Fruchtbar und furchtbar: Moor is more!
53 Minuten
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Beschreibung
vor 1 Woche
Ist das Moor besser als sein fürchterlicher Ruf? Irrt das berühmte
Gedicht, das da ruft: „O schaurig ist's übers Moor zu gehn“? Ist
womöglich im Schauergedicht eine tiefere Wahrheit verborgen? „Unter
jedem Tritte ein Quellchen springt, wenn aus der Spalte es zischt
und singt!“ Denn ein Moor kann Wasser speichern. Es kann Heimat für
seltene Tier- und Pflanzenarten sein. Und es kann klimaschädliches
CO2 binden. Ökologisch, als Feuchtgebiet, ist das Moor nicht nur
besser als sein Ruf, sondern geradezu eine Wohltat für Tiere und
Pflanzen. Schaurig dagegen ist es wohl eher, Moore trockenzulegen.
Denn eine neue Studie zeigt: Entwässerte Moore stoßen viel mehr CO2
aus als bisher angenommen. Aber Moore nicht trockenzulegen, ist
wiederum eine gruselige Vorstellung für die Landwirtschaft. Denn
sie tut sich schwer in der Nähe von Mooren. Wie also nutzen wir
Moore so, dass sie für alle einen Mehrwert haben? Was geben und was
nehmen uns Moore? In welchem Umfang können und müssen wir sie
erhalten? Und: Haben Moore und Menschen womöglich etwas gemeinsam?
Darüber spricht Oliver Glaap mit Franziska Tanneberger,
Moorforscherin und Leiterin des Greifswald Moor Centrums, mit Thao
Tran, Mitarbeiterin beim Projekt „MooReturn“ beim Deutschen
Biomasseforschungszentrum, mit Swantje Furtak, Co-Autorin des
Buchs: „Moore sind wie Menschen, nur nasser“ und mit dem
hr-Wissenschaftsredakteur Stephan Hübner. Podcast-Tipp: ARD Klima
Update Für die Landwirtschaft wurden viele Moore trockengelegt. Und
das ist ein riesiges Problem. Denn eine neue Studie zeigt:
Entwässerte Moore stoßen in der EU viel mehr CO2 aus als bisher
angenommen. Dabei können Bauern auch mit nassen Böden arbeiten.
Darüber sprechen wir mit der Reporterin Claudia Plaß, die schon
lange zum Thema klimaschonende Landwirtschaft recherchiert. Sie hat
einen Landwirt besucht, der Landwirtschaft und Klimaschutz vereinen
will. Er hat mit anderen Bauern Konzepte entwickelt, wie Landwirte
auch auf nassem Boden anbauen können. Über diese neuen Wege in der
Landwirtschaft sprechen wir auch mit der Klima-Ökonomin Claudia
Kemfert. Sie ist bekennender Moor-Fan. Damit eine moorschonende
Landwirtschaft in Deutschland möglich sei, braucht es laut Kemfert
staatliche Förderung. Den bisher fehlten die Absatzmärkte.
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:3ffde478b5b03770/
Gedicht, das da ruft: „O schaurig ist's übers Moor zu gehn“? Ist
womöglich im Schauergedicht eine tiefere Wahrheit verborgen? „Unter
jedem Tritte ein Quellchen springt, wenn aus der Spalte es zischt
und singt!“ Denn ein Moor kann Wasser speichern. Es kann Heimat für
seltene Tier- und Pflanzenarten sein. Und es kann klimaschädliches
CO2 binden. Ökologisch, als Feuchtgebiet, ist das Moor nicht nur
besser als sein Ruf, sondern geradezu eine Wohltat für Tiere und
Pflanzen. Schaurig dagegen ist es wohl eher, Moore trockenzulegen.
Denn eine neue Studie zeigt: Entwässerte Moore stoßen viel mehr CO2
aus als bisher angenommen. Aber Moore nicht trockenzulegen, ist
wiederum eine gruselige Vorstellung für die Landwirtschaft. Denn
sie tut sich schwer in der Nähe von Mooren. Wie also nutzen wir
Moore so, dass sie für alle einen Mehrwert haben? Was geben und was
nehmen uns Moore? In welchem Umfang können und müssen wir sie
erhalten? Und: Haben Moore und Menschen womöglich etwas gemeinsam?
Darüber spricht Oliver Glaap mit Franziska Tanneberger,
Moorforscherin und Leiterin des Greifswald Moor Centrums, mit Thao
Tran, Mitarbeiterin beim Projekt „MooReturn“ beim Deutschen
Biomasseforschungszentrum, mit Swantje Furtak, Co-Autorin des
Buchs: „Moore sind wie Menschen, nur nasser“ und mit dem
hr-Wissenschaftsredakteur Stephan Hübner. Podcast-Tipp: ARD Klima
Update Für die Landwirtschaft wurden viele Moore trockengelegt. Und
das ist ein riesiges Problem. Denn eine neue Studie zeigt:
Entwässerte Moore stoßen in der EU viel mehr CO2 aus als bisher
angenommen. Dabei können Bauern auch mit nassen Böden arbeiten.
Darüber sprechen wir mit der Reporterin Claudia Plaß, die schon
lange zum Thema klimaschonende Landwirtschaft recherchiert. Sie hat
einen Landwirt besucht, der Landwirtschaft und Klimaschutz vereinen
will. Er hat mit anderen Bauern Konzepte entwickelt, wie Landwirte
auch auf nassem Boden anbauen können. Über diese neuen Wege in der
Landwirtschaft sprechen wir auch mit der Klima-Ökonomin Claudia
Kemfert. Sie ist bekennender Moor-Fan. Damit eine moorschonende
Landwirtschaft in Deutschland möglich sei, braucht es laut Kemfert
staatliche Förderung. Den bisher fehlten die Absatzmärkte.
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:3ffde478b5b03770/
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