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  4. Verkehrswende - Szenarien für autonomes Fahren im ÖPNV
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Das Thema Autonomes Fahren entwickelt sich rasant und bildet den
technologischen Schlüssel, um auch den akuten Fahrermangel im
öffentlichen Nahverkehr zu lösen. Thomas Drewes, Leiter autonomes
Fahren bei DB Regio Straße, stellt in Episode 165 des Smart
Innovation Podcast die wissenschaftliche Studie „Autonomes Fahren
- Schlüssel zur Mobilität von morgen“ vor, die durch ioki, KIT
Karlsruhe, DLR und Prognos erstellt wurde.

Die Ergebnisse zeigen Szenarien für den Zeithorizont 2045, wie
ein flächendeckender, fahrerloser ÖPNV autonom und wirtschaftlich
betrieben werden kann. Die Umstellung sichert die
Daseinsvorsorge, reduziert Kosten für den On-Demand-Verkehr im
ländlichen Raum und bietet Fahrzeiten auf dem Niveau eines
privaten Pkw. Ein umfassender Marktumschwung im deutschen
Ausschreibungsmarkt für den Bus kann ausgelöst werden, sobald der
fahrerlose Betrieb kostengünstiger als fahrerunterstützte Linien
sein wird. Aktuell arbeitet DB Regio weiter am Produkt autonomes
Fahren und am Aufbau gezielter Modellregionen.

Kapitelübersicht und Zeitmarken

00:00 Technologieentwicklung und die Notwendigkeit von
Modellregionen

03:00 DB Regio Straße als Mobilitätsanbieter und die Relevanz
fahrerloser Systeme

10:30 Regulatorische und wirtschaftliche Meilensteine bis zum
Break-Even

18:00 Vorstellung der drei Zukunftsszenarien für das Jahr
2045

34:00 Fokus auf On-Demand-Verkehr im ländlichen Raum und
Kundennutzen

49:00 Technische Anforderungen an Fahrzeughersteller und globale
Software-Anbieter

Vertiefende Erläuterung der Gesprächsinhalte

Wirtschaftliche Treiber und der technologische Sprung zu Level
4

Der deutsche Nahverkehr leidet unter einem wachsenden
Fahrermangel, da geburtenstarke Jahrgänge kontinuierlich in den
Ruhestand gehen. Um den Betrieb systemrelevanter Linien
langfristig zu sichern, treibt DB Regio die Einführung
fahrerloser Flotten voran. Das technologische Fundament bilden
Technologien des autonomen Fahrens, bei der das System die
alleinige Verantwortung für die Steuerung übernimmt. Der
entscheidende nächste Schritt im Markt ist die Erteilung der
Typgenehmigung für eine Serienzulassung ohne Sicherheitsfahrer.
Sobald dieser Meilenstein erreicht ist, verschieben sich die
wirtschaftlichen Parameter im wettbewerbsgeprägten
Ausschreibungsmarkt für den Bus nachhaltig.

Thomas Drewes führt dazu aus: "Wenn dieser Ausschreibungsmarkt
dieses Thema bekommt dass die Fahrzeuge günstiger sind, autonom
als fahrerbasiert. Dann kippt der Markt automatisch weil im
Ausschreibungsmarkt ist der Preis das Relevante das
Wichtigste."

Drei Szenarien für die Mobilität von morgen im Vergleich

Die in Zusammenarbeit mit mehreren Forschungsinstituten erstellte
Studie vergleicht drei Entwicklungspfade bis zum Jahr 2045. Das
Basisszenario digitalisiert den bestehenden ÖPNV autonom, senkt
Kosten bei Linienbussen, verändert jedoch das Mobilitätsverhalten
der Bevölkerung kaum. Das Wettbewerbsszenario simuliert einen
freien Robotaxi Einsatz rein privatwirtschaftlicher Anbieter in
Ballungsräumen. Dieser Ansatz führt in Metropolen zu einem
Mehrverkehr von bis zu 40 Prozent durch Leerfahrten und
veränderte Gewohnheiten, während ländliche Gebiete unversorgt
bleiben. Den maximalen gesellschaftlichen Nutzen stiftet das
Daseinsvorsorge-Szenario, welches beschleunigte Hauptachsen mit
flexiblen Zubringerdiensten vernetzt.

Das autonome Geschäftsmodell im ländlichen Raum und die
Praxis

Ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell Autonomes Fahren entfaltet
seine Stärken primär über den flexiblen On-Demand-Verkehr im
ländlichen Raum. Die Verknüpfung virtueller Haltestellen mit
digitaler Disposition ermöglicht kurze Zustiegszeiten von
durchschnittlich 13 Minuten abseits der Städte. Die Fahrzeit
verlängert sich im Vergleich zum eigenen Auto um lediglich 10
Prozent, wodurch Haushalte durch den Systemwechsel monatlich rund
170 Euro einsparen können. Zur Absicherung dieser Konzepte baut
DB Regio auf Modellregionen wie das Tira-Projekt im
Rhein-Main-Gebiet. Hier werden Fahrzeugspezifikationen und
Preissysteme direkt mit den Kunden evaluiert, um den
Transformationspfad vom heutigen zum zukünftigen System
praxistauglich zu gestalten.

Thomas Drewes verdeutlicht die Relevanz der Kundenerprobung: "Wir
müssen das mit dem Kunden verproben. Was braucht der für
Fahrzeuggrößen? Was braucht der für Innenraumausstattung in
diesen Fahrzeugen? Was braucht der für Buchungsmöglichkeiten? Was
braucht der für Preismodelle? Das sind entsprechend alles Themen,
die wir noch entwickeln müssen und das idealerweise gemeinsam mit
Kunden in Modellregionen."

Weitere Informationen, Links und die Möglichkeit mitzureden sind
in den Show Notes:

https://www.klausreichert.de/verkehrswende-szenarien-fuer-autonomes-fahren-im-oepnv/

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Im Smart Innovation Podcast gibt es umsetzungsorientierte und
fokussierte Gespräche mit engagierten und kreativen Menschen über
Innovation, Innovationsmanagement, Unternehmertum und
Verantwortung im Kontext des Klimawandels.

Es geht um innovative agile Organisationen mit Vision, Dynamik
und Energie sowie den passenden Vorgehensweisen, Zukunft auch
enkeltauglich zu entwerfen. Ebenso geht es um wechselnde aktuelle
Themen wie neue Geschäftsmodelle, nachhaltige Produkte &
digitale Dienstleistungen. Episoden erscheinen dienstags. Bleiben
Sie auf dem Laufenden und folgen Sie der Show, wo immer Sie Ihre
Podcasts hören, bei Linkedin und per Newsletter. Alle Folgen mit
Extras, Links, Kommentaren & Transkript sind hier:
https://www.klausreichert.de/podcast/

Mein Name ist Klaus Reichert. Ich bin unabhängiger Berater mit
Herzblut, kreativer Business Coach und Experte für Innovation.
Ich begleite Unternehmen remote auf dem Weg von der Vision zu
nachhaltigen Leistungen. Mein Standort ist Baden-Württemberg,
zwischen Karlsruhe, Stuttgart und dem Bodensee.
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„Verkehrswende - Szenarien für autonomes Fahren im ÖPNV“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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