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  4. Vom Öko-Institut zur Klimaneutralität: Warum Hartnäckigkeit die wichtigste Ressource der Energiewende ist
Am konkreten Projekt mit Innovationscoaching nachhaltig
innovativer werden und strukturiert Methoden, Teams &
Führungskräfte entwickeln - ganz einfach mit meinem geförderten
Beratungsprogramm. Der Link zum nächsten Schritt:
https://www.klausreichert.de/coaching/

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Energiewende zwischen Effizienz, Elektrifizierung und sozialer
Innovation: Projekte und Erfahrungen aus Freiburg

Im Smart Innovation Podcast spricht Dr. Klaus Reichert mit Dieter
Seifried und Prof. Dr. Rainer Grießhammer (beide Freiburg,
langjährig mit dem Öko-Institut verbunden) über die Entwicklung
der Energiewende seit den 1970er/80er Jahren, zentrale
Widerstände, die wachsende Systemkomplexität (Sektorkopplung von
Strom, Wärme, Verkehr, Industrie) und die Bedeutung von
Energieeffizienz, die gegenüber dem Ausbau Erneuerbarer zeitweise
vernachlässigt wurde. 

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Weitere Informationen, Links und die Möglichkeit mitzureden sind
in den Show Notes:
https://www.klausreichert.de/warum-hartnackigkeit-die-wichtigste-ressource-der-energiewende-ist/

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Sie diskutieren Stromverbrauchstrends (seit 2000 nur mäßig
gestiegen, zuletzt teils rückläufig) und die Erwartung, dass der
Strombedarf durch Elektrifizierung von Wärmepumpen, E-Autos und
Industrie in den nächsten 20 Jahren deutlich steigt und bei
vollständiger Umstellung etwa doppelt so hoch wie heute sein
kann, um Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. An Beispielen
wie effizienteren Kühlschränken und dem Umstieg auf
LED-Beleuchtung (bis zu 95% Einsparung gegenüber Glühlampen) wird
Effizienzfortschritt erläutert, zugleich Rebound-Effekte und
langsame Gebäudesanierung angesprochen; bei Autos seien
Effizienzgewinne durch größere, stärkere Fahrzeuge teils
kompensiert, Verbrenner prinzipiell ineffizient, weshalb
Elektromobilität naheliegt.

Die Gäste stellen ihre Hintergründe vor (Grießhammer: Chemie,
Bundestagsberater, über 30 Jahre Geschäftsführung Öko-Institut,
Fokus Produkte/nachhaltiger Konsum, Kolumnen und Bücher;
Seifried: Maschinenbau/Energie- und Kraftwerkstechnik, später
VWL, Öko-Institut bis 1999, danach selbstständig mit
ÖQuadrat).

Im Mittelpunkt stehen konkrete Projekte als Beispiele für soziale
Innovationen: die Freiburger "Meister Lampe"-Aktion (Gutscheine
für kostenlose Energiesparlampen, Einbindung von Handel und
Stadtwerk FEW, volkswirtschaftlicher Gewinn ca. 3 Mio. DM,
Tarifanpassung zur Aufteilung von Gewinnen und zur Kompensation
entgangener Erlöse), Least-Cost-Planning-Ansätze und die frühe
Studie für die Stadtwerke Hannover (um 1990) mit Werkzeugen zur
Berechnung vermiedener Erzeugungskosten und kooperativer
Umsetzung, die später von anderen Stadtwerken aufgegriffen wurde.
Es wird erläutert, wie Liberalisierung und Fokus auf Strompreis
statt Energiedienstleistung (Licht, Kühlung, Pumpenleistung)
Effizienzprogramme erschwerten.

Weiterhin werden Programme zur Stromreduktion in Haushalten
beschrieben: Potenziale zur Senkung eines typischen
Zwei-Personen-Verbrauchs von ca. 3400 kWh auf etwa 1500 kWh ohne
Komfortverlust; ein aktuelles Beratungsprojekt mit
Öko-Institut/ÖQuadrat/EWS Schönau, finanziert von der DBU,
erzielte in einem Jahr rund 1500 kWh bzw. ca. 460 Euro Einsparung
pro Haushalt. Als sozial-ökologisch-ökonomisches Vorzeigeprojekt
wird der "Stromspar-Check" für einkommensschwache Haushalte
(Pilot 2008 in Freiburg und Berlin, bundesweite Umsetzung ab
November, Direktinstallation von LEDs, Perlatoren,
Steckdosenleisten etc., Austausch ineffizienter Kühlgeräte mit
Zuschuss/Kredit, Ausbildung von Langzeitarbeitslosen zu
Stromsparhelfern) dargestellt; das Programm lief über vier
Regierungen, erreichte bis Ende des Vorjahres 425.000 Haushalte,
rund 700 Stromsparchecker und fast eine Million Tonnen
CO2-Einsparung.

Als weiteres Beispiel wird ein
Bürgerbeteiligungs-Einsparcontracting an der Staudinger
Gesamtschule Freiburg (Planung ab 1996, Start 1998) beschrieben:
etwa 500.000 DM Investitionen, finanziert von knapp 100 Bürgern
über eine GmbH, Refinanzierung über eingesparte Energiekosten
über acht Jahre, Verzinsung 3–6%, Überschüsse für weitere
Maßnahmen; das Projekt war erfolgreich, zeigte aber hohe
administrative Hürden und interne Widerstände in der
Stadtverwaltung. Abschließend wird ein Kuba-Projekt geschildert:
Idee eines Contracting-Ansatzes zum Austausch ineffizienter
Kühlschränke scheiterte an fehlender Unterschrift eines
Ministeriums, später setzte Kuba landesweit den Austausch von 2,4
Mio. Kühlschränken mit chinesischen Geräten um (Bezahlung u.a.
über Nickel).

Zum Ende vergleichen die Gäste die Herausforderungen der Energie-
mit der Verkehrswende (hohe politische Sensibilität,
Infrastrukturdefizite, Tempolimit-Debatte, Rolle der
Automobilindustrie, Förderung schwerer E-Fahrzeuge und
Plug-in-Hybride) und betonen Hartnäckigkeit, Rahmenbedingungen,
Beteiligung und verständliche, nachweisbare Nutzenargumente als
zentrale Erfolgsfaktoren.

--

Kapitel & Zeitmarken

00:00 Warum der Strombedarf trotz Effizienz steigen wird
(Sektorkopplung & Klimaziel 2050)

02:45 Einstieg ins Gespräch: 50 Jahre Energiewende – was hat sich
getan, was fehlt noch?

05:33 Komplexität & Gegenwind: Erneuerbare ins System
integrieren, Fake News und politische Prioritäten

09:33 Effizienz vs. Erneuerbare: Rebound-Effekte bei Licht, Autos
und Gebäuden

17:32 Wer sind Dieter Seifried & Rainer Grießhammer?
Kurzvorstellung der Gäste

20:28 Technik trifft Gesellschaft: Widerstände überwinden und
soziale Innovationen ermöglichen

22:48 Case Study „Meister Lampe“: Wie Energiesparlampen zum
Erfolgsmodell wurden

31:29 Dranbleiben trotz Politik: Hartnäckigkeit, Freiburg als
Modellregion und die Umsetzungslücke

36:37 Verkehrswende & Industriepolitik: Verbrenner-Aus,
E-Mobilität und 25% Energieanteil Verkehr

38:42 Least-Cost-Planning in der Praxis: Stadtwerke Hannover und
der Fokus auf Energiedienstleistungen

49:06 Strom sparen, statt Preise senken: Stromspar-Check für
einkommensschwache Haushalte

56:21 Förderprogramm skaliert: 425.000 Haushalte beraten, CO₂
gespart

57:53 Stromspar-Checker & Fokus statt Gebäuderisiken
(Schimmel, Mieter/Eigentümer)

59:55 Effiziente Haushaltsgeräte: Wann lohnt sich ein neuer
Kühlschrank?

01:02:09 Lebenszykluskosten statt Billigkauf: „Die Kasse klingelt
zweimal“

01:03:21 Contracting erklärt: Von Least-Cost-Planning zur
Energiedienstleistung

01:04:09 Pionierprojekt Staudinger Schule: Bürger-GmbH,
Vertragshürden & Umsetzung

01:18:21 Was Contracting bremst: Verwaltung, Datenchaos &
interne Zuständigkeiten

01:24:21 Von Schulprojekten zu Kuba: Kühlschrank-Contracting und
politisches Nein

01:30:05 Kurioses Finale: Kuba tauscht 2,4 Mio. Kühlschränke –
Idee setzt sich durch

01:33:33 Lehren für heute: Verkehrswende, Infrastruktur,
Tempolimit & dicke Bretter

01:42:48 Schulwege & Mobilitätsbildung: Sicherheit,
Schulstraßen und weniger Autoverkehr

01:44:44 E-Mobilität kritisch: schwere SUVs, Plug-in-Förderung
& falsche Anreize

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Im Smart Innovation Podcast gibt es umsetzungsorientierte und
fokussierte Gespräche mit engagierten und kreativen Menschen über
Innovation, Innovationsmanagement, Unternehmertum und
Verantwortung im Kontext des Klimawandels. 

Es geht um innovative agile Organisationen mit Vision, Dynamik
und Energie sowie den passenden Vorgehensweisen, Zukunft auch
enkeltauglich zu entwerfen. Ebenso geht es um wechselnde aktuelle
Themen wie neue Geschäftsmodelle, nachhaltige Produkte &
digitale Dienstleistungen. Episoden erscheinen dienstags. Bleiben
Sie auf dem Laufenden und folgen Sie der Show, wo immer Sie Ihre
Podcasts hören, bei Linkedin und per Newsletter. Alle Folgen mit
Extras, Links, Kommentaren & Transkript sind hier:
https://www.klausreichert.de/podcast/

Mein Name ist Klaus Reichert. Ich bin unabhängiger Berater mit
Herzblut und kreativer Business Coach für Innovation. Ich
begleite Unternehmen auf dem Weg von der Vision zu nachhaltigen
Leistungen. Mein Standort ist Baden-Württemberg, zwischen
Karlsruhe, Stuttgart und dem Bodensee. 
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„Vom Öko-Institut zur Klimaneutralität: Warum Hartnäckigkeit die wichtigste Ressource der Energiewende ist“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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