Unter Freunden: Kerstin Steinbach – Die „verhassten Bilder“ aus der „besseren Zeit“
vor 1 Monat
Die von Dr. Kerstin Steinbach so genannte bessere Zeit (von 1965
bis 1975) zeichnet sich durch ein Lebensgefühl aus, das aus
heutiger Sicht geradezu märchenhaft wirkt: Man konnte angstfrei
seine Sexualität ausleben, selbstbewusst nackt sein und offen...
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Hier herrscht Harmonie im Kontrafunk. Schriftsteller und Liedermacher Bernhard Lassahn, auch genannt „der Milde aus dem Norden“, unterhält sich mit Gästen, die in Kultur und Gesellschaft etwas Besonderes beigetragen haben. Der Ton ist heiter, manchmal....
Beschreibung
vor 1 Monat
Die von Dr. Kerstin Steinbach so genannte bessere Zeit (von 1965
bis 1975) zeichnet sich durch ein Lebensgefühl aus, das aus
heutiger Sicht geradezu märchenhaft wirkt: Man konnte angstfrei
seine Sexualität ausleben, selbstbewusst nackt sein und offen seine
Meinung aussprechen. Beendet wurde das kurze Glück durch die
aggressive „Schwarzerei“, also durch die staatlich abgesicherten
Vorstöße von Alice Schwarzer, die uns den gouvernantenhaften
Frauenrat und ein „gängelndes“ Sexualstrafrecht beschert haben und
durch Berufsverbote, die durch den Radikalenerlass von Willy Brandt
möglich wurden. Steinbach hat die „verhassten Bilder“ der „besseren
Zeit“, in der Prostitution und Pornokonsum rückläufig waren,
lustvoll dokumentiert, wehmütig kommentiert und historisch
eingeordnet. Damals galt: „Lustsuche statt Geldsuche“. Bei
Sachfragen sollte die Vernunft auf dem Richterstuhl sitzen, die
Geschlechterfrage sollte keine Rolle spielen, die Politik sollte
sich heraushalten. Das ist vorbei. Eine Rückkehr zu der „besseren
Zeit“ wird es so bald nicht geben. Jetzt geht es, so Steinbach,
darum, die Wiedereinsetzung der Verfassung zu erstreiten und die
Meinungsfreiheit zu verteidigen.
bis 1975) zeichnet sich durch ein Lebensgefühl aus, das aus
heutiger Sicht geradezu märchenhaft wirkt: Man konnte angstfrei
seine Sexualität ausleben, selbstbewusst nackt sein und offen seine
Meinung aussprechen. Beendet wurde das kurze Glück durch die
aggressive „Schwarzerei“, also durch die staatlich abgesicherten
Vorstöße von Alice Schwarzer, die uns den gouvernantenhaften
Frauenrat und ein „gängelndes“ Sexualstrafrecht beschert haben und
durch Berufsverbote, die durch den Radikalenerlass von Willy Brandt
möglich wurden. Steinbach hat die „verhassten Bilder“ der „besseren
Zeit“, in der Prostitution und Pornokonsum rückläufig waren,
lustvoll dokumentiert, wehmütig kommentiert und historisch
eingeordnet. Damals galt: „Lustsuche statt Geldsuche“. Bei
Sachfragen sollte die Vernunft auf dem Richterstuhl sitzen, die
Geschlechterfrage sollte keine Rolle spielen, die Politik sollte
sich heraushalten. Das ist vorbei. Eine Rückkehr zu der „besseren
Zeit“ wird es so bald nicht geben. Jetzt geht es, so Steinbach,
darum, die Wiedereinsetzung der Verfassung zu erstreiten und die
Meinungsfreiheit zu verteidigen.
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