Podcaster
Episoden
26.02.2026
55 Minuten
Manchmal wünscht man sich die Zeiten ohne Uhr zurück, wo man anhand
des Sonnenstandes ungefähr berechnen konnte, wieviel Zeit des Tages
schon hinter einem lag. Und wenn die Sonne untergegangen war, dann
war halt Abend. Heute gibt es sogar Atomuhren, die gar keine
Spielräume mehr zulassen. Pünktlichkeit ist zu einer Tugend
geworden und jemanden warten zu lassen, ist ja auch unverschämt.
Man raubt dem anderen Zeit. So wird es empfunden. Manchmal hat
dieser kleine Zeitraub aber auch Vorteile. So manche Entdeckung
wäre nicht gemacht worden, wenn man nicht zu lange gewartet oder
die Zeit vergessen hätte. Sollten wir vielleicht manchmal weniger
akkurat sein, für mehr Lebensfreude? Wir wollen das vertiefen mit
dem Vorstandsvorsitzenden der Knigge Gesellschaft, Clemens Graf von
Hoyos, mit dem Zeitforscher Jonas Geissler, dem Sozialarbeiter
Manfred Bolte, der Sterbebegleiterin Christiane zu Salm und mit
Verena Kleinmann, Host des Podcasts “(K)ein Kinderwunsch”.
Podcast-Tipp: hr2 - Dokumentation und Reportage Wie schön wäre es,
wenn wir anstandslos das tun würden, was eigentlich gut für uns
wäre, was wir immer schon in Angriff nehmen wollten oder sollten.
Doch lieber schieben wir unsere Pläne auf die lange Bank. Disziplin
genießt bei uns seit langem kein großes Ansehen. Zu stark haftet
ihr das Stigma von Abrichtung und Drill an. Doch wie es schon bei
Marc Aurel heißt: Der Mensch muss von innen mit Säulen und Bögen
gestützt sein, sonst zerfällt der "Tempel" zu Staub. Das Feature
wirft einen Blick auf die alte, aber nicht veraltete Tugend.
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:b2790024bd05617a/
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25.02.2026
55 Minuten
Lesen, Schreiben, Rechnen. Und vor allem: Denken. Begreifen.
Zusammenhänge erkennen. Die Natur verstehen und Technologien
durchdringen. All das gilt es zu lernen - in der Schule, für das
Leben. Warum gelingt das in deutschen Schulen oft nicht gut genug?
Was brauchen Kinder und Jugendliche, um gut zu lernen, was brauchen
ihre Lehrkräfte, um gut lehren und was brauchen Schulen, um genau
dafür Räume schaffen zu können? Diese Fragen kommen Ihnen bekannt
vor? Kein Wunder! Schon seit Jahren und Jahrzehnten werden sie
gestellt und beantwortet: Und doch ändert, verbessert sich viel zu
wenig. Aber vielleicht hilft jetzt endlich das, was eigentlich
immer hilft und aufrüttelt: Der Hinweis auf drohende Armut. Die
Erkenntnis, dass es unser Land teuer zu stehen kommt, wenn es in
Sachen Bildung seine Hausaufgaben nicht macht. Neue Berechnungen
zeigen, wie stark der Wohlstand eines Landes von der Qualität
seiner Bildung abhängt. Und Beispiele, wie es gehen könnte, gibt es
auch. Also: Was hindert uns, unseren Kindern eine bessere Bildung
und unserem Land mehr Wohlstand zu verschaffen? Und wie überwinden
wir das, was uns hindert? Darüber spricht Oliver Glaap mit
hr-Bildungsredakteurin Petra Boberg, mit Luca Dobrita,
stellvertretender hessischer Landesschulsprecher, mit Katia
Werkmeister vom ifo-Zentrum für Bildungsökonomik und Dr. Dirk Zorn,
Direktor des Bereichs Bildung bei der Bertelsmann-Stiftung.
Podcast-Tipp: ARD - Die Schule brennt - Der Bildungspodcast mit Bob
Blume Der erneute Pisa-Schock ist ein klarer Hinweis: Im
Bildungssystem herrscht Reformstau. Es fehlen in absehbarer Zeit
tausende Lehrkräfte bei gleichzeitig wachsender
Bildungsungerechtigkeit. Auch Klima, Krieg, KI und Antisemitismus
fordern die Bildung massiv heraus. Um es kurz zu machen: Die Schule
brennt. Bob Blume ist Lehrer und Bildungsinfluencer. Um zu
verstehen, welche Brände gelöscht werden müssen, spricht er im SWR
Podcast "Die Schule brennt" mit Fachleuten. Gemeinsam versuchen
sie, die Bildungsmisere aus verschiedenen Perspektiven und
Fachrichtungen zu beleuchten. Wo besteht akuter Handlungsbedarf?
Welche Hindernisse gibt es? Aber auch: welche Lösungen?
https://www.ardaudiothek.de/sendung/die-schule-brennt-der-bildungspodcast-mit-bob-blume/urn:ard:show:0798e0e66b576457/
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24.02.2026
55 Minuten
Seit vier Jahren wehrt sich die Ukraine gegen die russische
Invasion. Dieser Angriff hat für ganz Europa vieles verändert. Vor
allem, weil die USA sich als wenig verlässlicher Partner erweisen.
Wir sprechen von Kriegstüchtigkeit, geben viel Geld für Rüstung aus
und sind einer der größten Finanzierer der Ukrainehilfen. Aber
reicht das? Üben wir genügend Druck auf Russland aus und tun alles,
damit deren Kriegskasse austrocknet? Der Kanzler wird nicht müde zu
betonen, dass wir uns in Europa zusammenraufen müssen, um den
Bedrohungen standzuhalten. Das funktioniert aber nur mäßig und der
Streit um den Kampfjet FCAS spricht Bände. Wie weit kommt man
allein mit Waffenlieferungen? Was braucht es noch, um die Ukraine
und Europa Zeitenwende-fest zu machen? Darüber wollen wir sprechen
mit unserem Korrespondenten in Kiew, Florian Kellermann, mit Dr.
Linn Selle, Leiterin Europa-Zentrum der Deutschen Gesellschaft für
Auswärtige Politik, mit der Politikwissenschaftlerin Dr. Jana
Puglierin und mit Sebastian Hagen, Kommandeur der „Multinational
Battlegroup Lithuania“. Podcast-Tipp: NDR Info - Streitkräfte und
Strategien Das Update zum Krieg in der Ukraine - auch mit dem Blick
in den Nahen Osten. Die langjährigen ARD-Korrespondent:innen Anna
Engelke, Stefan Niemann, Kai Küstner und Astrid Corall sprechen mit
sicherheitspolitischen Expert:innen. Was passiert zwischen den
Fronten, wann kommt die Zeitenwende der Bundeswehr? Wen bedroht
Russland als nächstes?
https://www.ardaudiothek.de/sendung/streitkraefte-und-strategien/urn:ard:show:794d51bd58e1747c/
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23.02.2026
55 Minuten
Vom Medikament, das Menschen helfen soll, zur Droge, die Menschen
tötet. Dieser Weg verläuft oft gefährlich schnell über fließende
Grenzen. Gerade bei Fentanyl. Ein starkes Schmerzmittel, das immer
wieder als Droge missbraucht wird. In den USA sterben daran im
Schnitt jede Woche mehr als 20 Teenager. Auch deshalb, weil Drogen
gezielt mit Fentanyl versetzt werden, was ihre Gefährlichkeit um
ein Vielfaches erhöht. Wie lässt sich verhindern, dass Fentanyl in
tödlicher Zusammensetzung und Dosierung auch bei uns weiter um sich
greift? Welche Rolle spielt es schon jetzt in der Drogenszene? Wo
kommt es her? Wer ist davon bedroht? Und steht zu befürchten, dass
Fentanyl auch in Partydrogen landet? Darüber spricht Oliver Glaap
mit Christiane Holze, deren Sohn an einer Überdosis Fentanyl
gestorben ist und die sich in der Tilman-Holze-Stiftung für
Aufklärung und Prävention gegen Drogenmissbrauch einsetzt. Außerdem
mit Bernd Werse, Leiter des Instituts für Suchtforschung an der UAS
Frankfurt, mit Oliver Hasenpflug vom Konsumraum Niddastraße in
Frankfurt und Tino Igelmann, Leiter des Zollkriminalamts.
Podcast-Tipp: hr1 Talk Prof. Dr. Bernd Werse leitet seit 2024 das
Institut für Suchtforschung (ISFF) an der Frankfurt University of
Applied Sciences. Davor war er lange Jahre Leiter des Centre for
Drug Research an der Goethe Universität, wo er zahlreiche Projekte
im Feld der Suchtforschung betreute. Im hr1 Talk mit Klaus Reichert
berichtet er über den aktuellen Stand der Sucht- und
Drogenforschung in Deutschland, der speziellen Situation in
Frankfurt und begründet, warum er eine kontrollierte Legalisierung
von Drogen befürwortet.
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:407db9fb60922f60/
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20.02.2026
53 Minuten
Ist das Moor besser als sein fürchterlicher Ruf? Irrt das berühmte
Gedicht, das da ruft: „O schaurig ist's übers Moor zu gehn“? Ist
womöglich im Schauergedicht eine tiefere Wahrheit verborgen? „Unter
jedem Tritte ein Quellchen springt, wenn aus der Spalte es zischt
und singt!“ Denn ein Moor kann Wasser speichern. Es kann Heimat für
seltene Tier- und Pflanzenarten sein. Und es kann klimaschädliches
CO2 binden. Ökologisch, als Feuchtgebiet, ist das Moor nicht nur
besser als sein Ruf, sondern geradezu eine Wohltat für Tiere und
Pflanzen. Schaurig dagegen ist es wohl eher, Moore trockenzulegen.
Denn eine neue Studie zeigt: Entwässerte Moore stoßen viel mehr CO2
aus als bisher angenommen. Aber Moore nicht trockenzulegen, ist
wiederum eine gruselige Vorstellung für die Landwirtschaft. Denn
sie tut sich schwer in der Nähe von Mooren. Wie also nutzen wir
Moore so, dass sie für alle einen Mehrwert haben? Was geben und was
nehmen uns Moore? In welchem Umfang können und müssen wir sie
erhalten? Und: Haben Moore und Menschen womöglich etwas gemeinsam?
Darüber spricht Oliver Glaap mit Franziska Tanneberger,
Moorforscherin und Leiterin des Greifswald Moor Centrums, mit Thao
Tran, Mitarbeiterin beim Projekt „MooReturn“ beim Deutschen
Biomasseforschungszentrum, mit Swantje Furtak, Co-Autorin des
Buchs: „Moore sind wie Menschen, nur nasser“ und mit dem
hr-Wissenschaftsredakteur Stephan Hübner. Podcast-Tipp: ARD Klima
Update Für die Landwirtschaft wurden viele Moore trockengelegt. Und
das ist ein riesiges Problem. Denn eine neue Studie zeigt:
Entwässerte Moore stoßen in der EU viel mehr CO2 aus als bisher
angenommen. Dabei können Bauern auch mit nassen Böden arbeiten.
Darüber sprechen wir mit der Reporterin Claudia Plaß, die schon
lange zum Thema klimaschonende Landwirtschaft recherchiert. Sie hat
einen Landwirt besucht, der Landwirtschaft und Klimaschutz vereinen
will. Er hat mit anderen Bauern Konzepte entwickelt, wie Landwirte
auch auf nassem Boden anbauen können. Über diese neuen Wege in der
Landwirtschaft sprechen wir auch mit der Klima-Ökonomin Claudia
Kemfert. Sie ist bekennender Moor-Fan. Damit eine moorschonende
Landwirtschaft in Deutschland möglich sei, braucht es laut Kemfert
staatliche Förderung. Den bisher fehlten die Absatzmärkte.
https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:3ffde478b5b03770/
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Über diesen Podcast
"Ein Thema, viele Perspektiven" - von Montag bis Donnerstag immer
ein Thema, das Fragen aufwirft. "Der Tag" sucht Antworten,
beleuchtet Hintergründe, ordnet ein. Und spricht mit Menschen, die
zum Thema etwas zu sagen haben. So entsteht ein Bild aus vielen
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