Nachhaltige Investments zwischen Rheinmetall-Effekt und KI-Boom | Episode 110
Henrik Pontzen von Union Investment über Rendite-Historie und
Chancen für ESG-Portfolios
30 Minuten
Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 2 Wochen
Kostet Nachhaltigkeit im Portfolio Rendite? Die Fragen beschäftigt
den Markt seit Jahren. „Was man grundsätzlich sagen kann ist: Das
Versprechen, nachhaltiges Investieren kostet nichts, das ist
intakt“, sagt Henrik Pontzen, Chief Sustainability Officer bei
Union Investment, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der
Börsen-Zeitung. Langfristig stifte nachhaltiges Investieren einen
Vorteil, „weil eben langfristige Risiken besser und intensiver
analysiert werden“ – auch wenn es kurzfristig zu Einbußen kommen
kann. Für das zurückliegende Kapitalmarktjahr sieht er insbesondere
in Deutschland einen Sondereffekt: „Die Dax-Performance im letzten
Jahr war eine Rheinmetall-Performance, ganz überwiegend“, erklärt
Pontzen. „Wer Reinmetall nicht im Portfolio hatte, weil er als
nachhaltiger Investor beispielsweise Rüstungsaktien ausschließt,
der hatte dann tatsächlich einen signifikanten Nachteil. Das mag um
die 7 Prozentpunkte ausgemacht haben und das ist sehr, sehr viel.“
An den internationalen Kapitalmärkten hingegen war entscheidender,
wie sich Investoren bei Themen wie Technologie, Software und
Künstliche Intelligenz positioniert haben. Nachhaltige Fonds hätten
„typischerweise ein Übergewicht in Tech-Werten“, konstatiert
Pontzen. In der globalen Betrachtung schneide daher die nachhaltige
Benchmark um gut 2 Prozentpunkte besser ab als die konventionelle.
„Wenn im deutschen Investmentuniversum gilt: Nachhaltigkeit hat
gekostet, und zwar viel, so gilt im viel relevanteren globalen
Investmentuniversum: Nachhaltigkeit war förderlich, und zwar sehr.“
Chancen für nachhaltige Investments sieht er im Bereich
Klima-Adaption. Dieser Sektor umfasst Technologien, die zur
Anpassung an den Klimawandel benötigt werden – und deren Nutzen
häufig individuell spürbar ist. Während es für einen einzelnen
schwer erscheint, etwas gegen die globale Erwärmung auszurichten,
ist der Erwerb einer Klimaanlage für heiße Tage einfach. „Es mag
sein, dass wir keine Mehrheit finden, um die Welt zu retten“, sagt
Pontzen. „Aber Menschenleben und sich selbst rettet man immer.“
den Markt seit Jahren. „Was man grundsätzlich sagen kann ist: Das
Versprechen, nachhaltiges Investieren kostet nichts, das ist
intakt“, sagt Henrik Pontzen, Chief Sustainability Officer bei
Union Investment, im Podcast „Nachhaltiges Investieren“ der
Börsen-Zeitung. Langfristig stifte nachhaltiges Investieren einen
Vorteil, „weil eben langfristige Risiken besser und intensiver
analysiert werden“ – auch wenn es kurzfristig zu Einbußen kommen
kann. Für das zurückliegende Kapitalmarktjahr sieht er insbesondere
in Deutschland einen Sondereffekt: „Die Dax-Performance im letzten
Jahr war eine Rheinmetall-Performance, ganz überwiegend“, erklärt
Pontzen. „Wer Reinmetall nicht im Portfolio hatte, weil er als
nachhaltiger Investor beispielsweise Rüstungsaktien ausschließt,
der hatte dann tatsächlich einen signifikanten Nachteil. Das mag um
die 7 Prozentpunkte ausgemacht haben und das ist sehr, sehr viel.“
An den internationalen Kapitalmärkten hingegen war entscheidender,
wie sich Investoren bei Themen wie Technologie, Software und
Künstliche Intelligenz positioniert haben. Nachhaltige Fonds hätten
„typischerweise ein Übergewicht in Tech-Werten“, konstatiert
Pontzen. In der globalen Betrachtung schneide daher die nachhaltige
Benchmark um gut 2 Prozentpunkte besser ab als die konventionelle.
„Wenn im deutschen Investmentuniversum gilt: Nachhaltigkeit hat
gekostet, und zwar viel, so gilt im viel relevanteren globalen
Investmentuniversum: Nachhaltigkeit war förderlich, und zwar sehr.“
Chancen für nachhaltige Investments sieht er im Bereich
Klima-Adaption. Dieser Sektor umfasst Technologien, die zur
Anpassung an den Klimawandel benötigt werden – und deren Nutzen
häufig individuell spürbar ist. Während es für einen einzelnen
schwer erscheint, etwas gegen die globale Erwärmung auszurichten,
ist der Erwerb einer Klimaanlage für heiße Tage einfach. „Es mag
sein, dass wir keine Mehrheit finden, um die Welt zu retten“, sagt
Pontzen. „Aber Menschenleben und sich selbst rettet man immer.“
Weitere Episoden
27 Minuten
vor 5 Tagen
29 Minuten
vor 1 Monat
27 Minuten
vor 1 Monat
31 Minuten
vor 2 Monaten
33 Minuten
vor 2 Monaten
In Podcasts werben
Kommentare (0)