würde, wenn man alle Meinungsumfragen für ein halbes Jahr aussetzen würde.
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Spezial - "Digitale Zivilgesellschaft" Teil 3: Wie steht es um digitale Grundrechte, Ulf Buermeyer?
09.04.2026
1 Stunde 2 Minuten
Was sind eigentlich „digitale Grundrechte“? Wie kommt es eigentlich, dass uns die politische Phrase „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“ seit über 30 Jahren begleitet? Und wie schützen wir unsere demokratischen Werte, wenn der öffentliche Diskurs zunehmend auf privaten Plattformen stattfindet? Diesen Fragen widmet sich Teil 3 des „re:publicast-Spezials“. In sechs Sonderfolgen blicken re:publicast Host Jonas Ross und re:publica-Mitgründer Markus Beckedahl auf die digitale Zivilgesellschaft und ihre Perspektiven auf Macht, Demokratie und Technologie. Seit den 90er-Jahren beteuert die Politik gebetsmühlenartig, dass das Netz kein rechtsfreier Raum sei. Doch die Realität ist komplex: Hasserfüllte Kommentare, die Übermacht privater Plattformbetreiber und staatliche Überwachungsbestrebungen fordern unser Grundgesetz täglich heraus. Dabei geht es längst nicht mehr nur um die Frage, ob das Grundgesetz im digitalen Raum gilt, sondern vor allem darum, wie es dort durchgesetzt werden kann. Wenn wesentliche Bereiche unserer Kommunikation an private Akteure ausgelagert werden, deren Geschäftsmodelle sich nicht immer mit demokratischen Idealvorstellungen decken, geraten individuelle Freiheiten unter Druck. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach dem Schutz vor staatlicher Willkür – von Staatstrojanern über Chatkontrollen bis hin zur immer wieder aufflammenden Debatte um eine Klarnamenpflicht. In dieser Folge spricht Markus Beckedahl mit Dr. Ulf Buermeyer. Er ist Jurist, Publizist und Mitgründer sowie Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Als langjähriger Richter und Host des preisgekrönten Podcasts „Lage der Nation“ kämpft er seit Jahren an der Schnittstelle von Rechtsprechung und digitaler Realität für den Erhalt der Bürgerrechte. Im Gespräch geht es um die Entstehung der ersten rein digitalen Grundrechte, die Tücken der digitalen Gesetzgebung und die Vision einer wehrhaften digitalen Zivilgesellschaft, die ihre Lebensräume gemeinwohlorientiert und demokratisch mitgestaltet. Die Sonderfolgen „digitale Zivilgesellschaft“ werden von der Stiftung Mercator unterstützt. Interview: Markus Beckedahl Intro & Sound: Jonas Ross
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Über diesen Podcast

Von der Macht digitaler Plattformen, über die Strategien des Neo-Faschismus, dem Verhältnis von Internet und Sexualität bis zur Zukunft unserer Anonymität im Netz. Im re:publicast spricht Host Jonas Ross mit den Menschen, die auf den Bühnen und Diskussionen der re:publica und mit ihrem alltäglichen Tun die Themen unserer Zeit verhandeln. Wir beleuchten Perspektiven auf unsere digitale Gesellschaft und unser analoges Zusammenleben. Wir stellen große Fragen und suchen neue Antworten im Allgemeinen, im Detail und im oft Übersehenen. Wie schleichen sich 100 Jahre alte faschistische Schriften in unsere Social Media Timelines? Wie kann das Demokratieversprechen des Internets sich wieder besser erfüllen? Was ist Enshittification? Und was ist eigentlich ein Meme? In diesem Podcast beleuchten wir alle Aspekte unserer digitalen Gesellschaft, sprechen mit Expert*innen über ihre Perspektiven auf unser digitales Zusammenleben. Und wir fragen Menschen aus Wissenschaft und Kultur zu jenen gesellschaftlichen Themen, die analog und digital unsere Gesellschaft beeinflussen. Von den Städten der Zukunft bis zu Tech-Monopolen, von Fragen der Gerechtigkeit bis zu den Nischenwelten des Internets. Das ist der re:publicast. Ein Podcast der re:publica, produziert und moderiert von Jonas Ross.
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Spezial - "Digitale Zivilgesellschaft" Teil 3: Wie steht es um digitale Grundrechte, Ulf Buermeyer?
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